Thrifty Thursday #7

Neulich hat ein Ehepaar, das bei YT Videos über frugales Leben dreht, darauf hingewiesen, daß man ab und zu mal kontrollieren könnte, welche Abos man abgeschlossen hat und welche davon man tatsächlich benutzt. Das war bei mir der Anstoß dafür, Babbel zu kündigen (daneben habe ich nur ein weiteres Abo, das ich beibehalten möchte). Mit Babbel habe ich Spanisch gelernt und war unheimlich zufrieden mit dem Kurs. Seine Struktur erschien mir exzellent und man kann auch sehr viel Vokabular aufbauen, vor allem mit den ganzen Zusatzkursen. Die anderen Kurse, die ich bei Babbel gemacht habe (Französisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch), haben mich nie auf dieselbe Weise erreicht und weitergebracht. Heute lerne ich eigentlich ausschließlich mit Duolingo, Büchern, YouTube und Lehrern und erreiche meine Ziele damit ziemlich schnell, aber Babbel brauche ich nicht mehr. Also danke und adieu 🙂

Für Isländisch habe ich einen tollen Gratiskurs der Uni Reykjavik entdeckt (man muß sich registrieren, aber der Kurs ist umsonst). Jetzt lerne ich schon mal ein paar Worte, bevor am Montag mein Anfängerkurs startet.

Diese Woche haben wir das erste Mal seit vielen Jahren die Kichererbsen für Humus selbst abgekocht. Dafür waren wir in den letzten 15+ Jahren schlicht zu faul und haben immer Ware aus dem Glas oder aus der Dose genommen, was natürlich schon teurer ist: 240 g Kichererbsen aus der Dose liegen bei 0,89 €, 100 g Trockenware (welche ziemlich genau 240 g gekochte Kichererbsen ergeben) kostet gerade mal 0,35 €. Ja, nicht die Welt, aber das ist das Babbel-Abo monatlich betrachtet auch nicht mit rund 7 €, doch es läppert sich natürlich. Bisher haben wir die Kichererbsen immer noch aus den Häutchen gedrückt und das Ergebnis war ein atemberaubend glatter Humus, aber ich glaube, diese Arbeit werden mein Mann und ich uns fortan klemmen. Wofür haben wir einen Hochleistungsblender? Und Ballaststoffe schaden eh nicht 🙂

Bei Amazon Prime habe ich ein Buch von Julius Payer für umsonst gefunden, das ich gern lesen möchte, sobald ich ein paar andere Bücher beendet habe. Es paßt super zu dem Ransmayr-Buch, das ich gerade in einer kleinen Gruppe bespreche und ich erhoffe mir ein paar interesssante Einsichten in die Payer-Weyprecht-Expedition.

Ich habe festgestellt, daß ich den Impuls, etwas zu kaufen, um mich zu trösten, z.B. wenn ich schlecht geschlafen habe oder mich angeschlagen fühle, immer noch habe, obwohl ich doch jetzt schon länger und öfter no-spend-Challenges mache und allgemein das Gefühl habe, bereits mehr als genug zu besitzen. Ich bin dazu übergegangen, Dinge in meinen Warenkorb zu legen und sie dann doch nicht zu kaufen. Teilweise mache ich das wiederholt über Wochen hinweg, und es ist interessant, daß das „Bedürfnis“, etwas zu besitzen, dann oft verschwindet. Dabei hilft mir auch der Gedanke, daß ich (zumindest meistens) bereits etwas Vergleichbares oder eine andere Alternative habe. Ich habe z.B. überlegt, mir Adressaufkleber zu bestellen, weil ich doch recht viele Briefe schreibe, aber 15 € für 140 Stück ist verglichen damit, einfach seine Adresse auf das Kuvert zu schreiben, sehr teuer. Ich fühle mich damit auch nicht geizknochig, sondern eher auf einer angenehm bewußten Einkaufsmentalitätsebene angekommen.

Thrifty Thursday #6

Diese Woche habe ich eher Geld ausgegeben als gespart 🙂 Ich brauchte neue Karteikarten zum Vokabellernen und habe mir diesmal gleich ein 10.000er-Pack gekauft. Tausend Stück kosten normalerweise rund 10 bis 12 € und dieses Riesenpaket gab es für 41 € incl. Versandkosten, yay 😀 Allerdings war es offenbar schwierig, das Paket zuzustellen, denn es wurde an zwei aufeinanderfolgenden Tagen falsch ausgeliefert – und zwar beide Male an dieselbe Firma in einer anderen Stadt, lol 😀 Jetzt ist es jedenfalls gelandet und ich bin sehr zufrieden mit der Papierqualität. Da ich de facto sehr viele von diesen Kärtchen brauche, habe ich auf lange Sicht ziemlich viel gespart.

