Gelesene Bücher im Dezember 2021

  • Sally und Sarah Clarkson: The Life-Giving Home. Sachbuch, vor Jahren gebraucht gekauft. Die beiden christlichen Autorinnen – Mutter und Tochter – beschreiben, wie in ihrer Familie der Lauf des Jahres im Kontext ihres Glaubens zelebriert wird und sie geben viele Beispiele aus ihrem Familienleben, wie man was machen kann. Genau das ist der Haken. In Familie Clarkson ist alles heile Welt und ganz wunderbar und das ist für mich ziemlich gruselig zu lesen, denn in meiner Familie ist es das nicht, egal wie hübsch ich den Tisch decke. Vielleicht hilft es, das Buch zu mögen, wenn man an Gott glaubt, ich weiß es nicht. Von mir nur 2/5.
  • Oliver Pötzsch: Das Buch des Totengräbers. Krimi, aus der Bibliothek. Wien, 1896: mehrere junge Frauen werden grausig ermordet. Der Täter schneidet ihnen nicht nur die Kehle durch, sondern pfählt sie auch. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt, frisch aus Graz eingetroffen, sieht sich bei seinem ersten Fall in Wien jedoch auch mit geköpften Leichen, Untoten und Vampiren konfrontiert, und mit einem Totengräber, der nicht nur fiedelt wie ein Profi, sondern auch noch wissenschaftliche Bücher schreibt. Und dann ist da noch der Skandal um einen unehelichen Halbbruder des Berühmten Johann Strauss jr., der möglicherweise etwas mit den anderen Verbrechen gemeinsam haben könnte… Toller Schmöker! Pötzsch schafft es, das Wien an der Schwelle des 20. Jahrhunderts für den Leser wachzurufen, und daß der Roman im Herbst spielt, ist natürlich gerade sehr stimmungsvoll. Rundrum gelungen. 4,5/5.
  • Hiro Arikawa: Satoru und das Geheimnis des Glücks. Roman, aus der Bibliothek. Satoru und sein Kater Nana machen eine Reise quer durch Japan. Sie besuchen Menschen, die Satoru von früher kennt, auf der Suche nach einem Ort, an dem Nana fortan leben soll. Obwohl sich doch bereits von Anfang an klar abzeichnet, was geschehen wird, hat das Buch mich kalt erwischt. Habe mir echt die Augen ausgeheult, vielleicht auch deswegen, weil ich mich und mein Miezchen so in der Beziehung zwischen Satoru und Nana wiedergefunden habe. 5/5.
  • Madison Smartt Bell: Die Farbe der Nacht. Roman, gebraucht gekauft. Als in New York die Twin Towers zusammenfallen, erfaßt eine Fernsehkamera Maes ehemalige Geliebte Laurel, mit der sie in einer Hippiecommune zusammengelebt und Menschen getötet hat. Mae macht sich auf, Laurel zu finden. Mehr möchte ich von diesem Hammerbuch gar nicht verraten. Es hat auf mich eine krasse Sogwirkung gehabt, vielleicht auch weil Traumata, PTBS und die dunklen Seiten der 60ies so meine Themen sind. 5/5.
  • Dirk Rossmann: Der neunte Arm des Oktopus. Thriller, aus der Bibliothek. Die Staatschefs der USA, von Rußland und China gehen eine G3 genannte Allianz zur weltweiten Durchsetzung des Klimaschutzes ein, nötigenfalls auch mit militärischer Intervention. Die Welt guckt zu bzw. findet das auch echt total toll, bloß Brasilien weigert sich erstmal, bis die G3 ein paar Flugzeugträger und Truppen hinschicken. Mann, was für ein Machwerk. Die Idee hätte ich noch nicht einmal schlecht gefunden, aber daß die Welt sich anguckt, wie diese „G3“ sich anmaßt, alle zu Klimafreundlichkeit zu zwingen, ist doch sehr utopisch, zumal auch nie erklärt wird, was bitte die Staatschef drei der größten Umwelsauländer weltweit dazu bewegt, plötzlich zu Ökodiktatoren zu werden. Die Erzählweise und der Stil dieses „Thrillers“ ist ebenfalls unterirdisch. Ständig werden neue Figuren eingeführt, deren Fäden überhaupt nicht weitergeführt werden oder die nur nochmal kurz in der Endzusammenfassung auftauchen. Es gibt also keinen „Held“, dem man folgen oder mit dem man mitfiebern könnte. Diese Rolle übernimmt quasi ein Schurke, den man natürlich nicht mag, und der am Ende das erste Mal in seinem Leben gleich drei Fehler auf einmal macht und daher stirbt. WTF. Auch agieren und kommunizieren Leute völlig hohl und beiläufig, nichts wirkt, als sei es ernstgemeint. Der Schreibstil hat mich auch genervt: in Szenen, die spannend sein könnten, verrennt sich der Autor plötzlich in merkwürdig unpassenden Details (er listet z.B. auf, welches Fertigfutter die amerikanischen Soldaten dabei haben) oder zoomt raus (anstatt in der Action-Szene zu bleiben, labert er plötzlich von den Sternen). Außerdem springt der Autor ständig in der Zeit, so daß man am Ende völlig verwirrt ist, zumal eine