Norwegisch #72 und #73

Heute ist der erste Tag, an dem ich wieder auf meinem Sessel sitze und an den Rechner kann. Die letzten zehn Tage habe ich im Bett verbracht und das war für mich so ziemlich der Tiefpunkt in einer beschissenen Situation, die seit zehn Monaten andauert. Norwegisch habe ich in der Zeit gar nicht gelernt, weil ich mir gern die neuen Inhalte bei Duolingo notieren möchte, und das ging einfach nicht. Ich habe stattdessen sehr viel Schwedisch bei Duolingo gemacht, denn dafür notiere ich mir weder Sätze noch Vokabeln. Ich reiße die Lektionen einfach runter und merke mir eigentlich nur die Unterschiede, die es gibt.

Heute Abend habe ich meine erste Lehrerstunde seit zwei Wochen und ich bin gespannt, wie sie wird.

Die Essenz, die ich aus dieser Zeit ziehe, lautet: es ist zwar beschissen, wenn man sich überlegen muß, wie oft man am Tag vom Sofa aufstehen, sich in den Rolli wuchten und zum Klo kann, aber es ist noch schlimmer, wenn nicht einmal mehr das geht. Und was mich richtig nervt, ist die Dauerangst davor, daß wieder irgendein Schmerz losgeht und meine ohnehin schon auf das Nötigste reduzierte Existenz noch weiter eingeschränkt wird. Wenn ich mir dann die Leute angucke, die sich darüber beschweren, wie eingeschränkt ihr Leben seit Corona ist, könnte ich einfach nur abkotzen.

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