Meine Erfahrungen mit Sprachkursen

In den letzten Jahren hatte ich mehrere Spanisch-Sprachkurse belegt und wollte mal rekapitulieren, wie diese Erfahrung für mich war. Bis auf einen Kurs, der wegen Corona online stattfinden mußte, waren es immer physische Kurse in einem Seminar- oder Klassenraum. Neben der Lehrkraft gab es jeweils zwischen vier und sieben Schüler. Die CEFR-Niveaustufe, die diese Kurse abdeckten, war B2 bzw. C1, so daß ich nichts über Anfängerkurse sagen kann. Auch habe ich niemals einen Intensiv- oder Wochenendkurs gebucht, sondern lediglich Angebote wahrgenommen, die im Wochenrhythmus stattfanden.

Motivation

Als ich mich das erste Mal für einen Kurs angemeldet habe, hatte ich im Vorfeld schon etwa 30 oder 40 Einzelstunden online bei einer Lehrerin absolviert. Ich wollte an diesem Punkt meiner Lernreise gern wissen, wie es um meine Spanischkenntnisse bestellt ist, wenn ich mich einer Gruppe aussetze, denn erfahrungsgemäß bedeutet diese soziale Situation mit fremden Menschen für mich eigentlich nur Streß. Wenn man so will, war das eine Asperger-bezogene Herausforderung für mich. Außerdem war ich sehr daran interessiert, zu sehen/hören, wie andere Menschen mit derselben Niveaustufe wie ich eine Fremdsprache beherrschen. Zuletzt dachte ich auch, daß es mir guttäte, wenn ich einen Termin in der Woche hätte, der mich aus meiner Routine herausheben würde (Aspies ♥ Routine).

Kriterien für die Kurswahl und Kosten

Ein Sprachkurs an einer öffentlichen Einrichtung ist immer günstiger als dieselbe Anzahl Stunden bei einem Lehrer im Einzelgespräch. Für einen Kurs muß man etwa 12 bis 15 € pro Einheit (= meist 90 min.) rechnen, während ein Einzelgespräch im Normalfall rund 20 € für 60 min. kostet. Es gibt auch Online-Lehrer, die nur 7 € für 60 min. verlangen, und andere, die bis zu 80 € für 60 min. veranschlagen. Ich habe tatsächlich mal 42 € für eine Stunde ausgegeben, weil ich wissen wollte, worin der Unterschied zu einem günstigeren Lehrer besteht. Das Ergebnis: es gibt keinen. Ich muß allerdings sagen, daß ich es unethisch finde, einem Lehrer schlappe 7 € für eine Stunde zu bezahlen (das betrifft vorrangig Menschen aus Südamerika, jedenfalls was Spanisch angeht), schließlich will der von seinem Verdienst sein Leben bestreiten und muß ja auch noch die Kosten für Strom und Internet von den Einnahmen einer Stunde runterrechnen. Wie gut man mit einem Lehrer klarkommt, wie entspannt das Gespräch abläuft, wie gut ein Lehrer etwas erklären kann und wie interessant die Stunde ist, hängt nicht von dem Geld ab, das man bezahlt, sondern von der Chemie zwischen Schüler und Lehrer. Menschen, die eine Sprache studiert haben, ja sogar Muttersprachler sind nicht immer automatisch die besten Lehrer für einen, wenn man einfach nicht miteinander kann.

Anders als bei Online-Plattformen kann man bei einem Kurs einer öffentlichen Einrichtung keine Probestunde vereinbaren, um zu schauen, ob die Chemie zwischen einem selbst und dem Lehrer (oder den anderen Teilnehmern) stimmt, und ist daher schon gezwungen, die Katze im Sack zu kaufen. Andererseits ist ein Kurs eben günstiger und bietet auch den Vorteil, daß man so ein wenig in der Masse untergehen kann, wenn man das möchte, aber dazu später mehr. Ein Nachteil ist sicherlich, daß man dem Lehrer eines physischen Kurses nur eher schwierig ein Feedback geben kann, weil es ja keine Bewertungsplattform gibt wie bei Online-Lehrervermittlungen, und daß man, wenn man einen Kurs einmal gebucht hat, ihn auch komplett bezahlen muß, selbst wenn er einem nicht gefällt.