Handlung, die 80 Jahre in der Zukunft spielt, völlig losgelöst von allem existiert und auch keine Auflösung findet (noch ein Nerver: 80 Jahre in der Zukunft wissen die Menschen scheinbar plötzlich nicht mehr, was Frachtcontainer sind…). Am Ende entblödet Rossmann sich auch nicht, sich selbst in die Geschichte reinzuschreiben, natürlich als Kumpel von Altkanzler Schröder, dem er sein Lieblingsbuch – Sy Montgomerys „Rendezvous mit einem Oktopus“ – empfiehlt. Ja, Montgomerys Buch ist wunderbar, und daß Rossmann es mag, ist verständlich. Aber ich glaube, dieser „Thriller“ konnte nur publiziert werden, weil Rossmann bekannt ist. Kein Verlag wäre sonst auf die Idee gekommen, diesen Schwurbel zu veröffentlichen. In meiner Jahreswertung ist das das schreckliste Buch überhaupt und kriegt wohlverdiente 0/5.
  • Tessa Korber: Die Katzen von Montmartre. Krimi, aus der Bibliothek. Auf dem Montmartre lebt eine Gruppe von Streunern zusammen mit ihren Menschen. Da ist zum Beispiel Bonnard, der Friedhofskater, der den Trauernden Trost spendet. Oder Suzanne, die bei der Pattisière Mme Vallaron lebt und durch deren Sahnekreationen ein wenig dicklich geworden ist. Die schöne Routine der Menschen und ihrer Miezen wird jedoch jäh unterbrochen, als plötzlich viele Dinge gleichzeitig geschehen. Grisette, die getigerte Graue von Madame Chauchat, verschwindet. Ein schwarzer Junge taucht im Viertel auf. Ein obdachloser Maler lebt auf dem Friedhof. Und ein junges Mädchen wird ermordet. Korber erzählt die Geschichte sowohl aus Katzen- als auch aus Menschenperspektive. Ich wußte bis zum Schluß nicht, wer der Mörder des Mädchens ist. Hat mich gut unterhalten und war sehr einfühlsam und liebenswürdig erzählt. 4/5.
  • Christoffer Carlsson: Unter dem Sturm. Krimi, aus der Bibliothek. Isaks Onkel Edvard wird beschuldigt, seine Freundin erschlagen und dann mitsamt ihrem Haus angezündet zu haben. Isak, der viel Zeit mit seinem Onkel verbracht hat, entwickelt im Laufe seiner Pubertät den Gedanken, daß auch in ihm das Böse wirken könnte, und manchmal, wenn die Wut über die Lästereien über seinen Onkel zu arg werden, explodiert er. Vidar, der 1994, als der Mord geschah, Polizist war, es aber 2017, als der Roman endet, nicht mehr ist, hatte schon immer subtile Zweifel an Edvards Schuld. Parallel und manchmal gemeinsam mit Isak ermittelt er, bis er den wahren Täter findet. Warum dieser Krimi so stark gehyped wurde, weiß ich nicht, denn ich sehe in ihm einen absolut typischen skandinavischen Krimi mit einer gehörigen Portion Sozialkritik, den üblichen Depressionen und sogar Rassismus hat Carlsson noch einbauen können. Der Schreibstil ist träge und die 460 Seiten haben viele unnötige Längen. 2/5.
  • Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels. Roman, aus der Bibliothek. Pollock erzählt in diesem Roman die Geschichte des jungen Arvin, der in den 50er Jahren in Ohio bei seiner Großmutter aufwächst, nachdem seine Mutter an Krebs gestorben ist, worauf sein Vater Selbstmord begangen hat. Uns begegnen aber auch Roy und Theodore, zwei durchgeknallte Prediger, die Roys Frau getötet haben, um zu beweisen, daß Roy Tote wecken kann. Ihre Tochter Leonore wird zufällig von derselben Frau aufgezogen wie Arvin. Und dann sind da noch Carl und Sandy, zwei Serienkiller, die mit dem korrupten Sheriff verwandt sind. Der Leser taucht hier ein in die schwül-schmuddelige Welt des ländlichen Ohios Mitte des 20. Jahrhunderts, eine Welt, in der die Menschen es auch dann nicht schaffen, sich selbst aus ihrem Elend zu befreien, wenn sie im Grunde ihres Wesens nicht schlecht sind. Religiöser Fanatismus, Armut, Alkoholismus und nicht zuletzt eine essentielle Perspektivlosigkeit führen jedoch auf direktem Weg in die Verzweiflung. Mir hat die Verkettung der Einzelschicksale besonders gefallen, das war echt interessant. Pollock schreibt intensiv und packend, auch wenn das Ende keine Überraschung war. 4/5.
  • Burkhard Benecken und Christoph Wöhrle: Tatort Unterwelt – Ein Strafverteidiger gibt unzensierte Einblicke in kriminelle Parallelgesellschaften. Sachbuch, aus der Bibliothek. In diesem Buch werden allerlei Kriminelle verschiedener Ausrichtungen porträtiert – ein interessanter Einblick in die Parallelgesellschaften, die es hier in Deutschland so gibt. Das Buch hat mich wütend gemacht und ich glaube, es wird besser sein, Vergleichbares nicht zu lesen. 3/5.

