Thrifty Thursday #4

Ich habe jetzt bei mehreren YouTubern gesehen, daß sie ihre Gemüseabfälle einfrieren und sammeln, bis sie genug für einen großen Topf beisammen haben, und dann daraus Brühe kochen. Auf die Idee bin ich noch nie gekommen, weil ich immer dachte, daß ich das, was ich in den Kompost stecke, ja eben gerade nicht essen kann oder will, z.B. Möhren- und Zucchinikäppchen, Zwiebel- und Sellerieschalen oder auch Kohlstrünke bzw. deren äußerste Blätter. Aber eigentlich sind diese Sachen in der Regel nicht matschig oder irgendwie schlecht (dann würde ich sie natürlich weiterhin auf den Kompost werfen) – warum also nicht noch etwas mit ihnen anfangen?

Innerhalb von ungefähr zwei, drei Wochen hatten wir jetzt eine große Tüte mit solchen Gemüseschnipseln zusammen und haben aus ihnen am letzten Wochenende eine Brühe gekocht. Einfach das Gemüse in einen großen Topf geben, gerade so mit Wasser bedecken, Salz dazu und dann 45 Minuten köcheln lassen. Die groben Gemüsestücke haben wir mit einem Schaumlöffel rausgefischt und die Brühe dann noch durch ein feines Sieb gefiltert, fertig. Ich war total überrascht davon, wie unglaublich lecker sie geworden ist! Am Sonntag hat der Mann dann eine Gemüsesuppe mit frischen Eiernudeln gemacht – ein Gedicht! Ich denke, das war so fabelhaft, daß wir das mit den Gemüse“abfällen“ beibehalten werden.

Wir verwenden seit Jahren das Gemüsebrühpulver einer Bio-Firma, die allerdings Maltodextrin und Hefeextrakt zusetzt. Für mich war das immer so ein kleiner, fauler Kompromiß, denn eigentlich versuche ich ziemlich engangiert, frei von Zusatzstoffen zu essen, aber das Pulver hat eben funktioniert. Dieses Brühe-Experiment hat jetzt zur Folge, daß ich – wieder einmal – darüber nachdenke, ob ich nicht insgesamt mein Brühpulver selbermachen soll. Uns schmeckt das Essen einfach nicht so gut, wenn wir es nur mit Salz würzen, und Brühpulver scheint nicht allzu schwierig in der Herstellung. Mal gucken.

Und wo wir gerade bei Zusatzstoffen sind: die Kokosmilch, die wir jahrelang gekauft haben, hat neuerdings einen Emulgator drin. Für mich ganz unverständlich, aber okay. Wir haben jetzt mal drei unterschiedliche Kokosmilchen von verschiedenen Herstellern gekauft, deren Produkt immer nur aus Kokos und Wasser besteht. Da müssen wir uns jetzt mal durchtesten. Leider gibt es alle drei Milchvarianten aber nur in 400-ml-Dosen und wir haben bisher 150-ml-Packs gekauft. Neulich haben wir dann den Rest einer Dose im Eiswürfelbehälter eingefroren und die kleinen Portionen in einen Gefrierbeutel umgepackt. Bei Bedarf kann man jetzt diese Kokosmilcheiswürfel portionsweise auftauen oder, wenn es mal schnell gehen muß, gleich im Topf schmelzen lassen.

Hefe ist seit einigen Wochen auch immer in unserem Tiefkühler zu finden. Einen Stein (42 g) teilen wir in 16 Stücke und verwenden davon eins pro Brot. Die Hefe wird dazu im warmen Wasser aufgelöst, das geht ganz schnell. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist Hefe auch dann kein besonders teures Produkt, wenn man einen ganzen Stein für ein Brot braucht, aber noch besser als die Ersparnis finde ich ehrlich gesagt, daß unser Brot nicht mehr so hefig schmeckt und riecht.

Alles in allem nutzen wir gerade unseren Tiefkühlschrank mehr als zuvor, es stecken aber auch noch ein paar Dinge drin, die ich bald aufbrauchen möchte, damit mehr neue/interessantere Sachen dadrin Platz haben 😉

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