Italienisch lernen #13

Diese Woche war für mich ziemlich gut, was mich überrascht hat, denn eigentlich hatte ich wegen vieler Termine nicht besonders viel Zeit und war das Wochenende über insgesamt grantig und unlustig. Bei Babbel habe ich den dritten Anfängerkurs abgeschlossen und dazu ein paar Grammatik-Lektionen gemacht. Zuletzt habe ich das passato prossimo gelernt, was mich definitiv vor ein paar Herausforderungen stellt. Zum einen habe ich noch kein Ohr für die Formen entwickelt, so daß manches einfach sehr merkwürdig klingt (wohingegen regelmäßige Verben recht vertraut klingen, weil das pretérito perfecto im Spanischen auch nicht viel anders gebildet wird). Zum anderen gibt es ein paar Unregelmäßigkeiten, die ich noch nicht völlig einsortiert bekomme. Babbel sagt z.B., daß viele Verben, die Bewegung ausdrücken, mit essere gebildet werden. Gleichzeitig erfordert auch restare (bleiben) eine Form von essere, obwohl bleiben ja keine Bewegung ist. Und es gibt Bewegungsverben, deren passato prossimo man mit avere bildet (viaggiare, sciare, camminare, nuotare). Klar, solche Unregelmäßigkeiten gibt es in jeder Sprache und man muß sie einfach lernen. Aber aus irgendeinem Grund geht das nicht so selbstverständlich wie es bei Spanisch ging. Ein aus der Bibliothek entliehenes Grammatikbändchen meint, daß die Bewegungsverben, die keine klare Strecke beschreiben, eben mit avere gebildet werden, aber als Schwimmer widerspricht das meiner Logik. Tja. Also: „einfach“ einprägen.

In der Bibliothek hatte ich mir auch noch ein Arbeitsbuch mitgenommen, in dem ich ein paar Übungen zum passato prossimo gemacht habe. Wenn ich mich konzentrieren kann, klappt es schon ganz gut, aber ich bezweifle, daß ich schon ein halbwegs flüssiges Gespräch führen könnte. Damit warte ich noch. Bei Spanisch habe ich ein Jahr lang mit dem ersten Gespräch gewartet. Keine Ahnung, ob ich das diesmal genauso machen werde/soll. Mal sehen.

Diese Woche werde ich eine coppola di Garibaldi kochen, weil mir Babbel diesen Namen immer wieder um die Ohren gehauen hat 😀 Ich glaube, Babbel will, daß ich zunehme. Das Rezept, dem ich folge, findet man hier. Interessant fand ich, daß ich den Text bis auf insgesamt vier Vokabeln flüssig lesen und verstehen kann. Ich könnte es nicht so sagen – davon bin ich weit entfernt -, aber verstehen geht. Überhaupt gibt es auf der Seite nette Rezepte. Ein Gutteil meines Spanisch habe ich ja durch Rezepte und Kochvideos gelernt, und vielleicht muß ich mich damit auch mal mehr für Italienisch befassen.

Außerdem habe ich noch bei YouTube ein Video über Bedingungssätze ersten Grades geguckt. Ich denke, die könnte ich jetzt schon anwenden.

Man hört ja oft, daß man sich nicht mit anderen vergleichen soll, aber mir hilft das ehrlich gesagt, meinen eigenen Stand besser einzuschätzen. Und auch meinen Fortschritt. Das ist definitiv eine Sache, die ich auch an meinem Spanischkurs an der VHS so schätze, also, mit Menschen zusammenzukommen, die schon länger lernen als ich, und dann ein realistisches Bild davon zu erhalten, was ich kann und was nicht. So kann ich mich da verbessern, wo es noch hakt, und ja, es tut auch gut, wenn man feststellt, daß man etwas anderes dafür besser kann als andere. Ich könnte mir vorstellen, eines Tages auch einen Italienischkurs zu belegen, einfach weil es mir guttut, eine regelmäßige Verpflichtung zu haben, bei der ich dann auch die Sprache von einem Muttersprachler höre und ihm direkt Fragen stellen kann. Das ist echt toll. Ich merke bei dem Kurs übrigens auch immer wieder, wie genial das Konzept von Babbel ist. Ganz oft benutze ich Wendungen, die ich dort gelernt habe.

Ach ja, Babbel. Ich überlege im Moment, ob ich mein Abo upgraden soll. Ich schließe ja seit 2016 das Jahresabo für eine Sprache ab, erst eben für Spanisch und nun habe ich zu Italienisch gewechselt. Der Nachteil ist, daß ich selbst die Lernsprache nicht ändern kann. Der Babbel-Support händelt das immer ganz schnell und unproblematisch, aber ich bezweifle, daß sie das auch mehrmals täglich machen würden 😛 Und oft, wenn ich Italienisch gelernt habe, denke ich, daß es schön wäre, jetzt noch eine Lektion Spanisch dranzuhängen, einfach so. Ich denke, ich werde das noch ein bißchen beobachten, bevor ich eine Entscheidung treffe, denn ich habe das Gefühl, daß ich mich teilweise mit Medien überfrachte, weil ich hoffe, damit mein Lernen „zementieren“ zu können, was aber gar nicht der Fall ist. Hier neige ich dazu, ein Konsumopfer zu sein 🙂

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