Thrifty Thursday #39

Am letzten Wochenende habe ich mir zum ersten Mal ein Junk Journal gebunden. Hatte ich noch nie gemacht, aber ich finde, es ist richtig cool geworden. Verwendet habe ich dafür nur Altpapier, also Kalenderblätter, Zeitungsseiten, Packpapier und Co. sowie ein Buchbindeset, das ich mir preisreduziert gekauft habe (in der Beschreibung stand, es sei total defekt, aber de facto war lediglich der Karton drumherum etwas zerbeult). Im Grunde habe ich dann bloß alle Papiere auf die Hälfte gefaltet, ineinandergesteckt, mit einer Ahle fünf Löcher reingebohrt und dann alles vernäht. Hält bombig.

Da ich keinen Verschluß eingebaut habe, klipse ich es zur Zeit mit einer Buchbinderklammer zu, aber irgendwie gefällt mir das nicht so gut. Vielleicht nehme ich dafür lieber eine Riesenbüroklammer oder so.

Bei YouTube findet man viele Junk Journal Tutorials, bei denen die Macherinnen viele teure Papiere einbinden oder teure Extras (Scrapbooking-Papier, gekaufte Tags und Aufkleber etc.) verwenden. Bei meinem Junk Journal habe ich darauf verzichtet und wirklich nur Altpapier verwendet, also nicht einmal Origamipapier oder ähnliches, was ich hier so rumfliegen habe.

Beim Art Journaling verwende ich immer Aquarellpapier und ich hatte etwas Sorge, daß das dünne Papier im Junk Journal durchweichen könnte, wenn ich es so stark bearbeite wie sonst auch, aber mit einer Schicht Gesso drunter geht es doch ziemlich gut. Ich achte trotzdem darauf, nicht so stark zu reiben und das Papier immer gut trocknen zu lassen, bevor ich die nächste Schicht auftrage.

Ich habe bisher das Gefühl, daß es für mich beim Junk Journal schon ein anderes Arbeiten ist. Bei den fertig gekauften Büchern habe ich manchmal das Gefühl, ich sollte am besten nur schöne Seiten produzieren, aber bei diesem UWYH-Projekt fühle ich mich freier, auch einfach mal zu experimentieren oder etwas zu vergeigen (was ich eigentlich nie mache, weil ich im Grunde alles schön finde und es vor allem auch einfach total viel Spaß macht).

Ich habe auch festgestellt, daß ich mich zur Zeit total zur abstrakten Malerei hingezogen fühle, weil sie soviel Freiraum für Experimente bietet und mir auch den Druck nimmt, irgendwas Vorzeigbares produzieren zu „müssen“.

Alles in allem habe ich gerade viel Freude an dem ganzen Projekt.

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