Vergleich Norwegisch und Schwedisch

Abgesehen von Vokabeln, die dieselbe deutsche Übersetzung haben, aber in Norwegisch und Schwedisch ganz verschieden sind, gibt es ein paar grundlegende Dinge, die die beiden Sprachen unterscheiden. Da ich erst seit ein paar Wochen Schwedisch lerne, halte ich mal die Unterschiede fest, die mir bereits untergekommen sind.

  • im Schwedischen gibt es Ö und Ä, im Norwegischen Ø und Æ. Gemeinsam ist ihnen das Å.
  • im Schwedischen wird X verwendet, wo das Norwegische KS benutzt.
  • im Schwedischen gibt es den Doppelkonsonanten CK, im Norwegischen KK.
  • ich persönlich finde die norwegische Pluralbildung sehr viel einfacher als die schwedische. Im Norwegischen hängt man nur -er bzw. -ene an (abgesehen von den unregelmäßigen Formen), im Schwedischen verändert sich auch der voranstehende Vokal (und zwar irgendwie immer so, wie man es nicht erwarten würde): kock (Koch), kocken (der Koch), kockar (Köche), kockarna (die Köche). Ich hätte hier kocker/kockerna erwartet, mal als Beispiel. Für den bestimmten Plural von Neutrumwörtern gilt die Verwirrung ganz besonders: barn (Kind), barnet (das Kind), barn (Kinder), barnen (die Kinder).
  • wenn man Englisch kann, ist es oft leichter, norwegische Worte zu identifizieren. Ein Beispiel: like (mögen/norwegisch) und tycka om (mögen/schwedisch).
  • ein paar Pronomen unterscheiden sich (ni statt dere, honom statt ham etc.)

Die Gemeinsamkeiten überwiegen allerdings deutlich. Allgemein ist es sehr leicht für mich, den Duolingo-Baum Schwedisch abzuarbeiten. Viele Vokabeln sind genau gleich oder haben nur eine leicht andere Schreibweise. Präpositionen werden zum Teil deckungsgleich benutzt (das war für mich mit der schwierigste Teil beim Norwegischlernen), die Satzstellung stimmt praktisch überein. Da Schwedisch genau wie Norwegisch ein breites Spektrum an Dialekten besitzt, ist die Aussprache für mich ganz einfach und unterscheidet sich eigentlich gar nicht so sehr vom Norwegischen.

Ich denke nach wie vor, daß es sich nicht wirklich lohnt, mehr als eine skandinavische Sprache zu lernen, aber es macht trotzdem Spaß 🙂

Norwegisch #74

Auch diese Woche habe ich überhaupt kein Norwegisch gemacht, abgesehen von meinem Gespräch mit meinem Lehrer. Ich kloppe gerade jeden Tag so rund 500 XP im Schwedischkurs bei Duolingo, weil das prima am Handy im Bett geht, wo ich immer noch feststecke. Beim Lehrergespräch sind mir auch direkt ein paar schwedische Wörter reingeschlüpft, aber das war nicht schlimm 🙂

Ich könnte mir ja norwegische Podcasts anhören, aber dafür habe ich ehrlich gesagt keine Energie.

Norwegisch #70

Diese Woche habe ich neben den üblichen Duolingo-Lektionen mal wieder einen Podcast angehört, was ich wirklich lange nicht gemacht habe. Ich konnte richtig viel verstehen, vielleicht 85-90%, und hätte im Anschluß auch eine Zusammenfassung geben können. Ansonsten habe ich Vokabeln wiederholt und hatte auch meine beiden Austauschgespräche.

 

Norwegisch #69

Diese Woche hat sich total kurz angefühlt, in jeder Hinsicht. Ich bin froh, daß ich mir aufschreibe, was ich jeden Tag lerne, denn ansonsten würde ich wohl behaupten, daß ich zu gar nichts gekommen bin 🙂 Tatsächlich habe ich duolingo’isiert, Vokabeln wiederholt, hatte meine Lehrerstunde und habe gelesen.

Ich habe auch mal wieder meinen Gesamtbestand an Vokabelkarten für Norwegisch durchgeguckt und war überrascht, wie viele ich noch konnte. Jetzt habe ich meine kleine Vokabelkiste geleert und dafür eine größere Keksdose mit den Karten gefüllt und in den Schrank gestellt. So ist die kleine Kiste an meinem Platz wieder startklar.

Schwedisch lerne ich weiterhin, mit Babbel, Duolingo und zwei Büchern. Bisher alles recht leicht und es fühlt sich nicht an, als würde ich eine andere Sprache lernen 🙂 Es ist mehr wie eine Variante von Norwegisch und daher auch nicht sehr fordernd.

365 Tage Duolingo

Heute habe ich meinen 365. Tag bei Duolingo. Ich habe keinen einzigen Tag ausgesetzt, für Norwegisch 40293 XP und 684 Kronen erhalten und alle Skills bis zum 9. Turm vergoldet. Soweit die Statistik. Und was hat’s gebracht?