Abgebrochen:

  • Ernest Cline: Ready Player Two. Roman, aus der Bibliothek.

Und gehört habe ich:

  • Ragnar Jónasson: Nebel (Hulda 3). Thriller, aus der Bibliothek. Das Ehepaar Einar und Erla lebt auf einem Bauernhof weitab des nächsten Dorfes. Im Winter sind sie immer wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten. Am Tag vor Weihnachten klopft ein Fremder an ihre Tür: Leo. Er behauptet, er sei mit Freunden jagen gewesen und habe sich verwirrt, doch wo ist sein Gewehr? Und warum schleicht der Mann nachts durch’s Haus? In diesem Thriller ist nichts, wie es anfangs scheint. Hat mir aus der Hulda-Reihe am besten gefallen. 4/5.

WochenendRückblick #265

[Wetter] Keine Ahnung am Samstag. Niesel am Sonntag.

[Gemacht] Samstag hat mein Mann mir zum Frühstück Bratkartoffeln und Spiegelei aus Weihnachtsracletteresten gemacht. Dann habe ich gelernt und Quatsch bei YT geguckt. Nachmittags habe ich gepuzzled – und plötzlich war es spät! Nach dem Abendessen haben wir die letzten Folge der ersten Staffel von „Das Rad der Zeit“ geguckt, wobei ich weiter gepuzzled habe. Später habe ich noch ein bißchen meinen Kreativschrank umgeräumt, bin aber noch nicht fertig geworden.

Sonntag war ich ziemlich müde. Der Mann und ich haben erstmal Tee getrunken, dann sind wir rausgefahren, damit der Mitbewohner saugen konnte. Wieder daheim, hat mein Mann gewischt und ich habe das Bad geputzt. Später habe ich gelesen und gelernt. Nach dem Abendessen haben wir gekniffelt und was geguckt und jetzt lese ich noch.

[Sprachen] NL und NOR bei Duo.

[Gehört] Die drei Fragezeichen.

[Gelesen] Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels.

[Gesehen] Das Rad der Zeit (das war so mies, daß ich nicht weitergucken werde). Shooter.

[Gegessen] Neben den Plansachen: Orangen. Besagte Bratkartoffeln mit Spiegelei. Bananen-Schoko-Kuchen.

[Gekauft] Nix.

[Ausblick auf die nächste Woche] Eine ruhige Woche. Ich werde nicht zum Einkaufen mitgehen, ist mir zu wuselig und kalt gerade. Ich will noch anderthalb Bücher fertiglesen 🙂

Niederländisch #46

Diese Woche habe ich überraschend viel bei Duolingo geschafft. Ich habe zwei Skills vergoldet und einen dritten begonnen. Ich denke mal, das liegt daran, daß es vor allem um Vokabeln zu bestimmten Themen ging und nicht so sehr um neue Grammatikinhalte. Trotzdem komme ich immer wieder an dem Punkt vorbei, wo ich denke, ach, es klappt schon ganz gut – und dann haut Duolingo mir einen Satz um die Ohren, den ich mir beim besten Willen nicht erklären kann :totlach:

Was mir auch immer wieder in diesem Kurs passiert: Duolingo erwartet Antworten, die nach allem, was ich bisher gelernt habe, falsch sein müßten, es aber offenbar nicht sind. In den Kommentaren steht dann manchmal, daß es halt auch Ausnahmen gibt – halt so ohne Erklärung :scratch: Immerhin weiß ich jetzt, wieso Fortgeschrittene so oft rumwitzeln, daß Niederländisch ganz einfach ist – bis auf die paar Ausnahmen… 😉

