Galicien 2018, #11

Unseren letzten Tag in Galicien verbrachten wir am Strand. Wir fuhren diesmal über eine andere Strecke nach A Lanzada und frühstückten an einem kleinen, menschenleeren Strand mit Blick auf die türkisen Wellen des Atlantiks. Später fuhren wir das Stück nach A Lanzada hoch und genossen dort noch einmal Meer und Sonne.

noch einmal am Strand / en la playa una vez más

Am Nachmittag waren wir noch einmal einkaufen, zum einen Vorräte für die Weiterreise, zum anderen Mitbringsel für daheim. Bis zum Abend haben wir dann im Hotel relaxed bzw. ich war noch einmal in der Stadt und habe mir ein bißchen Kleidung und Bücher gekauft 🙂 Abends haben wir eine kleine Runde über die Dörfer um Pontevedra gedreht und uns mit einem Essen im Burgerrestaurant von der Stadt verabschiedet.

Als wir am folgenden Tag auscheckten, regnete es fürchterlich. Da hatten wir also echt Glück gehabt 🙂 Wir fuhren nach Tardajos, wo wir unsere letzte Nacht auf spanischem Boden verbringen wollten. Abends aßen wir im lautesten Restaurant von Burgos Tapas und am kommenden Morgen fuhren wir ganz früh nach Frankreich weiter. Gegen Abend waren wir an unserem Etappenziel angekommen. Leider stellte sich heraus, daß wir zwar zwei Zimmer gebucht hatten, die Unterkunft aber aus nur einem Raum bestand. Genial. Nach einer kurzen Diskussion entschieden wir uns also dazu, gleich nach Deutschland weiterzufahren, und so wurde aus einer 6-Stunden-Fahrt gleich mal eine 18-Stunden-Fahrt. Das war schon sehr ätzend, aber geschlafen hätte ich in der Hütte nicht. Völlig übermüdet kamen wir also am Sonntag um 7 Uhr daheim an, duschten und fielen tot ins Bett.

Mein Fazit dieses Urlaubs: ich habe viel mehr Kraft, als ich immer denke. Ich kann eine Menge wuppen und verliere nicht so schnell die Geduld oder meine gute Laune. Ich bin, obwohl ich das meist selbst anders bewerte, ein ziemlich optimistischer Mensch und kann auch Krisen meistern.

Galicien macht sich gerade fit für mehr Tourismus. Am Naturschutzzentrum in den Fragas do Eume z.B. hatten wir ein langes Gespräch mit einer Frau vom Tourismusverband, die sehr daran interessiert war, zu erfahren, wie Behinderte Galicien wahrnehmen und was die Reiseerfahrung noch verbessern könnte. Ich muß sagen, daß mir restlos alle Spanier höflich begegnet sind und immer daran interessiert waren, mir zu helfen (z.B. durch Handreichungen, Türenaufhalten oder indem sie meinen Rolli über irgendwelche Schwellen getragen haben). Auch in den Hotels fühlte ich mich als Gast immer willkommen und ernstgenommen (anders als ich Frankreich, wie ich leider sagen muß).

Derzeit kann ich noch nicht absehen, wann ich wieder einmal nach Spanien kommen werde, denn meine Urlaube bis incl. Herbst 2019 sind schon alle verplant. Aber ich denke, ich würde als nächstes gern mal nach Barcelona fliegen, vielleicht für fünf Tage oder so, auch um mal die Hürde der Flugreise genommen zu haben. Mal sehen.

Sinopsis en español:

Pasamos nuestro último día en Galicia a la playa de Espiñeiro para tostarnos un poco y disfrutar del mar. Durante la tarde fui al centro de Pontevedra para comprarme una camiseta y un libro más y por la tarde noche comimos en el restaurante de hamburguesas otra vez. El día siguiente nos despedimos de Pontevedra y fuimos a Tardajos. Comimos en un bar en Burgos. El día siguiente fuimos a Francia donde habíamos reservado dos habitaciones, pero nos dieron una casita con una habitación 🙁 Decidimos conducir a Alemania durante la noche y por eso fuimos 18 horas en total 🙁

Sobre todo el viaje a Galicia me mostró que soy capaz de muchas cosas y no pierdo mi paciencia rápidamente. Me gustaría volver, pero no sé cuándo puedo porque tengo mis viajes planeados hasta el otoño de 2019.

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