Ich habe mich außerdem dazu entschieden, einen Isländischkurs zu buchen, der im kommenden Trimester online angeboten wird. Ich denke, ich hätte das wohl eigentlich lieber auf in etwa zwei Jahren verschoben, wenn ich mit Niederländisch soweit durch bin, aber da das Programm der VHS nur aufgrund von Corona soviele Onlinekurse vorsieht, dachte ich, ich wäre wahrscheinlich traurig, wenn ich die Chance verpassen würde (oder wir haben noch 67 Wellen und es war unnötig, das könnte natürlich auch sein…). Der Kurs und das Buch haben mich zusammen rund 140 € gekostet. Meine Lehrerstunden Spanisch und Norwegisch habe ich auch wieder aufgestockt und natürlich kommt immer alles zusammen, aber durch das konsequente Sparen tat das jetzt nicht weh, und das finde ich sehr schön ♥

Am letzten Wochenende haben wir wieder unsere eingefrorenen Gemüseüberbleibsel zu einer Brühe ausgekocht und sie gleich verwertet. Durch die roten und braunen Zwiebelschalen ist sie ganz schön schwarz geworden, wie Sumpfwasser, lol 🙂 Aber sie ist wirklich lecker, auch wenn man sie in Pfannengerichte einrührt, um eine Sauce zu machen. Und sie ist auch immer wie ein kleines Überraschungspaket, wenn sie schmeckt echt immer anders, je nachdem, was man für Gemüseschnipsel hatte.

Die eingefrorenen Falafel aus der letzten Woche haben wir genau wie geplant aufgetaut und dann 5 min. in die Fritteuse geworfen. Sie waren echt wie frisch gemacht, und das heißt, daß wir demnächst mal eine große Menge vorbereiten und einfrieren werden. Sind sehr praktisch, wenn man nicht viel Zeit oder Lust zu kochen hat.

Thrifty Thursday #5

Diese Woche haben wir das erste Mal Hackfleisch eingefroren. Ich weiß schon, daß das eigentlich nix Exotisches ist, aber bisher haben wir das Fleisch immer so schnell nach dem Einkauf verbraucht, daß das nicht nötig war. Ich hatte ein bißchen Sorge, daß es den Geschmack verändern würde, aber dem  war nicht so. Allerdings glaube ich nicht, daß wir das zur Vorratshaltung machen werden, denn mehr als etwa einen Monat sollte man das Fleisch auch nicht in der Tiefkühltruhe aufbewahren. Der Metzger hatte etwas zuviel Hack gemacht und hätte es weggeworfen, wenn wir es nicht genommen hätten, also hatten wir noch etwa 250 g übrig, mit dem wir am UWYH-Tag eine Bolognese gekocht haben. Ich muß dazusagen, daß ich seit meiner Kindheit keine Bolo mit Fleisch mehr gegessen habe, immer nur mit Gemüse, Pilzen, Getreide oder Hülsenfrüchten, weswegen ich etwas skeptisch war, aber es war wirklich lecker und das werden wir nochmal machen, gleich morgen 🙂

Bis vor ungefähr zwei, zweieinhalb Jahren hatten wir einen richtig guten Falafelladen in relativer Nähe, doch die Besitzerin hat verkauft und seither waren die Sandwiches dort einfach nicht mehr lecker. Wir haben in der Zwischenzeit mal unterschiedliche Falafelmischungen probiert, aber aus irgendeinem obskuren Grund sind die Bällchen immer in der Pfanne auseinandergefallen, bis nur noch Brösel übrig waren. Wir haben echt alles versucht, aber es ging absolut nicht, und es ist schon etwas merkwürdig, wenn man zwar ziemlich gut kochen kann, aber so blöde Tütenfalafel nicht hinkriegt, lol 😀 Am Osterwochenende jetzt haben wir uns das erste Mal an selbstgemachte Falafel herangewagt und ich bin superhappy damit, wie einfach und lecker das war!

rohe Falafel

Die Kichererbsen werden 24 Stunden lang mit etwas Backpulver in reichlich Wasser eingeweicht. Am kommenden Tag werden sie gespült und dann mit Knoblauch, Zwiebeln, Gewürzen, Salz und Mehl sowie etwas Wasser in der Küchenmaschine mit dem Flügelmesser geschlagen, bis ein formbarer Teig entstanden ist. Mit gekochten Kichererbsen oder solchen aus der Dose funktioniert es nicht.

