Norwegisch #51

Eine ganz normale Lernwoche liegt hinter mir mit Duolingo, Arbeit in einem Buch, Vokabelwiederholen und ein bißchen Sprechen. Mit meinem Lehrer konnte ich ein paar Sachen klären, die ich bisher nicht recht verstanden hatte. Sein Kommentar dazu: „Du fragst aber echt pingeligen Kleinkram!“ 😀 Konkret war das, wann man nun lenger und wann lengre sagt. Er meinte, in seinem Dialekt wäre das herzlich wurscht, und ich überlegte laut, ob ich an dieser Stelle dann in Zukunft einfach ein bißchen nuschle 🙂

Leider hat mich die Norwegischunlust die ganze Woche über nicht losgelassen. Es ist einfach gerade eine doofe und sehr dröge Zeit, in der mir das Lernen keine besondere Freude macht. Immerhin gibt es Struktur und das Gefühl, nicht einfach nur dumm vorm PC abzudaddeln. Mein Mitbewohner meinte, daß ich solche Durststrecken auch bei Spanisch hatte, was natürlich sein kann – aber bei Spanisch hatte ich auch immer den Glauben daran, es eines Tages fließend beherrschen zu können. Bei Norwegisch weiß ich das im Grunde auch, aber auf emotionaler Ebene passiert da einfach nix. Ich brenne nicht dafür. Ob das anders wäre, wenn ich das konkrete Ziel hätte, nach Norwegen zu reisen? Derzeit komme ich ja nicht mal in meinen eigenen Vorgarten… Die Sprache eines Landes zu lernen, das im zum Großteil sowieso niemals werde sehen können, weil ich nie wieder wandern werde, fühlt sich ziemlich nutzlos an. Und die Sprache noch nicht einmal schön zu finden, hilft auch nicht.

Ja, ich weiß, ich lerne das freiwillig und mein Gemecker ist wahrscheinlich langweilig zu lesen. Derzeit frage ich mich sehr oft, ob ich Norwegisch nicht doch abbrechen und zu Französisch zurückkehren soll. Ach Mann. Motz.

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