Bei der Auswahl meiner Kurse habe ich eigentlich immer nur zwei Kriterien berücksichtigt, nämlich die Niveaustufe und Kursort/-zeit. Nicht alle Kurse finden in barrierefreien Umgebungen statt und zum Teil werden auch mal ausgeschilderte Behindertenparkplätze als Schulleiterparkplätze zweckentfremdet, lol. Leider steht bei der öffentlichen Einrichtung, bei der ich die Kurse gebucht hatte, nicht dabei, welcher Veranstaltungsort im Rollstuhl erreichbar ist und welcher nicht, so daß man da im Vorfeld noch bei den Hausmeistern anrufen muß, die oftmals gar nicht einschätzen können, ob der Raum nun barrierefrei ist oder nicht. Mein Highlight war ein als für Rollstuhlfahrer geeignet gekennzeichneter Schulraum, für den ich im Rolli schlappe 12 Treppen hätte überwinden müssen, um zum Aufzug zu gelangen, in den mein Rolli gar nicht reingepaßt hätte. Mir leuchtet auch nicht ein, warum nicht einfach alle Kurse an Örtlichkeiten stattfinden, die tatsächlich barrierefrei sind. Menschen im Rollstuhl sind ja nun keine Exoten mehr.

Kurserfahrungen

Im Grunde habe ich zwei verschiedene Arten von Kursen kennengelernt, nämlich einmal solche, wo man ein Buch durcharbeitet, und solche, wo mehr Wert auf freie Konversation gelegt wird, wo der Lehrer also z.B. einen Zeitungsartikel zur Diskussion stellt oder man sich über ein aktuelles Thema austauscht. Für mich persönlich waren zweitere Kurse deutlich schwieriger zu meistern, was jedoch nicht am Sprachniveau lag, sondern an meiner Unkenntnis der Nachrichten und Entwicklungen der letzten 15 Jahre. Es ist wirklich schwierig, einem Gespräch zu folgen, wenn man die Personen, die darin vorkommen, zusammen mit ihren Taten und Einstellungen nicht kennt. Gerade wenn es dann um Themen ging, die ich sterbenslangweilig finde (Politik, Wirtschaft, …), konnte ich meine Konzentration kaum aufrechterhalten und fühlte mich hinterher wie ausgelutscht. Das lag natürlich nicht am Kurs, am Lehrer oder den anderen Teilnehmern, sondern einfach an den Themen und meiner Unfähigkeit, Langeweile auszuhalten.

Kurse, in denen man ein Buch bearbeitet, waren für mich besser zu meistern, weil sie zum einen sehr vorhersehbar sind (Aspie-Ding), und zum anderen weil man am Ende das gute Gefühl hat, wirklich etwas geschafft zu haben. Gerade wenn ein Lehrer alle Übungen in einer Lektion durcharbeiten läßt, erzeugt das den Eindruck, daß der Unterricht sehr rund und in sich geschlossen ist, und das ist perfekt für ergebnisorientierte Menschen wie mich. Der einzige Nachteil besteht in meinen Augen darin, daß halt auch mal ein Kapitel drankommen kann, dessen Thema man langweilig findet, was allerdings dadurch abgemildert wird, daß man die unterschiedlichen Übungen durchgeht, was für mehr Abwechslung sorgt, als wenn man sich nur an einem Thema festquatscht.

Wie gut der Sprachunterricht tatsächlich funktioniert, hängt nicht nur vom Lehrer ab, sondern auch von den Schülern. Für mich sind zwei Dinge ganz besonders frustrierend, nämlich einmal Mitschüler, die zwar einen B2/C1-Kurs belegen, aber gerade mal B1-Niveau besitzen, und die obendrein stets unvorbereitet = ohne Hausaufgaben in den Kurs kommen, und dann Lehrer, die sich am liebsten selbst labern hören. Beides hemmt den Unterricht und das, was man von einem Kurs mit nach Hause nimmt, massiv.