Falafel galore

Da wir das ja noch nie zuvor gemacht haben, haben wir erstmal ein Bällchen probehalber frittiert, aber der Teig brauchte noch etwas Salz und das Öl eine höhere Temperatur. Dann lief das Ausbacken wie am Schnürchen. Die Falafel waren 5 Minuten bei 145°C Öltemperatur drin und kamen schön knusprig und duftig aus der Fritteuse, allerdings sollte man nicht zu viele gleichzeitig ausbacken.

zu den Falafeln gab es Currylinsen, Brot, Möhrenrohkost und einen Zaziki (vegan)

Unsere Falafel-Ehre ist damit wieder hergestellt 😀 Da sie echt sehr mächtig sind, konnten wir die Hälfte einfrieren für das kommende Wochenende. Da werden wir sie dann über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und nochmal kurz für 2 min. in die Fritteuse geben.

Insgesamt haben wir aus 400 g getrockneten Kichererbsen und den anderen Zutaten genau 60 Falafel herausbekommen. Pro Person reichen 5-6 eigentlich locker, aber weil sie so lecker waren, haben wir ungefähr 8 pro Nase gegessen.

Hier noch ein bißchen Mathe. Eine handelsübliche Falafel-Mischung kostet 1,75 € für 175 g, woraus man etwa 16 Bällchen machen kann. Das wären also ca. 6,56 € für diese 60 Stück, für die wir rund 2,49 € bezahlt haben. Die Aufstellung der einzelnen Posten ist zum Teil nur geraten (mit Sternchen), aber ich denke, es ist deutlich, wie viel günstiger das kommt: 1,44 € für die Kichererbsen, 0,10 € für Backpulver, 0,25 € für die Zwiebel und den Knobi, 0,02 € für das Mehl, 0,20 €* für die Petersilie und 0,50 €* für die Gewürze.

Unser UWYH-Essen diese Woche war eine vegane Paella mit Bohnen, Erbsen, Paprika und Cashews. Beim Aufräumen des Gewürzschranks sind mir drei Sachets der klassischen Gewürzmischung, die ich aus Spanien mitgebracht hatte, in die Hände gefallen und die müssen mal so langsam weg. Bei der Gelegenheit haben wir gleich unsere gußeiserne Pfanne eingeweiht, die wir als Ersatz für eine mit Teflonbeschichtung gekauft haben. Durch das Brotbacken im Dutch Oven sind wir ja jetzt zu Gußeisen konvertiert, und es ist immer wieder faszinierend, wie genial man damit kochen kann ♥

Gelesen bzw. Hörbücher gehört habe ich natürlich auch. Aus der Bibliothek habe ich einige Hörbücher von Ben Aaranovitch ausgeliehen. Nach dem ersten Teil war ich von der Serie nicht so begeistert, aber ich bin froh, daß ich direkt den zweiten Teil angehört habe, denn der war wirklich interessant. Jetzt bin ich also angefixt und höre alle Folgen, die ich kriegen kann 😀 Ich hatte auch noch das Hörbuch „Offline“ von Arno Strobel ausgeliehen, fand die Geschichte aber eher fad, unlogisch und voller Lücken. Auch mit Papierbüchern bin ich gerade noch gut versorgt. Zur Zeit lese ich „Dunkelkammer“ von Louise Walsh, das ich mir schon vor Jahren mal gebraucht gekauft habe, und „Die Judenbuche“ von Anette von Droste-Hülshoff. Für Nachschub ist auch bereits gesorgt, denn ich habe gestern eine große Tüte aus der Bibliothek bekommen ♥

Speiseplan #228

  • Mittwoch: Pizza mit Chorizo, Paprika, getrockneten Tomaten und roten Zwiebeln, dazu Feldsalat mit Nüssen und Äpfeln
  • Donnerstag: Würstchenstew mit Dumplings
  • Freitag: Spaghetti Bolognese, dazu Cole Slaw
  • Samstag: Minestrone mit Broccoli und Lauch
  • Sonntag: Bohnen mit Fleischwurst und Bacon, dazu Salzkartoffeln
  • Montag: Falafel, frisches Ciabatta, Joghurtdip und Karottenrohkost
  • Dienstag: UWYH

Thrifty Thursday #4

Ich habe jetzt bei mehreren YouTubern gesehen, daß sie ihre Gemüseabfälle einfrieren und sammeln, bis sie genug für einen großen Topf beisammen haben, und dann daraus Brühe kochen. Auf die Idee bin ich noch nie gekommen, weil ich immer dachte, daß ich das, was ich in den Kompost stecke, ja eben gerade nicht essen kann oder will, z.B. Möhren- und Zucchinikäppchen, Zwiebel- und Sellerieschalen oder auch Kohlstrünke bzw. deren äußerste Blätter. Aber eigentlich sind diese Sachen in der Regel nicht matschig oder irgendwie schlecht (dann würde ich sie natürlich weiterhin auf den Kompost werfen) – warum also nicht noch etwas mit ihnen anfangen?

