Norwegisch #67

Eine ziemlich normale Lernwoche war das. Habe vor allem Duolingolektionen gemacht, aber auch zwei Kapitel in einem Buch. Ich hatte außerdem zwei Gespräche, allerdings zählt das eine nicht so richtig, weil wir eigentlich nur Deutsch geredet haben. Ich habe festgestellt, daß meine Fremdsprachenkenntnisse spontan gegen Null gehen, wenn ich erst Deutsch rede und dann umschalten soll. Spannend, aber wieso das so ist, weiß ich auch nicht 🙂

Mir ist diese Woche bewußt geworden, daß ich im Grunde Norwegisch als gelernt abhaken kann, in Hinblick auf Grammatikdinge, die es zu lernen gilt, damit man (zumindest in der Theorie) alles ausdrücken kann. Was mir noch fehlt, sind Vokabeln, und ich brauche auch noch viel mehr Sprecherfahrung, um die aktive Sprache zu verankern. Norwegisch steht dem Deutschen natürlich viel näher als Spanisch das tut, aber trotzdem hilft es, bestimmte Strukturen und Standardformulierungen schön einzuschleifen, damit man auch später ganz leicht auf sie zugreifen kann. Ich bin alles in allem sehr zufrieden mit meinem Timing und denke, wenn ich die nächsten sechs, sieben Monate noch schwerpunktmäßig Norwegisch lerne, müßte ich dann Ende des Jahres Niveaustufe C1 erreicht haben.

Beim Sprechen einer Fremdsprache ist es ja immer so, daß man sich am leichtesten und flüssigsten über seine Interessensgebiete austauschen kann, weil man sich dazu auch den meisten Input sucht (sofern man das Glück hat, daß es ihn dann auch tatsächlich gibt). Ich merke aber, daß es mir nützlich ist, wenn ich auch lerne, über Dinge zu reden, die mich nicht so wirklich interessieren, weil sie in Alltagssituationen wichtig sein bzw. weil Austauschpartner sie ansprechen könnten. Jedes Schwerpunktgebiet hat sein eigenes Vokabular und auch hier ein vernünftiges Niveau zu erreichen, ist für mich schon eine Herausforderung, weil mein Gehirn bei Langeweile sehr schnell abschaltet. Da überlege ich noch, wie ich das am besten machen könnte. Die Methode von Duolingo finde ich an dieser Stelle echt gut, denn zumindest für Norwegisch bietet das Programm ein sehr breitgefächtertes Vokabular an. Vielleicht bitte ich mal meinen Lehrer darum, mir ab und zu ein Thema zu geben, zu dem ich Vokabular lernen und einen Text schreiben kann, und über das wir dann auch mal zehn Minuten quatschen.

Außerdem habe ich diese Woche eine Menge Schwedisch gemacht, bei Duolingo und in einem Buch, das ich mir ausgeliehen habe. Schwedisch, Dänisch und Norwegisch sind sich ja sehr nah, und wenn man eine dieser Sprachen spricht, versteht man auch die anderen, obwohl sie sich in der Aussprache schon deutlich voneinander unterscheiden. Jedenfalls macht das gerade sehr viel Laune. Habe auch schon gesehen, daß es mehr Schweden (und auch Dänen) als Norweger gibt, die Kochvideos machen 🙂

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