Norwegisch ist keine große Sprache. Es gibt so etwa 4,5 Millionen Muttersprachler in Norwegen selbst und dann nochmal ungefähr genauso viele in den USA. Dementsprechend gibt es zwar durchaus Lehrmaterial, aber eine Fülle wie bei großen Sprachen findet man nicht. Ich habe ja mit Babbel angefangen, Norwegisch zu lernen, aber der Kurs wird zu schnell zu schwierig, so daß man nicht gut folgen kann. Diese Lücke schloß Duolingo. Der Norwegischkurs dort ist wirklich toll, weil er eine große sprachliche Vielfalt und die Möglichkeit bietet, Dinge oft zu wiederholen. Das Forum ist ebenfalls gut gepflegt und man bekommt in den meisten Fällen binnen kurzer Zeit eine hilfreiche Antwort, wenn man eine Frage hat. Für mich war und ist das ideal.

Bei Duolingo lernt man mit der Satz-Methode. In den Tips bekommt man die Grammatik kurz erklärt und dann eine Liste von neuen Vokabeln, aber die Lektionen bieten praktisch nur Sätze an, die man entweder von Norwegisch zu Englisch übersetzt oder umgekehrt. Einzelne Vokabeln werden nur äußerst selten abgefragt. Ich habe von vielen anderen Duo-Benutzern gelesen/gehört, daß diese Satz-Methode ihnen überhaupt nicht hilft, eigenständig zu sprechen, weil sie nur die auswendiggelernten Phrasen reproduzieren können, doch für mich persönlich ist sie superhilfreich. Da man von Anfang an den Satzbau lernt, ist es meiner Meinung nach sehr leicht, die gelernten Sätze mit neuen Vokabeln umzubauen. Am Anfang ist man vielleicht noch etwas unsicher, aber nach und nach klappt es zumindest bei mir immer besser.

Was ich nie recht nachvollziehen kann, ist die Kritik, daß man mit Duolingo überhaupt nicht fließend sprechend lernt und daß dieses Programm daher eine reine Zeitverschwendung ist, denn meiner Ansicht nach lernt man Sprechen nur, indem man spricht (surprise!). Ein Programm zu verkonsumieren und dann zu erwarten, daß es wie von Zauberhand die Fähigkeit, mich flüssig verbal auszudrücken, in mein Gehirn installiert, ist einfach Quatsch. Aber das ist allgemein etwas, das ich in der Sprachlerncommunity etwas komisch finde, also, daß es immer neue Apps und Programme gibt, die so tun, als müßte man sich nur sein Handy an den Kopf halten, damit man eine Sprache lernt.

Für Norwegisch bin ich mit Duolingo also rundherum zufrieden. Bei anderen Sprachen, die dort angeboten werden, sehe ich aber, daß es Ausbaubedarf gäbe. So findet man z.B. keine Grammatikerklärungen bei Spanisch für Deutschsprachige und viele Kurse decken gerade einmal die absoluten Basics ab oder gehen auch zu schnell vor. Da Duolingo aber ein kostenloses Angebot ist und die Kurse von Freiwilligen in ihrer Freizeit eingepflegt und betreut werden, ist die Unhöflichkeit, mit der teilweise Kritik in den Foren an Duolingo selbst hervorgebracht wird, meiner Meinung nach nicht fair. Schließlich hätte jeder die Möglichkeit, selbst an den Kursen mitzubauen oder neue zu erstellen. Aber scheinbar gibt es nicht viele Leute, die dazu Lust haben.

Alles in allem hat mir Duolingo sehr dabei geholfen, stabile Sprachkenntnisse aufzubauen, die ich auch in Gesprächen anwenden kann. Umgangssprache lernt man dort nicht, aber dafür gibt es ja den persönlichen Austausch und auch einige YouTuber. Sprichwörter und Redensarten sind im Kurs enthalten, so daß man befähigt wird, ein lebendiges Norwegisch zu sprechen.

Norwegisch #68

Diese Woche habe ich mal wieder was bei Babbel gemacht. Da sind eigentlich nur noch die Vokabelaufbaukurse offen, die ich aber einfach so langweilig finde, daß ich mich nur selten dazu motivieren kann, sie durchzuklicken. Bei Duolingo habe ich fast jeden Tag meine zehn Lektionen geschafft und auch ein Kapitel in einem Buch und Vokabelwiederholungen waren dabei.