Innerhalb von ungefähr zwei, drei Wochen hatten wir jetzt eine große Tüte mit solchen Gemüseschnipseln zusammen und haben aus ihnen am letzten Wochenende eine Brühe gekocht. Einfach das Gemüse in einen großen Topf geben, gerade so mit Wasser bedecken, Salz dazu und dann 45 Minuten köcheln lassen. Die groben Gemüsestücke haben wir mit einem Schaumlöffel rausgefischt und die Brühe dann noch durch ein feines Sieb gefiltert, fertig. Ich war total überrascht davon, wie unglaublich lecker sie geworden ist! Am Sonntag hat der Mann dann eine Gemüsesuppe mit frischen Eiernudeln gemacht – ein Gedicht! Ich denke, das war so fabelhaft, daß wir das mit den Gemüse“abfällen“ beibehalten werden.

Wir verwenden seit Jahren das Gemüsebrühpulver einer Bio-Firma, die allerdings Maltodextrin und Hefeextrakt zusetzt. Für mich war das immer so ein kleiner, fauler Kompromiß, denn eigentlich versuche ich ziemlich engangiert, frei von Zusatzstoffen zu essen, aber das Pulver hat eben funktioniert. Dieses Brühe-Experiment hat jetzt zur Folge, daß ich – wieder einmal – darüber nachdenke, ob ich nicht insgesamt mein Brühpulver selbermachen soll. Uns schmeckt das Essen einfach nicht so gut, wenn wir es nur mit Salz würzen, und Brühpulver scheint nicht allzu schwierig in der Herstellung. Mal gucken.

Und wo wir gerade bei Zusatzstoffen sind: die Kokosmilch, die wir jahrelang gekauft haben, hat neuerdings einen Emulgator drin. Für mich ganz unverständlich, aber okay. Wir haben jetzt mal drei unterschiedliche Kokosmilchen von verschiedenen Herstellern gekauft, deren Produkt immer nur aus Kokos und Wasser besteht. Da müssen wir uns jetzt mal durchtesten. Leider gibt es alle drei Milchvarianten aber nur in 400-ml-Dosen und wir haben bisher 150-ml-Packs gekauft. Neulich haben wir dann den Rest einer Dose im Eiswürfelbehälter eingefroren und die kleinen Portionen in einen Gefrierbeutel umgepackt. Bei Bedarf kann man jetzt diese Kokosmilcheiswürfel portionsweise auftauen oder, wenn es mal schnell gehen muß, gleich im Topf schmelzen lassen.

Hefe ist seit einigen Wochen auch immer in unserem Tiefkühler zu finden. Einen Stein (42 g) teilen wir in 16 Stücke und verwenden davon eins pro Brot. Die Hefe wird dazu im warmen Wasser aufgelöst, das geht ganz schnell. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist Hefe auch dann kein besonders teures Produkt, wenn man einen ganzen Stein für ein Brot braucht, aber noch besser als die Ersparnis finde ich ehrlich gesagt, daß unser Brot nicht mehr so hefig schmeckt und riecht.

Alles in allem nutzen wir gerade unseren Tiefkühlschrank mehr als zuvor, es stecken aber auch noch ein paar Dinge drin, die ich bald aufbrauchen möchte, damit mehr neue/interessantere Sachen dadrin Platz haben 😉