Zunächst zu den Schülern. Eine Vorstellung, die ich gleich in meinem ersten Kurs fahren lassen mußte, war, daß die Leute, die einen Kurs belegen, das tun, um tatsächlich eine Sprache zu lernen. Sie möchten eine Sprache sprechen können, das ist richtig, aber sie möchten sie nicht lernen. Lernen heißt Arbeiten und die notwendige Zeit und Mühe wird von 80% der Leute nicht investiert, was dazu führt, daß sie sehr lange auf der Stelle treten. Daß es keinen Lernfortschritt gibt, zeigt sich dann auch in den Kursen, vor allem wenn man mehrere in derselben Gruppe hintereinander durchläuft, denn es werden oft dieselben Dinge erklärt, weil sie eben nicht gelernt werden. Viele Leute, die eine Sprache lernen wollen, sagen, daß ihnen dafür die Zeit fehlt, allerdings wundere ich mich immer darüber, daß sie Zeit und Geld dafür haben, einen Sprachkurs zu buchen, wo er ihnen de facto doch gar nichts bringt, weil sie selbst nichts in das Lernen investieren. Einen solchen Kurs zu besuchen, ersetzt nicht, sich Wissen aktiv anzueignen, und folglich kann man auch zehn Jahre lang Sprachkurse besuchen, ohne jemals ein befriedigendes Niveau zu erreichen. Dazu kommt, daß ich es den Schülern gegenüber, die ihre Hausarbeiten erledigen, total unfair finde, wenn andere ihre Sachen nicht machen und dann erstmal 20 Minuten einer Kurseinheit zum Lesen eines Textes verwendet werden, der eigentlich vorzubereiten war. Das Gleiche gilt für B1-Schüler in C1-Kursen. Hier werden fortgeschrittene Schüler ziemlich stark blockiert, wenn sie auf B1-Niveau arbeiten und reden müssen.

Dann zu den Lehrern. Ich kann verstehen, daß es für einen Muttersprachler cringeworthy sein kann, mitanzuhören, wie Leute, die seine Sprache lernen wollen, diese verhackstücken und falsch benutzen. Ich zucke auch immer zusammen, wenn Leute schlechtes Deutsch reden. Ich finde aber doch, daß ein Kurs nicht so gelungen ist, wenn der Lehrer 85% der Zeit selbst redet, seine Schüler immer wieder unterbricht oder Antworten auf Fragen selbst gibt. Wenn man gerade versucht, einen Satz zu einem bestimmten Thema mit den korrekten Vokabeln, der korrekten Grammatik und auch noch den korrekten Verbformen zu formulieren und dabei dreimal unterbrochen wird, weil dem Lehrer gerade noch ein paar andere ganz tolle Vokabeln, die passen würden, eingefallen sind oder weil man einen Fehler gemacht hat, entsteht kein Flow. Weder im Gehirn noch im Gespräch. Ich denke, der Wunsch, daß die Schüler alles richtig und perfekt machen und lernen sollen, ist sehr edel, aber in der Realität führt das vielmehr dazu, daß man als Schüler verstummt, weil man denkt, daß man es eh nicht hinkriegt. Korrekturen sind wichtig, aber mit Maß und an der passenden Stelle. [Hier möchte ich noch kurz einfügen, wie ich Fehler bei meinen Sprachaustauschleuten korrigiere. Wenn ich im Gespräch merke, daß sie nach Worten oder Formen suchen, greife ich sofort ein und biete ein Wort an oder führe den Satz ein Stückchen fort. Ansonsten notiere ich mir still und ohne das Gespräch zu unterbrechen Fehler, die mir besonders wichtig erscheinen oder die mehrfach auftreten. Erst am Ende des Gesprächs merke ich diese Dinge an.]

Fazit

Vielleicht klingt das schon durch, aber mein Fazit lautet, daß Kurse für mich persönlich nicht so wirklich funktionieren. Ich glaube allerdings, daß das nicht zwangsweise an deren Struktur oder an den Lehrern und/oder Schülern liegt, sondern an mir selbst. Ich habe ein relativ hohes Lerntempo und akquiriere eine neue Sprache recht zügig. Sobald ich kann, fange ich zu sprechen an (anfangs mit mir selbst und ab Niveau B1 dann mit Muttersprachlern oder Online-Lehrern), und habe den meisten anderen Teilnehmern in solchen Kurse eine Menge Stunden Sprachpraxis voraus, was man einfach merkt. Die umgekehrte Erfahrung habe ich übrigens auch schon gemacht – ein Kurs für B1/B2 war von lauter Leuten belegt, die mehrere Jahre im spanischsprachigen Ausland gelebt hatten, und da kam ich natürlich nicht wirklich mit – ich konnte zwar das Meiste verstehen, aber längst nicht auf deren Niveau mitreden.