Norwegisch #67

Eine ziemlich normale Lernwoche war das. Habe vor allem Duolingolektionen gemacht, aber auch zwei Kapitel in einem Buch. Ich hatte außerdem zwei Gespräche, allerdings zählt das eine nicht so richtig, weil wir eigentlich nur Deutsch geredet haben. Ich habe festgestellt, daß meine Fremdsprachenkenntnisse spontan gegen Null gehen, wenn ich erst Deutsch rede und dann umschalten soll. Spannend, aber wieso das so ist, weiß ich auch nicht 🙂

Mir ist diese Woche bewußt geworden, daß ich im Grunde Norwegisch als gelernt abhaken kann, in Hinblick auf Grammatikdinge, die es zu lernen gilt, damit man (zumindest in der Theorie) alles ausdrücken kann. Was mir noch fehlt, sind Vokabeln, und ich brauche auch noch viel mehr Sprecherfahrung, um die aktive Sprache zu verankern. Norwegisch steht dem Deutschen natürlich viel näher als Spanisch das tut, aber trotzdem hilft es, bestimmte Strukturen und Standardformulierungen schön einzuschleifen, damit man auch später ganz leicht auf sie zugreifen kann. Ich bin alles in allem sehr zufrieden mit meinem Timing und denke, wenn ich die nächsten sechs, sieben Monate noch schwerpunktmäßig Norwegisch lerne, müßte ich dann Ende des Jahres Niveaustufe C1 erreicht haben.

Beim Sprechen einer Fremdsprache ist es ja immer so, daß man sich am leichtesten und flüssigsten über seine Interessensgebiete austauschen kann, weil man sich dazu auch den meisten Input sucht (sofern man das Glück hat, daß es ihn dann auch tatsächlich gibt). Ich merke aber, daß es mir nützlich ist, wenn ich auch lerne, über Dinge zu reden, die mich nicht so wirklich interessieren, weil sie in Alltagssituationen wichtig sein bzw. weil Austauschpartner sie ansprechen könnten. Jedes Schwerpunktgebiet hat sein eigenes Vokabular und auch hier ein vernünftiges Niveau zu erreichen, ist für mich schon eine Herausforderung, weil mein Gehirn bei Langeweile sehr schnell abschaltet. Da überlege ich noch, wie ich das am besten machen könnte. Die Methode von Duolingo finde ich an dieser Stelle echt gut, denn zumindest für Norwegisch bietet das Programm ein sehr breitgefächtertes Vokabular an. Vielleicht bitte ich mal meinen Lehrer darum, mir ab und zu ein Thema zu geben, zu dem ich Vokabular lernen und einen Text schreiben kann, und über das wir dann auch mal zehn Minuten quatschen.

Außerdem habe ich diese Woche eine Menge Schwedisch gemacht, bei Duolingo und in einem Buch, das ich mir ausgeliehen habe. Schwedisch, Dänisch und Norwegisch sind sich ja sehr nah, und wenn man eine dieser Sprachen spricht, versteht man auch die anderen, obwohl sie sich in der Aussprache schon deutlich voneinander unterscheiden. Jedenfalls macht das gerade sehr viel Laune. Habe auch schon gesehen, daß es mehr Schweden (und auch Dänen) als Norweger gibt, die Kochvideos machen 🙂

Norwegian Tutor, kapittel 4

Write about you do for the environment.

(Textkorrektur durch meinen Lehrer)

I familien min kildesorterer vi mye. I Tyskland har vi begynt med å gjøre det allerede i nitti-tallet, men nå til dags gjør vi det ennå mer. Vi har for eksempel tre slags av søppel i huset: plastikksøppel som kan resirkuleres, husholdssøppel som ikke kan resirkuleres (som lommetørkler eller kokte spiserester) og kompost for ukokte plantedeler og te eller kaffe. Dessuten samler vi glass, papir og gamle klær og de blir hentet regelmessig. Vi kjøper eggene våre på en kyllinggårde og vi kan alltid gir kartongene tilbake.

Vi tror at handelsoppførsel har en stor effekt på miljøet og derfor planlegger vi alltid hva vi skal spise under uka. Vi spiser to eller tre ganger kjøtt hver uke, resten av tiden spiser vi vegetarmat eller veganmat. Slik kan vi redusere vannbruken indirekte. Vi prøver å kjøpe mange ingredienser/produkter som dyrkes i vår region, så at de ikke må ikke bli importert fra utenlands. Vi drikker bare vannet fra springen, fordi det er den best kontrollerte maten i Tyskland og vi tror at man kan spare energi med å gjøre det. Klærne våre vasker vi bare på maksimalt seksti varmegrader og kun dersom vaskemaskinen er full, så at vi kan spare energi her også. Alle lyspærene i huset vårt er „energisparlyspærer“ (engergisparende lyspærer) og det betyr at de ikke trenger ikke så mye ström.

Er vi perfekte? Det tror jeg ikke. Men jeg synes at alt vi gjør er viktig for miljøet og jeg tenker at det var viktig at alle gjør det som er mulig for dem.

[mir fällt auf, daß ich immer noch das ikke in Nebensätzen an die falsche Stelle packe, weil es sich für mich an der richtigen Stelle blöd anhört]