Gelesene Bücher Januar bis März 2021

  • Cressida Cowell: El Tiempo De Los Magos. Jugend-Fantasy-Roman, neu gekauft. In meinem letzten Spanienurlaub habe ich mir eine ganze Kiste an Büchern gekauft und das war eines davon. In einer Welt, in der die Zauberer und die Krieger in alter Feindschaft zueinander leben, ersteht plötzlich beider Feind: der König der Hexen. Xar, ein junger Magier ohne magische Fähigkeiten, und Wish, eine Kriegerin, die ein magisches Schwert besitzt, treffen zufällig aufeinander und erleben dann einen geradezu höllischen Tag miteinander. Die Geschichte ist für Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren, was aber nicht heißt, daß sie sich einfacher Sprache bedient. Immer wieder dachte ich, uff, Spanisch hat echt viele Verben 🙂 Mir hat’s gefallen, war aber durchaus herausfordernd zu lesen. 4/5.
  • Jules Vernes: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. E-Book, kostenlos bekommen. Gut, zur Geschichte brauche ich wohl nix sagen, weil sie jeder kennt 🙂 Mir hat ganz besonders gut gefallen, daß ich die gemeinfreie Version in altem Deutsch lesen konnte. Wie witzig und fundiert Verne geschrieben hat, hatte ich irgendwie vergessen. Hat mich super unterhalten. 4/5.
  • Carlos Fuentes: Aura. Phantastische Novelle, neu gekauft. Das ist auch eins der Bücher aus Spanien – gekauft in A Coruña am Feiertag der galicischen Literatur (da hatten alle Geschäfte außer den Buchhandlungen geschlossen…und es handelt sich um den 17. Mai, falls das irgendwen interessiert :)). Das Buch habe ich mir aufgrund seiner Gestaltung gekauft, denn ist es im viktorianischen Stil illustriert. Superschön. Allerdings kann ich phantastischer Literatur dieser Art nicht viel abgewinnen. Ein junger Geschichtsgelehrter nimmt eine Anstellung bei einer alten Witwe an: er soll den Nachlaß ihres Mannes editieren und publizieren. Dabei verliebt er sich in die junge Nichte der Dame. Zwischen den beiden Frauen scheint es aber eine merkwürdige Verbindung zu geben, und am Ende stellt sich heraus, daß beide ein- und dieselbe Person sind, während sich der junge Mann in den verstorbenen Ehegatten verwandelt. Tja, hm. So Zeug lese ich einfach nicht gern, denn ich kann es nicht ausstehen, wenn die in einem Buch dargestellte Realität so verwischt und bröckelt. Meine mexikanische Spanischlehrerin war allerdings sehr begeistert davon, daß ich das Buch lese, weil es überraschenderweise eine Menge mit der jüngeren mexikanischen Geschichte zu tun hat (es wurde 2001 verboten, weil darin Nacktszenen vorkommen, ist inzwischen aber wieder erlaubt). Trotz allem und trotz Nacktheit nur 1/5.
  • Aristoteles: Die nikomachische Ethik. Sachbuch/E-Book, kostenlos erhalten. In meiner Schulzeit und auch an der Uni habe ich Auszüge aus der NE gelesen, zum Teil übersetzt, aber ich hatte noch nie das ganze Werk am Stück gelesen. Ich fand es überraschend lustig, aber an vielen Stellen auch sehr bitter zu lesen, wenn man merkt, wie idealistisch der Autor war und wie übel unsere Politik im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist. Sicherlich haben unsere Politiker nicht mehr die Glückseligkeit für alle im Kopf bei ihren Handlungen. Ach, Aristoteles. 4/5.
  • Theodor Storm: Der Schimmelreiter. Novelle, E-Book, kostenlos erhalten. Das Buch habe ich zuletzt in der fünften Klasse gelesen und es jetzt gratis bei Amazon gefunden. Ich muß sagen, daß ich das Buch heute ganz anders interpretiert und bewertet habe ohne die Anleitung eines Lehrers. Interessante Erfahrung. 4/5.
  • William Shakespeare: Macbeth. Drama, E-Book, kostenlos erhalten. Auch noch ein Gratisangebot von Amazon. Habe ich zuletzt im Englisch-LK gelesen und hat mir jetzt auch wieder viel Spaß gemacht. 4/5.
  • A.J. Jacobs: Britannica und ich. Sachbuch, aus dem Bücherschrank. Jacobs hat die gesamte Printausgabe der Britannica gelesen und dieses Unternehmen in seinem Buch dokumentiert. Interessant und teilweise zum Piepen komisch! Was mich besonders fasziniert hat, war, daß ich schon fast alles vorher wußte. Allerdings hat das Buch jetzt auch den alten Wunsch, mal eine ganze Enzyklopädie zu lesen, in mir wachgerufen, aber dazu später mal mehr 🙂 5/5.
  • James Patterson: Dead/Alex Cross 13. Thriller, gebraucht und sehr zerfleddert gekauft. Während in Washington D.C. ein Killer/Schauspieler Leute ermordet, bricht Cross‘ Erzfeind Kyle Craig aus dem Gefängnis aus. Solider Thriller ohne große Überraschungen. 4/5.