Wer freies Reden üben möchte, ist meiner Ansicht nach in einem Kurs an der falschen Stelle. Zwar versuchen Lehrer, einzelne Schüler zum Sprechen zu animieren, aber ich habe mal mitgezählt und komme in 90 Kursminuten auf etwa drei Minuten, in denen ich spreche. Und nein, ich bin niemand, der sich schüchtern wegduckt, aber es liegt in der Natur der Sache, daß schüchterne Menschen dem Lehrer mehr auffallen, daß sie öfter drankommen und dann auch länger brauchen, um Gedanken zu formulieren. Außerdem möchte ich schüchtern Menschen nicht über den Mund fahren und halte mich daher immer etwas im Hintergrund. Schüler, die selbst nicht viel Lernaufwand betreiben, brauchen mehr Wiederholungen und Erklärungen und das ist effektiv Zeit, in der der Lehrer redet. Umgekehrt kann es aber auch sein, daß ein Kurs schüchternen Menschen die Gelegenheit bietet, in der Masse der Schüler abzutauchen und selbst nicht viel sagen zu „müssen“, insbesondere dann wenn andere von sich aus mehr beitragen. Letztlich ist es natürlich auch so, daß man sich verweigern kann, wenn man aufgerufen wird. Daß diese Option existiert, ist mir übrigens erst klar geworden, als ich das bei anderen mitbekommen habe…

Wenn ich meine Kurs- und Lernerfahrungen miteinander abgleiche, dann denke ich, daß ein Anfängerkurs für mich überhaupt nicht funktionieren würde, weil das Tempo, in dem die Sprache aufgebaut wird, viel zu langsam wäre. Insofern ziehe ich es gar nicht in Betracht, eine neue Sprache mit einem solchen Kurs zu beginnen, sondern würde da jederzeit eher nach Online-Angeboten wie Duolingo oder Babbel und nach Büchern gucken. Ein Kurs kann aber helfen, beim Lernen ein wenig Struktur zu geben, allerdings wird man nur dann eine Sprache wirklich lernen, wenn man bereit ist, außerhalb dieser 90 Minuten pro Woche noch eigenständig zu lernen. Wer ein langsameres Lerntempo bevorzugt und wer sich unter Menschen wohlfühlt, für den erscheinen mir Kurse besser geeignet.

Gut gefallen hat mir, mal zu sehen, wie andere Menschen lernen und was sie unter bestimmten Niveaustufen verstehen – ich habe gelernt, besser einzuschätzen, wo ich selbst mich befinde und wie mein Lernprozeß so ausschaut. Es war auch interessant, mal ganz neue Impulse mitzunehmen, z.B. in einem Kurs, wo die Lehrerin uns viel mit Kunstwerken arbeiten ließ (sie beschreiben, interpretieren, Geschichten über sie ersinnen etc.).

Zur Zeit bin ich mir nicht so sicher, ob ich nochmal einen Kurs belegen würde, weil ich denke, daß ich mein Geld und meine Zeit besser in 1:1-Online-Stunden investiere, in denen ich von 60 min. auch den Großteil der Zeit reden und wo ein Lehrer ganz individuell auf meine Fragen und Schwächen eingehen kann. Eine meiner größten Hoffnungen hat sich in den Kursen sowieso nicht erfüllt – ich hätte sehr gern mal jemanden getroffen, der genauso ein Sprachnerd ist wie ich 🙂

Dingelebummele

Ich habe mich in den letzten paar Wochen mal ein wenig damit auseinandergesetzt, wie andere Leute, die mehrere Sprachen lernen und sprechen, ihre Zeit und ihre Arbeit strukturieren. Für mich fühlt es sich oft gar nicht so besonders effektiv an, wie ich lerne, auch wenn ich offensichtlich vom Fleck komme und es eine Entwicklung gibt. Das größte Problem ist, daß meine Zeiteinteilung nicht mit der meiner Familie übereinstimmt. Es ist immer sehr unvorhersehbar, wann ich während des Tages in Ruhe lernen kann, und oftmals fühle ich mich abends, wenn alle in ihren Zimmern verschwunden sind und Ruhe einkehrt, einfach zu müde, um stundenlang effektiv zu lernen. Ich weiß, daß ich kein großes Interesse an sozialer Interaktion habe, aber ich finde, ich muß meiner Familie schon die Gelegenheit bieten, sich an mich zu wenden. Ich weiß nur nie so wirklich, wieviel ok ist und wann das dann stattfinden sollte. Bei der Asperger-Diagnostik wurde ich gefragt, wie viele Stunden am Tag ich idealerweise gern für mich allein hätte, und ich sagte 20, weil ich nicht unhöflich klingen wollte (22 wäre meine ehrliche Antwort gewesen) – das ist wohl ziemlich vielsagend. Besonders schwierig finde ich es, wenn ich nicht nur einmal eine bestimmte Zeit gewähren muß, sondern immer wieder unterbrochen werde, so daß sich meine Lernzeit in winzigste Einheiten aufsplittert (mal ein Beispiel: ich würde gern 10 Duolingo-Durchgänge à 20 Fragen am Stück erledigen, als eine Lerneinheit, aber de facto komme ich teilweise nicht mal durch einen einzigen Satz, geschweige denn durch eine Einheit von 20 Fragen und oft brauche ich auch Ohrstöpsel, weil nebenher gelärmt wird. Und ja, ein Küchenmixer oder ein Staubsauger lenken mich vom Lernen ab, ebenso wie Gesinge, Katzenklogescharre, Türgeknarze oder meine innig gehaßten Nachbarschaftsgeräusche wie Sägen und Hundekläffen).

