Thrifty Thursday #26

Diese Woche denke ich viel über das Verzetteln nach. Seit ich wieder ein bißchen male und an meinem alten Lifebook-Kurs arbeite, bin ich öfter mit dem konfrontiert, was andere für Materialien benutzen oder haben. Ich habe z.B. vor, mir ein Junk Journal zu machen, doch de facto kommt bei mir gar kein Papier“müll“ mehr an, weil wir alle Printkataloge und -werbeblättchen abbestellt haben. Wie einfach wäre es, Papiere zu kaufen, vor allem weil es so umwerfend schöne Scrapbookpapierbögen gibt. Das würde natürlich der Idee eines Junk Journals zuwiderlaufen, aber hey, schön wäre es schon. Und da wir nicht einmal mehr Zeitschriften kaufen, habe ich eigentlich auch nie genug Material für Collagen. Bilder auszudrucken, ist halt auch eher teuer und durch unseren Tintenstrahldrucker läuft man Gefahr, daß sie im Kontakt mit Kleber ausbluten. Ich habe jetzt ein paar Bekannte gefragt, ob sie vielleicht für mich „Altpapier“, Schnipsel, Zeitschriften etc. haben. Eigentlich ist es ja cool, daß sowas bei uns nicht mehr aufläuft, aber jetzt gibt es da für dieses Projekt eben einen Mangel.

Mein Gehirn ist ohnehin auf Mangel ausgerichtet. Ich akzeptiere, daß das eng mit meiner Lebensgeschichte verknüpft ist, und ich kriege das im Alltag mittlerweile sehr gut auf die Kette, wenngleich die Knappheit von manchen Produkten in der Anfangsphase von Corona ihren Teil dazu beigetragen hat, daß ich inzwischen wieder mehr bevorrate, ohne zu horten. Aber das Gefühl, das sich gerade in meinen kreativen Prozeß einschleicht, ist doof. Heute z.B. habe ich ein Unboxing-Video geguckt, in dem eine Frau, die Scrapbooing macht, eine ganze Kiste „Stationary“, also quasi Schreibwaren, auspackt. Mein innerer Gollum wollte auch gern sowas bestellen, natürlich. Habe ich aber nicht, denn ich mache ja nicht mal Scrapbooking! Habe ich nicht erst letzte Woche davon geschrieben, daß ich im Grunde keine Shopping-Impulse mehr hätte? :PSoviel dazu. Es kommt wohl darauf an, wie verlockend der „Köder“ ist. Allerdings hat mein innerer Gollum erkannt, daß die Anschaffung von mehr Material auch mit einer Erhöhung des Drucks verknüpft wäre, denn ich bin sehr anfällig für dieses „es war teuer, also soll es auch benutzt werden“-Dogma.

Mit unserer Renovierrunde in Küchenflur und Gästeklo geht es weiter. Für den Flur haben wir jetzt Dämmplatten bestellt, die so in etwa drei Wochen verfügbar sind. Würde man sie per Spedition liefern lassen, wären sie bereits kommende Woche da, aber das kostet schlappe 60 € Aufpreis, die wir uns gern sparen, indem wir die Platten halt selbst im Baumarkt abholen. Nur eben später. Für den Flur werden wir auch noch Farbe und einen neuen Bodenbelag brauchen, nachdem der alte leider ein Opfer diverser Fehlpinkeleien unserer Miezen geworden ist… Jetzt soll ein Klick-PVC drauf, das anders als Laminat nicht aufquillt.

Etwas, das ich auch noch gebraucht gekauft habe, ist ein Zero Waste Kochbuch. Gab es für 6 statt für 19 € und da habe ich zugeschlagen. Das Buch ist neuwertig, hat nur einen kleinen Knick auf dem Rücken, und das Beste: es bietet echt eine Menge interessanter neuer Rezepte und Ideen.

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