  • James Patterson: Fire/Alex Cross 14. Thriller, gebraucht gekauft. In Washington D.C. wird eine Familie brutal ermordet, mit dessen Mutter Cross auf der Universität liiert war. Die Spur führt nach Nigeria, wo Cross die Ermittlungen aufnimmt, und bald findet er sich in einem Flüchtlingslager in Darfur wieder. Als in Nigeria ein Bürgerkrieg ausbricht, muß er in die USA zurückkehren, doch der Mörder erwartet ihn dort bereits. Eins der spannendsten Bücher der ganzen Reihe! Allerdings auch sehr brutal und blutig. 5/5.
  • James Patterson: Heat/Alex Cross 15. Thriller, aus der Bibliothek. Alex‘ Nichte wird tot und zerschreddert aufgefunden (im zweiten Teil wurde eine andere Nichte bereits entführt und serien-vergewaltigt….man sollte also besser keine Nichte von Alex Cross sein…). Die Spur führt zu einem Privatclub/-bordell, in dem sich der Killer seine Opfer liefert. Cross wird in seinen Ermittlungen von allen Seiten behindert – es scheint so, daß sie Spur des Killers sich bis in die höchsten Reigunergskreise verfolgen läßt. Sehr solider Thriller, habe allerdings seine Lösung von Anfang an vermutet, was an ein paar auffälligen Formulierungen lag. So allmählich kenne ich Pattersons Stil 🙂 Was mir nicht so gut gefallen hat: Cross hat mal wieder eine Seelenverwandte getroffen und will sie jetzt heiraten. Mal sehen. Bree, die künftige Mrs Cross, wurde bisher als knallharte Polizistin umschrieben, in diesem Teil mutiert sie zum Hausmütterchen. Hm. 4/5.
  • James Patterson: Storm/Alex Cross 16. In Washington D.C. werden mehrere Personen des öffentlichen Lebens erschossen, die in fragwürdige Geschäfte verwickelt sind. Gleichzeitig werden Leichen aufgefunden, in die seltsame Formeln und Zahlen eingeritzt sind. Und obendrein ist Cross‘ schlimmster Feind, Kyle Craig, zurück. Wieder einmal handfeste Thrillerkost. 4/5.
  • Hans Dieter Stöver: Quintus geht nach Rom. Jugendbuch, im Bücherschrank gefunden. Der 14jährige Quintus kommt mit seiner Familie nach Verlust deren Hofes auf dem Land nach Rom, wo er schon bald Kontakt zu einer Bande von Jungs bekommt. Sie klären gemeinsam einen großangelegten Diebstahl auf, wodurch sich Quintus‘ Leben stark verändert. Eigentlich erzählt das Buch eine nette Geschichte im Stile der Caius-Reihe von Henry Winterfeld, aber es liest sich furchtbar zäh. 3/5.
  • Leora Stahl: Simon, das Asperger-Syndrom und unser alltäglicher Wahnsinn. Sachbuch, aus der Bibliothek. Simon ist der erwachsene Sohn der Autorin. In kleinen Kapiteln erzählt sie, wie sich das Leben mit ihm gestaltet und welche Schwierigkeiten Simon in der Bewältigung des Alltags und in der Kommunikation hat. Es war ein sehr interessanter Einblick in das Leben eines anderen Autisten, aber im Großen und Ganzen war für mich vieles nicht nachvollziehbar. 3/5.
  • Christian Nørlund: Das Sklavenmädchen. Jugendbuch, gebraucht gekauft. In meiner Kindheit habe ich das Buch in der Bibliothek ausgeliehen und es jetzt seit vielen Jahren gesucht – und nun endlich gefunden. Rosita wird aus ihrer Heimatstadt Bogotá entführt und als Sklavin an eine Kafeeplantage verkauft. Vier Jahre verbringt sie dort, bis ihr die Flucht gelingt. Dank eines dänischen Ingenieurs kann sie sich ein neues Leben aufbauen. Das ist auch die Fußangel an dem Buch: ohne westliche Hilfe wäre das Mädchen einfach auf der Straße geblieben. Der Autor betont, daß sich diese Geschichte wirklich zugetragen hat, aber so eine richtig hoffnungsvolle Perspektive gibt das Buch nicht. 3/5.
  • Alberto Álvarez Peña: Cuentos y Leyendas Asturianas de Árboles y Plantas. Eins meiner Bücher aus Spanien, neu gekauft. In dem Buch werden Geschichten und Legenden über magische Pflanzen erzählt. Wer Storl gelesen hat, findet vieles bereits Bekanntes wieder. Viele Zaubersprüche, Redenarten etc. wurden in Asturisch aufgezeichnet, das ich nicht so gut verstehe. Abgerundet wird alles mit Zeichnungen und vielen Photos. Das Buch wurde zum zehnjährigen Jubiläum des botanischen Gartens in Gijón vom botanischen Garten selbst erstellt und herausgegeben, so daß man es nicht im Handel bekommen kann 🙂 Mir hat’s gefallen, auch wenn ich nicht alles verstehen konnte. 4/5.
  • Petra Cnyrim: Das Buch der fast vergessenen Wörter. Sachbuch, aus der Bibliothek. Die Autorin listet bedrohte Wörter und erklärt ihren Ursprung. War sehr kurzweilig und irgendwie auch ein bißchen traurig. Und mir ist aufgefallen, wie viele alte Wörter ich benutze ♥ 4/5. Von derselben Autorin hatte ich mir auch noch das Buch der leider vergessenen Wörter ausgeliehen, das ich aber nur durchgeblättert habe und daher nicht in meine Leseliste aufnehme.
  • Guus Kuijer: Ich fühle mich wie Apfelmus. Kinderbuch, gebraucht gekauft. Jonathan denkt sich gern Geschichten aus und ist in seine Lehrerin verliebt. Das Buch hatte ich mal in meiner Kindheit gelesen, konnte mich aber nicht mehr wirklich an die Geschichte erinnern. Sie ist leise und nett und obendrein schön illustriert. 4/5.
