Thrifty Thursday #23

Der Mann und ich haben unsere Vorratsinventur beendet und werden wohl noch ein paar Wochen damit beschäftigt sei, ein paar Dinge endlich mal zu benutzen bzw. aufzubrauchen. Was mir daran gefällt, ist, daß wir damit vermeiden, Lebensmittel wegzuwerfen, und es hilft auch dabei, mal was Neues auszuprobieren. Zum Beispiel einen Kuchen, den wir noch nie hatten 🙂 Von den Haferkeksen, die mir mein Sohn zu Nikolaus verehrt hat, war nämlich immer noch etwas übrig, also habe ich sie zerschlagen und dann mit geschmolzener Blockschokolade und etwas Kokosöl in einen Kuchenboden verwandelt. Nach zwei Stunden im Kühlschrank kam eine Packung SoyaToo aus dem Vorrat darauf, die ich mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone aromatisiert hatte. Blaubeeren drauf und fertig. War superlecker!

Wir haben aber auch Dinge gefunden, die mich ein wenig ratlos zurücklassen. Vor einigen Jahren hatte ich z.B. mal einen Brombeerschnaps aufgesetzt. Er hat eine wunderschöne Farbe und duftet herrlich, aber ich trinke keinen Alkohol so. Vielleicht kann ich den mal eßlöffelweise in Desserts verwenden, z.B. in einem Trifle oder etwas Ähnlichem. Und nach einem Todesfall in der Familie vom Mitbewohner hat er jede Menge Wein geerbt, der auch immer noch hier rumsteht, weil ihn keiner trinkt. Ideen bisher: Rotweinkuchen (da gehen immerhin 125 ml von zig Litern für drauf, lol…), Zwiebelsauce, Bolo. Ich hoffe, der Wein kippt nicht, bevor wir die Chance hatten, ihn aufzubrauchen… Ich habe allerdings auch einen echten Schatz gehoben, nämlich zwei Gläser meiner selbstgemachten Traubenkirschenmarmelade ♥ Demnächst werde ich mal einen vollwertigen Linzer Kuchen machen und eins dafür als Füllung verwenden.

Bei der wöchentlichen Planung unserer Mahlzeiten haben wir auch schon einige Dinge aufbrauchen können und dabei mal wieder neue Rezepte ausprobiert. Unser UWYH-Essen diese Woche bestand z.B. aus Haferbacklingen (der Hafer war 2019 abgelaufen, aber immer noch gut), gerösteten Gewürzmöhren und einer Art Cole Slaw ohne Kohl aber mit Möhren, Radieschen und Zwiebeln. Lecker! Sogar so lecker, daß wir jetzt mal wieder neuen Hafer gekauft haben :mrgreen:

Außerdem habe ich diese Woche mal Energy Balls gemacht. Früher, so in den 90ern, gab es die ausschließlich bei unserem Ökobäcker und im Teeladen zu kaufen, und wenn ich heute welche mache oder esse, muß ich immer an die Leute von dort denken 🙂 Für meine Energy Balls habe ich 250 g Deglet Nour Datteln, die schon total trocken waren, mit 150 g Haferflocken gemischt und dann augenmaßig soviel Wasser dazugegeben, bis es mir schien, daß die Datteln so eine Chance hätten, ins Leben zurückgeholt zu werden. Das werden vielleicht 80-100 ml gewesen sein. Nachdem die Mischung gut aufgequollen und schon sehr klebrig war, habe ich die anderen Zutaten eingeknetet: im Blitzhacker gemahlene Mandeln und Kakaobits, zerkleinerte Cranberries, zwei fein geraspelte Möhren, etwas Zitronensaft sowie Ingwer-, Zimt- und Pimentpulver.

Diese Masse habe ich nochmal quellen lassen, aber da sie zu feucht war, habe ich mehr Haferflocken eingearbeitet und sie dann erneut quellen lassen, bis der Teig gut formbar war. Dann einfach in beliebiger Größe zu Kugeln formen und fertig. Die Energy Balls sollten kühl aufbewahrt und bald verzehrt werden und wären auch mit allen möglichen anderen Trockenfrüchten und Nüssen/Samen lecker. Ansonsten könnte ich mir noch gut abgeriebene Zitronen- oder Orangenschale drin vorstellen. Wenn ich demnächst nochmal welche mache, werde ich die Datteln vielleicht am Vorabend zusammen mit den Haferflocken ansetzen, dann ist es morgens einfacher für mich.

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