Norwegisch #52

Falls jemandem auffällt, daß mein Norwegisch-Beitragszähler neulich noch bei 47 lag und das hier dann Eintrag #48 gewesen wäre…ich hatte mich bei 22 verzählt und dann nochmal bei 19 eingesetzt. Ich habe ja auch nie behauptet, daß ich gut zählen kann. Hüstel.

Neulich hatte ich ein Gespräch mit meinem Mitbewohner darüber, wie zweifelhaft ich es derzeit finde, Norwegisch zu lernen, vor allem weil mir seither die Zeit und die Energie fehlen, entsprechend intensiv Spanisch zu lernen. Er hat dann etwas gesagt, das mich in meinem blöden Tief erreicht hat. „Wenn Du Dich dazu entschließt, Sprachen zu sammeln, dann muß nicht jede dieser Sprachen Deine Lieblingssprache werden – auch wenn es helfen würde“. Fand ich absolut stimmig für mich und habe das Gefühl, das mir das aus meinem Tief heraushilft. Ich bin noch dabei, es zu überwinden, aber diese Lernwoche war viel geschmeidiger als viele zuvor. Ich glaube aber, daß das auch daran liegt, daß ich derzeit mindestens zwei Stunden pro Woche Spanisch rede und da wieder mehr im Flow bin. Läuft also gerade ziemlich gut.

Diese Woche habe ich einige unregelmäßige Verben gelernt bzw. wiederholt, Ordnungszahlen und Relativpronomen (mal abgesehen von som) gelernt, das unregelmäßige Adjektiv liten wiederholt, eine halbe Stunde mit einem meiner Lehrer geredet, Vokabeln wiederholt, Lektionen bei Duolingo und Babbel gemacht und Videos auf Norwegisch geguckt. Auch ein halbes Kapitel in einem meiner Lehrbücher habe ich durchgearbeitet. Bin zufrieden damit.

Das Gespräch mit meinem Lehrer hat mir wahnsinnig gut getan, denn tatsächlich haben wir einfach 30 Minuten lang gequatscht. Es gab also keine Grammatiklektion und ich hatte auch keine Fragen, stattdessen ging es um seinen Umzug, meine derzeitige Situation und allgemeinen Kram. Hätte nicht gedacht, daß es mir schon möglich wäre, solange über so vielfältige Dinge auf einem guten Niveau zu sprechen. Cool! Gut, hier und da fehlte mal ein Wort, aber das ist wirklich schnuppe. Ich glaube, solche halbstündigen „Labereinheiten“ sollte ich mir öfter buchen. Sie erscheinen mir in gewisser Weise empowernder als eine reine Fragestunde zu Grammatikthemen.

Für die kommende Woche habe ich mir vorgenommen, den aktuellen Kurs bei Babbel zu beenden (bin gerade in Anfänger II, Kurs 3, Lektion 4 – einen Kurs 4 gibt es auch noch und dann Zusatzkurse, aber nichts für Fortgeschrittene, leider). Allgemein würde ich den gesamten Babbelkurs für Norwegisch gern bis Anfang August beenden. Den Duolingobaum würde ich mir gern bis Dezember komplett vergolden. Derzeit stecke ich da im siebten von zwölf Abschnitten ungefähr in der Mitte (die Skills des gesamten Baums haben bereits 1 von 5 Kronen), wobei man sagen muß, daß man die Skills schneller beenden kann, je mehr man bereits weiß. Da geht es dann vor allem um Vokabeln und die Wiederholung bereits gelernter Dinge. Außerdem geht Duolingo recht kleinschrittig vor, so daß man zumindest in diesem Teil des Baumes nicht überfordert wird. Wenn dieser Zeitplan aufgeht und ich weiterhin jede Woche wenigstens eine Stunde intensiv Norwegisch reden kann, dann dürfte dem Vorhaben, in etwa einem Jahr von jetzt an fließend Norwegisch zu sprechen, nichts im Wege stehen.

Am 8. Februar war mein Jahrestag Norwegisch. Ein Jahr ist das also schon her, daß ich entschieden habe, jetzt mal eine skandinavische Sprache zu lernen. Ich denke, dafür, daß ich das erst zwölf Monate mache, kann sich mein Fortschritt sehen lassen. Es folgt ein kleines Resümee.

Was ich gut kann:

  • mir Vokabeln merken
  • Worte raten (auch in Gesprächen, wenn ich die passende Vokabel noch nicht gelernt habe wie z.B. neulich „visjon“ etc.)
  • die Aussprache
  • verstehen, wann man welche Zeitform benutzt
  • Bedeutungsunterschiede von Worten und Formulierungen erspüren
  • Komposita zusammenklöppeln

Immer noch schwierig:

  • liten in all seinen Formen
  • Demonstrativa + Artikel (da mache ich immer mal wieder Fehler)
  • manche Vokabeln, die einfach immer wieder an meiner Teflonbeschichtung abrutschen
  • Genus, manchmal
  • Relativpronomen, insbesondere der/det
  • einfache Dinge wie „bitte“ u.a. (er du snill/vær så snill å…/takk/takket være etc.)

Hölle:

  • komplexe Sätze/Schachtelsätze
  • phrasal verbs
  • schnellsprechende, nuschelnde Natives

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