  • James Patterson und Bill Gates: The President Is Missing. Thriller, aus der Bibliothek. Die Handlung dieses Thrillers setzt unmittelbar ein: der Präsident der USA befindet sich in einer Befragung im Kongress, die dazu führen könnte, daß er des Amtes enthoben wird. Hat er wirklich einen Deal mit einem Cyberterroristen gemacht? Kurz danach verschwindet der Präsident von der Bildfläche und seine Gegner vermuten, er sei geflohen. Nach und nach wird klar, daß er lediglich versucht, einen Cyberterrorangriff abzuwenden, der das Machtgefüge der Welt verändern könnte… Gut gefallen hat mir, daß die Handlung sich erst nach und nach entfaltet und man bis fast zum Schluß nicht recht weiß, worum es genau geht und wer der Verräter ist. Dann jedoch kommt man selber scheinbar schneller drauf als der Präsident und seine Berater. 4/5.
  • Nigel Barley: Auf den Spuren von Mr. Spock. Sachbuch/Reisebeschreibung, aus der Bibliothek. Barley erzählt von seiner ersten Reise nach Indonesien, wo er ethnologische Studien bei den Toraja betrieben hat. Im Anschluß bittet er vier Holzschnitzer, eine Reisscheune in einem Museum in London zu bauen. Superinteressant und echt zum Schreien lustig. Habe mich bestens unterhalten gefühlt. Definitiv mein Highlight im ersten Quartal! 5/5.
  • Nigel Barley: Traumatische Tropen – Notizen aus meiner Lehmhütte. Sachbuch/Reisebeschreibung, aus der Bibliothek. In diesem Buch beschreibt Barley seine erste Reise zu den Dawayo in Kamerun, wo er ein Jahr lang in einem kleinen Dorf lebt und versucht, die Traditionen und Rituale der Einheimischen zu durchleuchten. Dieses Buch ist wunderbar: lustig, ehrlich und unheimlich aufschlußreich, was den Beruf des Anthropologen angeht. 4/5.
  • Vegard Solheim: Våre tradisjoner. Solheim hat ein sehr interessantes Blog, wo er auf Norwegisch und Englisch schreibt, und so bin ich auf sein Buch gekommen. Hierin beschreibt er die ur-nordische Lebensweise anhand der heidnischen Feste, die er genauestens analysiert. Leider verpaßt er, über Ahnen- und Fruchtbarkeitskult hinauszugucken, so daß ich mir das letzte Viertel des Buches geklemmt habe. Schade. Das Norwegisch war trotzdem gut verständlich. 3/5.
  • Joshua Hammer: The Bad-Ass Librarians Of Timbuktu And Their Race To Save The World’s Most Precious Manuscripts. Sachbuch, aus der Bibliothek. Hammer erzählt in diesem Buch die Geschichte der fast 400.000 Codices, die ein Bibliothekar aus Mali ganz allein zusammengetragen hat. Die wertvollen Handschriften wurden in einer eigens erbauten Bibliothek in Timbuktu aufbewahrt, bis islamistische Extremisten 2012 in Mali einfielen und die Handschriften zerstören wollten. In Nacht- und Nebelaktionen wurden die Handschriften erneut gerettet und in den Süden des Landes gebracht, wo sie ohne westliche Hilfe dennoch verrotet wären. Hammer hat eigentlich eine unheimlich spannende Geschichte zu erzählen, verpaßt es aber komplett, sie interessant zu gestalten. Ich habe mich regelrecht durch das Buch hindurchgequält. Sehr schade! 2/5.
  • Jean-Christophe Grangé: Die letzte Jagd. Thriller, aus der Bibliothek. Niémans und seine Assistentin Ivana ermitteln im Schwarzwald, wo der Sproß einer der reichten Familien Deutschlands im Wald ermordet aufgefunden wird. Seine Leiche erinnert an die Zurichtung des getöteten Wilds bei Pirschjagden. Die beiden Ermittler befassen sich daraufhin mit Hilfe ihrer deutschen Kollegen mit der Familie von Geyersberg und werden dabei mit einer Hunderasse, die seit dem zweiten Weltkrieg ausgestorben ist, und den Schwarzen Jägern, einer Gruppe von Nazis, konfrontiert. Ja, und das ist auch einer der beiden Gründe, warum ich das Buch ziemlich schlecht fand. Ernsthaft – schon wieder die Nazis in Deutschland? Das ist leider wenig originell. 2/5.
  • Christoph Ransmayr: Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Roman, aus der Bibliothek. Ransmayr erzählt in diesem Buch zwei Geschichten parallel, nämlich einmal die der österreichisch-ungarischen Nordpolexpedition von 1872-74 und dann die von Josef Mazzini, einem Lastwagenfahrer, der mehr als einhundert Jahre später, nämlich 1981, von der Payer-Weyprecht-Expedition inspiriert, selbst in die Arktis reist, wo er nach dem gescheiterten Versuch, das Kaiser-Franz-Josef-Land zu erreichen, auf Spitzbergen verschwindet. Die parallele Erzählweise und der depressiv anmutende Stil haben mir nicht gut gefallen (das war schon bei anderen Ransmayr-Büchern so). Hätte er nur die Geschichte der Expedition erzählt, wäre das Buch ein Knaller gewesen, aber so fühlte sich die für mich interessante Geschichte fragmentiert an. 3/5.

