WochenendRückblick #71

[Wetter] Sonnig, aber arschkalt.

[Gemacht] Samstag war ich ungewöhnlich früh wach. Während ich noch liegen geblieben bin, hat der Mann das Bad gestrichen. Dann haben wir zusammen gefrühstückt und rumgekrutschelt. Nachmittags waren wir einkaufen. Der lokale Bio-Markt geht mir voll auf den Keks. Der ist eh schon eng und dann stellen sie überall diese dämliche Körbe in die Gänge. Jetzt sind auch noch ein paar Cafétische dazugekommen. An der Kasse stehen bergeweise Weinflaschen rum – wenn das Ziel ist, daß die Kunden möglichst viele runterkegeln sollen, sind sie auf einem guten Weg. Und dann direkt im Kassenbereich eine fette Tiefkühltruhe mit Erdbeeren. Klar, wer kennt das nicht? Man steht an der Kasse und denkt „Mist, jetzt habe ich schon wieder die Tiefkühlerdbeeren vergessen!“. Mein Mann hat vorgeschlagen, daß sie vielleicht noch eine Hüpfburg aufstellen könnten, weil man mit der wirklich effektiv noch ein paar Quadratmeter Platz verschwenden könnte *lol* Wir waren danach kurz am Bücherschrank und dann Currywurst essen. Nachmittags hat er ein bißchen tapeziert, abends habe ich dafür gekocht. Und dann habe ich Spanisch gelernt.

Sonntag haben wir gemeinsam gefrühstückt, dann hat der Mann nochmal gestrichen und ich habe Spanisch gelernt. Nachmittags haben wir uns Kinokarten gekauft und waren dann spontan Kuchen essen. Daheim haben wir rumgekrutschelt, bis es Zeit war, zu kochen. Und dann haben wir einen Film geguckt.

[Español] In den vergangenen ein, zwei Monaten hat mein Spanisch einen Riesensprung gemacht. Ich nehme an, das verdanke ich meiner argentinischen Lernpartnerin, deren Deutsch nämlich bei Null anfing, als wir uns kennenlernten, so daß ich ihr alles auf Spanisch erkläre. Das hat mir unheimlich geholfen. Mit ihr habe ich dieses Wochenende wieder viel getextet und geredet – und nebenher lerne ich auch noch, Dialekte zu verstehen (und argentinisches Spanisch ist schon ein bißchen eigenwillig, aber sehr schön, wenn man sich ein bißchen eingewöhnt hat). Wir haben also geschrieben und miteinander geredet. Ich habe den Onlinekurs, den ich vor zwei Wochen oder so angefangen hatte, beendet. Außerdem habe ich ES auf Spanisch geguckt und dabei festgestellt, daß mir die Untertitel überhaupt nicht helfen, weil sie mitunter völlig falsch sind.

[Garten] Immer noch Winterpause.

[Gesportelt] Nada. Wegen Schulterschmerzen mache ich gerade eine kleine Pause.

[Gehört] Juan Pardo. Die drei Fragezeichen. Danheim.

[Gelesen] Immer noch in der Biographie über Jim Morrison. Alles in allem finde ich, ich hätte das Buch nicht lesen sollen *seufz*

[Gesehen] El Mariachi. Eso (Es auf Spanisch).

[Gegessen] Neben den Plansachen: Currywurst. Ein Stück Beerentorte.

[Gekauft] Mangold, Obst, eine Tafel Schokolade.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe meine erste Stunde beim Logopäden, werde zu einem Haustürbauer und zur Therapie gehen und vermutlich auch ins Kino.

4 Gedanken zu „WochenendRückblick #71“

  1. Wegen Jim Morrison… warum hättest du die Bio nicht lesen sollen? Ich habe mal eine angefangen und dann wieder aufgehört. Ich kann gar nicht genau sagen warum, sein Leben war ja jetzt nicht uninteressant.

    1. Mich hat der schamanische Aspekt seiner Arbeit, seiner Auftritte interessiert. Darüber trat die Person Jim Morrison in den Hintergrund. Als wir 1996 zum ersten Mal an seinem Grab waren, hat mich dazu auch noch echt umgehauen und mitgerissen, wie viel Einfluß er noch immer hatte, obwohl er da schon 25 Jahre tot war.
      Ja, und in dem Buch stellte sich halt für mich mehr und mehr heraus, daß das nur ein Image war, mit dem er gespielt hat, weil er wohl ein sehr manipulativer Mensch war und nicht besonders nett. Ich nehme an, sein Alkoholproblem hat nicht gerade geholfen. Er hat Menschen wie Dreck behandelt und war eigentlich nur daran interessiert, eine Reaktion zu provozieren, möglichst heftig. Es ist natürlich interessant, wie das Establishment auf ihn reagiert hat (und insofern war er für seine Generation wichtig).
      Ich mag die Musik der Doors noch immer sehr, sehr gern, aber es hat sich eigentlich besser angefühlt, nicht so viel über die Person JM zu wissen. Es hat die Dinge etwas entzaubert. Das ist irgendwie schade.

      1. Ich habe JM in mein „Buch der Heroen“ aufgenommen, neben Leuten wie z.B. Oscar Wilde. Voraussetzung dafür war, dass er noch immer eine Art von ritueller Verehrung bekommt. Diese Leute waren oft nicht „nett“… auch antike Heroen waren das meist nicht und das Bild, das von ihnen überlebt hat, dieses Ideal, hat eigentlich nicht viel mit dem echten Menschen dahinter zu tun. Sie ist eine Art archetypischer Maske, die sich über die echte Person gelegt hat, falls du verstehst was ich damit meine. Ein bisschen wie bei Orpheus. Diese Sache finde ich super spannend. Die Art, wie Menschen nach ihrem Tod verklärt werden und eine Art von Heroen-Kult entsteht. Lady Di ist ja auch so eine.
        Ich kennen einen Dionysos-Anhänger der JM sehr verehrt und ihn als dionysischen Propheten sieht. Dass er durchaus spirituelle Tiefe hatte, kann man wohl an diversen Texten/Gedichten sehen aber ehrlich gesagt bin ich da nicht tief genug drin ums beurteilen zu können.

        1. Ja, verstehe. Den Gedanke finde ich auch spannend, aber dann sind Biographien eigentlich nicht so hilfreich, weil sie ein anderes Bild zeichnen. Ich glaube, mir hätte dieses heroische Bild auch gereicht, aber ich war eben neugierig 🙂

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