Thrifty Thursday #41

Der Dezember ist bisher unser teuerster Monat, was die Ausgaben für Lebensmittel angeht. Nicht weil wir an den Feiertagen ausflippen werden, sondern weil wir ordentlich aufgestockt haben – schließlich könnte es jederzeit passieren, daß wir zwei Wochen in Quarantäne müssen, z.B. wenn der Sohn sich auf der Arbeit mit Corona infizieren würde. Dazu kommt, daß die Knappheit bei bestimmten Lebensmitteln im letzten Jahr bei mir so einen Hamstertrieb getriggert hat, den ich überwundern geglaubt hatte. Ja nö. Wir haben jetzt auf jeden Fall genug Lebensmittel im Haus, um zu viert 14 Tagen vernünftig essen zu können (ok, vermutlich auch länger…).

Diese Woche habe ich sehr viel am Junk Journal gewerkelt. Ich hatte ja einen ganzen Schwung Landleben-Zeitschriften geschenkt bekommen und in einer Weihnachtsausgabe davon waren wirklich sehr schöne Fotos drin, die ich verbastelt habe. Ich habe auch eine Menge Collagen aus altem Papier geklebt, Tagebuch in das Journal geschrieben und ein paar Listen angelegt, z.B. für „Winterbücher“ und so. Es ist schon ein ganz anderes Arbeiten in diesem Junk Journal als z.B. in einem gekauften Aquarellbuch. Ich habe in den letzten Monaten etwa 32 Lektionen von Lifebook 2017 (!) nachgeholt und immer schwang da die Sorge mit, eine Seite zu versauen – ist aber de facto nie passiert, ich liebe echt alles, was ich gemacht habe. Im Junk Journal liegt die Schwelle niedriger, überhaupt mal anzufangen. Ich habe keine Bedenken, daß ich etwas versieben könnte, weil es mich nichts gekostet hat und ich im Zweifelsfall auch Seiten rausreißen könnte. Tatsächlich überlege ich, ob ich mir für einen der Kurse, die ich im kommenden Jahr belegen werde, auch ein Junk Journal machen soll. Genug Material hätte ich allemal.

Diese Woche habe ich mir auch etwas Neues zum Spielen gegönnt, nämlich ein Puzzle und eine Puzzlematte. Wegen der Schuhe kann ich nicht lange am Tisch sitzen und brauche daher eine Möglichkeit, wie ich auch auf dem Sofa puzzlen kann. Ich werde mir eine leichte, aber große Pappe auf mein Kniekissen legen, dann kommt die Matte darauf und dann kann ich loslegen. Ich habe etwa 35 Jahre keine Puzzle mehr gelegt – bin mal gespannt… Woher der Impuls jetzt kam, weiß ich nicht, aber ich finde es wichtig, auch mal was Neues zu machen, außer Lesen und Lernen (und Malen).

Richtig viel Geld habe ich diese Woche dann noch für einen Riesenblumenstrauß für meine Therapeutin ausgegeben. Sie geht jetzt in den Ruhestand und ich wollte mich damit für unsere tolle, fruchtbare Zeit bedanken. Auf der Liste der Menschen, die mein Leben am meisten bereichert haben, steht sie sehr weit oben ♥

WochenendRückblick #264

[Wetter] Grau und kühl.

[Gemacht] Samstag sind der Mann und ich eine Currywurst essen gefahren, damit der Mitbewohner saugen konnte. Auf dem Weg haben wir noch Post weggebracht und sind kurz beim Boesner reingeschneit. Wieder daheim, haben wir uns Tee gemacht, uns unterhalten und dann gelernt. Abends haben wir einen geliehenen Film geguckt und danach habe ich gelesen, im Junk Journal rumgeklebt und gelernt.

Sonntag haben der Mann und ich zusammen gefrühstückt, dann hat er seinen Film zuende geguckt und ich habe gelernt. Später habe ich gelesen und in meinem Junk Journal gearbeitet. Nach dem Abendessen dann Kniffel, Film, mehr Junk Journal und noch ein Film.

[Sprachen] NL und NOR bei Dolingo.

[Gehört] Die drei Fragezeichen.

[Gelesen] Christoffer Carlsson: Unter dem Sturm.

[Gesehen] Die Reise zur geheimnisvollen Insel. Shooter. Abgeschnitten.

[Gegessen] Eine Currywurst. Bananen.