Ich glaube, ich werde ab sofort monatlich meinen Bücherrückblick veröffentlichen…bei der Menge wird es allmählich unübersichtlich…

Speiseplan #227, Oster-Edition

  • Montag: Pizza und Salat
  • Dienstag: Gnocchi und Broccoli in Tomatensauce
  • Mittwoch: Curry aus gelben Linsen und Spinat, dazu Reis
  • Donnerstag: Fajitas mit Paprika und schwarzen Bohnen, als Dessert Tiramisù
  • Freitag: Paella mit grünen Bohnen, Paprika und Erbsen
  • Samstag: Hackbraten, geröstete Möhren, Tomatensauce und Spaghetti
  • Sonntag: Linsensuppe mit Mettwürstchen
  • Montag: selbstgemachte Falafel, frisches Baguette und Joghurt-Dip, dazu Möhrenrohkost
  • Dienstag: UWYH

Thrifty Thursday #3

Zuerst mal ein Bild von den sieben Büchern, die ich geschenkt bekommen habe:

Sie sind alle wie neu und ich freue mich sehr auf die Lektüre. Danach werden sie übrigens in den Bücherschrank kommen, damit jemand anders sie lesen kann. Allgemein lese ich dieses Jahr noch mehr als im letzten und bin froh, daß ich dabei keine Bücher anhäufe – bereits jetzt wären das mit diesen hier nämlich schon 29…

leider sieht der Tischläufer auf dem Bild schmuddelig aus, tatsächlich ist er schneeweiß

Neulich hatte ich ja davon geschrieben, daß ich keine Tischdeko mehr kaufen möchte. Diese Woche habe ich dann in den Kleinanzeigen einen weihnachtlichen Tischläufer gefunden, der zu verschenken war. Da mußte ich dann nur das Porto für eine Warensendung übernehmen. Ist der nicht hübsch? Ich mag solche handgestickten Sachen total gern ♥

Dann habe ich mal wieder einen Brotaufstrich gemacht, der uns bestimmt seit 20 Jahren und mehr begleitet. Er besteht nur aus einer Knolle Fenchel, etwas Knoblauch, Olivenöl, etwas Salz und ein wenig Pesto (frisches Basilikum geht auch). Das alles wird in der Küchenmaschine mit dem Flügelmesser geschlagen, bis man die gewünschte Körnigkeit erreicht hat. Mit einer Scheibe frischem Brot drunter superlecker.