Und Türkisch?

Meine Türkisch-Reise ist diese Woche zu einem Ende gekommen. An der Sprache selbst lag es nicht, denn die finde ich wirklich schön und sehr interessant.

Mein erster Grund, weshalb ich es drangegeben habe, liegt darin, daß ich nicht bereit bin, die nötige Zeit zu investieren. Gerade am Anfang, wenn man in eine Sprache einsteigt, braucht man Zeit, um sich ein System zu erschaffen. Umso mehr, wenn man die neue Sprache mit nichts, das man schon kann, verknüpfen kann. Eine weitere romanische Sprache zu lernen, wäre, denke ich, für mich mit weniger Aufwand verbunden als eben Türkisch, das zur Turksprachenfamilie gehört, von der ich noch nix konnte oder wußte.

Zweitens gab es für mich in den letzten zwei, drei Monaten einen enormen Lernfortschritt bei Spanisch. Meine Konversationen wurden fließender, ich benutze den Subjuntivo Presente schon recht flüssig und ich bekomme endlich ein Gefühl für die Sprache. Dieses Gefühl ist meiner Ansicht nach das, was dem Sprechen einer Fremdsprache den nötigen Kick gibt. Nur durch dieses Gefühl für eine Sprache verankert man sie so richtig im Gehirn und kommt an den Punkt, wo man sie allmählich müheloser benutzt. Das ist natürlich ein Prozeß, der mal schneller und mal langsamer vonstatten geht, aber insgesamt hatte ich den Eindruck, daß Türkisch damit interferiert.

Drittens sehe ich mich jetzt nicht in die Türkei reisen, [Sarkasmus]obwohl deren Sonderaktion „zwei Wochen buchen, zwei Jahre bleiben“ natürlich verlockend ist [/Sarkasmus].

Und viertens war es für mich auch einfach eine unfreiwillig komische Erfahrung, in einem türkischen Supermarkt zu stehen und verzweifelt zu versuchen, mit den Leuten da Türkisch zu reden, die mir aber immer nur auf Deutsch geantwortet haben *lol*

Und darum habe ich meinen Türkisch-Ausflug beendet und mich wieder ausschließlich Spanisch zugewendet.

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