Galicien 2018, #3

Nach dem Frühstück und dem netten Plausch in Castropol machten wir uns auf den Weg nach Narón, wo wir drei Nächte verbringen würden. Man hätte den direkten, inländischen Weg nehmen und in zwei Stunden das Ziel erreichen können, wir jedoch hatten uns für die Fahrt entlang der Nordküste Galiciens entschieden, mit einigen Zwischenstops.

Als erstes hielten wir an der Basílica de San Martiño de Mondoñedo, wo es neben der Kirche eine heilkräftige Quelle gibt. Leider war ich nicht in der Lage, die Quelle zu besuchen, weil man dazu recht steile Treppen heruntergehen muß, doch was ich von diesem Ort in Erinnerung behalten werden, sind die Eukalyptuswälder, in denen es herrlich duftet – gar kein Vergleich mit Eukalyptusbonbons oder -inhaliertropfen 😉

die schönste Bank der Welt (stimmt wirklich) / el banco más bonito del mundo (es verdad)

Unser nächster Halt war el Banco Más Bonito Del Mundo, also die schönste Bank der Welt. Diese steht auf einer Klippe, von der aus man einen herrlichen Rundumblick auf die gesamte Gegend hat.

Ausblick von der Bank / vista del banco

Dort haben wir uns einfach eine ganze Weile hingesetzt, auf’s Meer geguckt und die Seele baumeln lassen. Wir hatten außerdem das große Glück, ganz allein dort zu sein. Erst als wir gehen wollten, tauchten plötzlich einige andere Besucher auf.

der Leuchtturm vom Kap Ortegal / el cabo de faro Ortegal

Von dort aus fuhren wir zum Cabo Faro Ortegal, also einem Leuchtturm. Dieser liegt am Ende einer sehr gut ausgebauten Landzunge und ist barrierefrei erreichbar. Der Blick auf die galicische Küstenlandschaft von diesem verlassenen Ort aus ist wirklich spektakulär, und wir wurden auch noch mit Sonne verwöhnt. Einfach herrlich.

In relativer Nähe befinden sich die höchsten Klippen Galiciens (Vixía Herbeira), die auch zu den höchsten Klippen Europas zählen. Die Fahrt dorthin führt durch eine märchenhafte, verwunschene Landschaft, die von geduckten Ginsterbüschen in voller Blüte und großen Findlingen dominiert wird. Es geht durch schattige Eukalyptuswälder die Berge hoch und letztlich muß man ein geradezu irreal anmutendes Tal durchqueren, in dem auf einer weiten Ebene Kühe zwischen Findlingen und der weißen Erde grasen. Die Klippen selber haben wir leider nicht erreichen können, weil es doch noch einmal recht steil den Berg hinaufgeht und man das nur zu Fuß erledigen kann, doch die Landschaft dort oben hat mich sehr beeindruckt. Die Straße wird da übrigens so eng, daß es alle paar hundert Meter Ausweichbuchten gibt…

ausweichen in der Mondlandschaft / evadir en el camino muy ajustado

Auch an unserem nächsten geplanten Ziel hatten wir nicht viel Glück. San Andrés de Teixido ist das zweitwichtigste Nationalheiligtum Galiciens. Der Legende zufolge soll sich der Heilige Andreas bei Jesus darüber beschwert haben, daß immer alle nur nach Santiago zum Heiligen Jakobus pilgern, woraufhin Jesus höchstselbst San Andrés de Teixido zu dem Ort erkoren hat, den eine Seele entweder im Leben oder aber nach dem Tod besucht haben muß, um in den Himmel zu kommen. Und weil Seelen eben auch nach dem Tod dorthin pilgern können, darf man in der ganzen Umgebung von Teixido keinerlei Tiere töten, denn diese tragen die Seelen.

Da die Straße zur Kapelle ultrasteil ist und nicht mit dem Auto befahren werden darf, werde ich dann wohl nicht in den Himmel kommen 😉 Nicht einmal die einzige Andenkenbude war für mich zu besuchen, aber hey, ich war da 🙂

Klippen im Norden Galiciens / escollos en el norte de Galicia

Von San Andrés aus nahmen wir die schnellste Route nach Narón, wo wir erstmal eincheckten. In dem riesigen Hotel hatten sie uns Zimmer am Ende eines etwa 200 m langen Ganges gegeben, so daß ich darum bat, daß sie mir doch bitte ein anderes Zimmer zuteilen mögen, was sie auch taten. So versorgt gingen wir in Ferrol in einer kleinen Bar essen. Narón und Ferrol sind Schwesterstädte und mit einer kurzen Landstraße miteinander verbunden, so daß man eigentlich den Eindruck hat, es handele sich um eine einzige Stadt.

Sinopsis en español:

Después el desayuno conducimos por la costa del norte de Galicia a Narón, donde queríamos pasar tres noches en total. Hicimos unas paradas en la carretera para visitar lugares interesantes. Primero la basílica de San Martiño de Mondoñedo. Allí hay una fuente curativa, pero lamentablemente no pude visitarla por las escaleras. A continuación visitamos el banco más bonito del mundo que es situado en los escollos con una vista al mar espectacular.

Nuestra próxima parada fue el cabo faro Ortegal, un lugar fenomenal también. Hice bastante viento, pero la vista nos gustaba muchísima. A continuación conducimos por una valle en que crecen genistas con flores amarillas entre rocas grandes. ¡Un paisaje mágico, de verdad! Queríamos visitar los ecollos más altos de Galicia, pero no pudimos por el camino empinado. Pero voy a recordar este paisaje todo mi vida.

Quería visitar San Andrés de Teixido, pero no pude tampoco por el camino empinado. La leyenda dice que cada alma tiene que hacer la peregrinación a San Andrés bien en su vida bien después, y por eso es prohibito asesinar animales en San Andrés porque la gente cree que los animales llevan las almas.

Más tarde facturamos en nuestro hotel en Narón y comimos en un bar pequeño en Ferrol. Narón y Ferrol son ciudades gemelas y son conectadas con una carretera corta. Por eso se tiene la impresión que es sólo una ciudad.

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