[Gekauft] Einen neuen Wasserhahn.

[Ausblick auf die nächste Woche] Therapie, Einkaufen. Weihnachten überstehen.

Niederländisch #45

Diese Woche habe ich für meine Verhältnisse recht wenig gemacht, weil ich mehr in meinem Junk Journal gearbeitet und nebenher Filme geguckt habe 🙂 Zum Vokabelwiederholen konnte ich mich einfach nicht aufraffen.

Ich habe auch mal wieder angefangen, Norwegisch zu wiederholen, weil es sich doch mit Niederländisch ganz schön in die Quere kommt.

Im Moment habe ich auch keine Lust, Lehrerstunden zu nehmen. Liegt gerade bis auf die eine Stunde Spanisch im Monat auf Eis.

Bei Duo habe ich diese Woche zwei Skills vergoldet und einen dritten angefangen.

Thrifty Thursday #40

Beim letzten Wischen ist der Mopp-Auswring-Aufsatz von unserem Eimer gebrochen. Wir hatten gehofft, daß man einfach diesen Aufsatz austauschen könnte, aber das geht natürlich nicht – am Ende mußten wir doch einen kompletten Eimer neukaufen. Mich hat das nicht nur wegen der Kosten geärgert, sondern vor allem wegen dem Extra-Plastik. Den alten Eimer können wir natürlich noch für andere Dinge verwenden, aber wir haben jetzt trotzdem einen neuen Eimer, den wir eigentlich gar nicht wollten.

Abgesehen davon geht es jetzt natürlich steil auf Weihnachten zu. Wir haben bei unserem Wocheneinkauf schon ein paar Dinge eingepackt, die wir erst in der kommenden Woche brauchen werden, einfach um den Einkauf kurz vor den Feiertagen so klein und schnell wie möglich zu halten.

Weihnachten fällt dieses Jahr bei uns zum ersten Mal quasi aus. Ich habe eigentlich nur das gemacht, was mir selbst gefällt, also ein wenig Deko in der Küche platziert und für den 24. Raclette eingeplant. Allgemein war 2021 für mich ganz schön fordernd, was meine Familie angeht. Ich habe in den letzten 13 Jahren unglaublich dafür gekämpft, diese Familie zum Funktionieren zu kriegen, mußte aber einsehen, daß ich das alleine nicht schaffen kann. Mein Fokus liegt jetzt konsequent auf den Fragen: was brauche ich? Was tut mir gut? Und es tut mir einfach nicht gut, mir ein Bein dafür auszureißen, die Weihnachtszeit für alle schön und angenehm zu gestalten (außer für mich selbst), wenn mir von zwei Dritteln meiner Familie maximale Wurschtigkeit entgegengebracht wird. Mein Sohn hat mir z.B. ein ausrangiertes Buch von sich zu Nikolaus geschenkt, dabei verdient er eigenes Geld und kommt jeden Tag an einem Supermarkt vorbei. Und ich hatte es ihm sogar einfach gemacht und gesagt: ich würde mich auch über eine Packung Reis oder Nudeln freuen. Nachdem er auch meinen Geburtstag ignoriert hat, bin ich jetzt an dem Punkt angekommen, wo ich entschieden habe, daß es mir reicht. Mehr Verletzungen muß ich mir nicht abholen. Er wird keine Geschenke mehr von mir bekommen und ich habe auch meine Hoffnung, daß er vielleicht doch bereit ist, sich ein wenig Mühe zu geben, abgeschafft. Natürlich ist es traurig, wenn man aus Selbstschutz Mauern statt Brücken bauen muß, aber meine ganzen Brückenbausätze liegen halt einfach zerstört im Fluß, der uns trennt.

In Hinblick auf die Zukunft ist mir klar geworden, daß ich nur mit maximalem Abstand eine Chance darauf habe, zu heilen und wieder zu mir selbst zu finden. Weihnachten zu ignorieren, keine Geschenke zu machen etc. entspricht mir eigentlich gar nicht, ganz im Gegenteil. Aber ich kann und will nicht mehr. Bin völlig leergesaugt.

Allgemein sind die Feiertage am Jahresende für mich belastet und belastend. Ich versuche dieses Jahr mal, möglichst viel zu lesen und zu malen und mir auch klarzumachen, daß altes Zeug vergangen ist und nicht mehr bis heute reinwirken muß. Mal sehen, wie gut das klappt. Ich habe mir dafür jetzt einen großen Stapel Bücher ausgeliehen. Da ich mein Leseverhalten tracke, hoffe ich mal, meinen Monatsdurchschnitt gelesener Bücher auch im Dezember zu halten 🙂