Norwegisch #3

Während ich Norwegisch lerne, fällt mir mal wieder auf, daß es einfach Sprachen gibt, die zünden, und andere, die das nicht tun. Ich kann nicht festmachen, woran das liegt, ich kann nur feststellen, daß Norwegisch mir ein ähnliches gutes Gefühl bereitet wie Spanisch – was Italienisch und Türkisch nicht geschafft haben. Ich habe diese Woche ein paar Italienischvokabeln wiederholt und dabei festgestellt, daß ich relativ viel vergessen habe. Mir fiel auch auf, daß ich zwar begonnen habe, Dinge auf Norwegisch zu denken bzw. still für mich zu wiederholen, aber daß das fast nie für Italienisch zutraf. Woran das wohl liegt? Ich habe gedacht, Italienisch würde mir schwerfallen, weil mir eine echte Motivation fehlt – allerdings habe ich auch keine echte Motivation dafür, Norwegisch zu lernen, und das klappt viel besser und macht mir mehr Spaß.

So, meine Lernwoche. Ich hatte wegen diverser sehr anstrengender Termine und Familiengedöne (= Faschingsferien) nicht annähernd so viel Zeit zum Lernen, wie ich gern gehabt hätte. Trotzdem habe ich den zweiten Einsteigerkurs beendet und bereits einige Lektionen im Anfängerkurs 1 gemacht. Außerdem habe ich mit dem Buch „Et år i Norge“ gelernt. Das Buch ist in 23 Kapitel unterteilt, die wiederum aus vier Einheiten bestehen. Da das Buch zumindest am Anfang ziemlich gut mit den Inhalten vereinbar ist, die man bei Babbel lernt, habe ich es mir jetzt bestellt (das andere Exemplar war aus der Bibliothek).

Diese Woche habe ich gelernt, wie man sj, rs und sky ausspricht, nämlich jeweils wie sch im Deutschen. Interessant, daß die Norweger gleich drei Schreibweisen brauchen und nutzen.

Außerdem habe ich ja/nein-Fragen gelernt, die mit einem Verb beginnen, und wie das die Satzstellung beeinflußt.

Zuletzt habe ich den Imperativ gelernt, der echt leicht zu bilden ist. Die Spanier machen daraus ja eine Wissenschaft, für die Norweger ist das supersimpel. Da könnte man glatt ein bißchen weinen 🙂

Inhaltlich ging es diese Woche um Wegbeschreibungen.

⇒ Vet du om det fins en hyggelig kafé i nærheten? Ja, det finnes en kafé i Kongsgata. Det er ikke langt herfra. Ta første vei til høyre, kryss veien, gå rett fram til lyskryssen og så er en kafé på venstre side. Skal jeg gå med deg? Ja, gjerne. Og tusen takk.

Was mir beim Lernen auffällt, ist, daß ich mich insgesamt in der Sprache beweglicher fühle, als ich das bei Spanisch hatte. Da fiel es mir schwer, das Vokabular in anderen Kontexten anzuwenden, weil ich fürchtete, mir Dinge falsch anzutrainieren. Ich habe jetzt mehr Selbstbewußtsein beim Lernen, weil ich denke, auf lange Sicht werde ich evtl. Fehler schon bemerken. Das hilft ungemein.

2 Gedanken zu „Norwegisch #3“

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