Thrifty Thursday #20

Seit wir wieder öfter Pasta machen, haben wir auch überlegt, es mal mit Gnocchi zu versuchen. Meine Mutter hat früher „schlesische Knödel“ gemacht, für die am Vortag übrig gebliebene Salzkartoffeln zerdrückt und mit soviel Mehl verknetet wurden, bis der Teig nicht mehr geklebt hat. Dann wurde die Masse zu dicken Rollen geformt, in Scheiben geschnitten und in Salzwasser gargezogen. Dazu gab es dann Apfelmus oder fetten Speck, der ausgelassen wurde. Ich war also recht zuversichtlich, daß es nicht allzu kompliziert werden würde, denn viel anders sind Gnocchi ja auch nicht. Ich habe drei Pellkartoffeln gekocht und dann zermust (da wir keine mehligkochende Sorte hatten, habe ich halt die vorwiegend festkochenden genommen und das ging problemlos). Dazu kamen zwei Eier, 1 Teelöffelchen Salz, etwas Muskat und dann eben soviel Mehl, bis der Teig gerade nicht mehr klebte. Ich habe ihn zu Rollen geformt, diese in Stückchen geschnitten und jedem Klößchen noch ein Muster mit der Gabel verpaßt. Fertig. Dazu gab es eine Béchamel mit einem Reststückchen Pancetta, Zwiebeln, Knobi, Muskat und Blattspinat. So gut!

Ich glaube, der Trick war, daß der Teig im Inneren immer noch recht naß und fluffig war. Hätte man Mehl mehr dazugegeben, wären die Gnocchi bestimmt gummihart geworden.

Demnächst möchte ich mal eine Portion Gnocchi zum Einfrieren machen. Seit wir unseren Gefrierschrank effektiver nutzen, ist das, was wir täglich kochen, wirklich nochmal interessanter geworden.

Jedenfalls ist von diesem Gnocchigelage eine Riesenmenge Sauce übrig geblieben, die wir direkt eingetuppert und in den Kühlschrank verfrachtet haben. Am kommenden Tag haben wir Nudeln gekocht, die Sauce nochmal warm gemacht und etwas verdünnt und zusätzlich einige Cherrytomaten, die sowieso wegmußten, dazugegeben. Und das beschreibt ganz gut, wie wir gerade kochen und planen: keine Speiseabfälle, alles aufbrauchen und allgemein nicht so sehr am Rezept orientiert.

Ein weiteres tolles Essen, das es heute gab, ist der Brotauflauf. Wir backen regelmäßig selbst und manchmal bleiben die Enden oder auch mal ein paar Scheiben altbackenes Brot übrig. Diese Reste sammeln wir in einer Tüte im Gefrierschrank. Wenn diese fast voll ist, benutzen wir das Brot für ein Abendessen. Für den Brotauflauf haben wir ein paar Gemüsezwiebeln in wenig Öl angebraten, dann 1 EL Mehl dazugegeben und das Ganze mit frischer Gemüsebrühe aufgefüllt (ca. 1 Liter). Nach ein paar Minuten ist diese Mischung ein wenig angedickt und wird über das altbackene und aufgetaute Brot gegeben. Käse drauf und ab in den Ofen. Schmeckt im Grunde wie eine sehr dickliche Zwiebelsuppe und ist wirklich sehr lecker.

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