Die zeitliche Struktur ist also ein Problem. Ein anderes ist, daß sich meine Lernerei nie wirklich strukturiert anfühlt. Ich meine damit, daß ich keinen echten Plan habe, was ich an welcher Stelle lernen sollte, damit ich Erfolg habe. Und ich tracke auch nur sehr ungenau, was ich lerne, z.B. mache ich mir Strichlisten mit den Lektionen von Duo oder Babbel, die ich gemacht habe, aber ich halte nicht fest, was diese beinhaltet haben. Manche Aktivitäten wie Lesen oder Zuhören kommen bei mir allgemein nur sehr sporadisch vor, weil ich sie als nicht besonders effektiv erlebe, und wenn ich mich dann mit anderen vergleiche, die ständig ein Buch in ihrer Zielsprache vor Augen haben oder jede Menge Podcasts anhören, zweifle ich an meiner Methode. Ganz schlimm wird es dann, wenn ich mitbekomme, wie andere Leute ihre Notizbücher zum Sprachenlernen führen. So mit Übersichten und Tracking von irgendwelchem Zeug, mit Bildchen und Aufklebern und bunten Stiften und Sternen und so. Das mache ich nämlich nicht. Ich habe ein Notizbuch für jede Sprache, die ich lerne. Es ist immer von derselben Marke, immer dasselbe Format und nur die Farbe ist anders. Ich schreibe diese Bücher einfach mit meinen Notizen voll und es gibt nur selten Unterstreichungen oder Kringel, mal ganz zu schweigen von Aufklebern, Kalligraphien oder anderen Dingelebummele. Meine Notizen sind eine dröge Sache und das Einzige, das ein wenig heraussticht, sind Haftnotizzettel in Schafform, die ich mal fälschlich zugeschickt bekommen hatte und behalten durfte und die jetzt jede Woche die Seite markieren, wo ich meine Strichlisten führe, damit sie verbraucht werden. In sich haben die Bücher nur eine Struktur, nämlich eine zeitliche. Ich schreibe jeden Tag das Datum rein und darunter folgen dann die Sätze, die mir notierenswert erscheinen, z.B. in Gesprächen oder von Duolingo oder Babbel. Wenn ich dann sehe, wie viel Mühe andere in ihre Notizen stecke, frage ich mich unwillkürlich, ob ich irgendwas falsch mache/ob ich mir mehr Mühe geben sollte/ob die mehr Spaß haben als ich/… und ob mir Struktur fehlt/ich keine andere Struktur brauche als die, die ich habe/ob ich mit deren Struktur effektiver lernen würde. Selbstzweifel.

Selbstzweifel sind beim Lernen richtige Stolpersteine. Das Blöde ist, daß es nicht weniger werden, je länger diese Lernreise andauert. Es werden eher mehr. Einen Grund dafür sehe ich darin, daß Sprachenlernen gerade total hip ist und daß man an vielen Stellen mit Sprachlerncontent und -werbung beballert wird. Ich fühle mich oft wie ein totaler Trottel in der erlesenen Gemeinschaft derer, die 12 Sprachen fließend sprechen (oder zumindest die Grundfarben nennen und bis 10 zählen können). Selbstzweifel sind eine Sache, mit der sich viele Hochbegabte herumschlagen und zumindest dieses Wissen hilft mir ein wenig, meine Zweifeleien etwas zu relativieren. Die Energie, die man braucht, um über dieses Gefühl von Unsicherheit zu klettern, geht allerdings für’s Lernen selbst flöten, und ich frage mich, ob mehr Struktur diesen Zweifel gleich lahmlegen könnte. Also, weil man durch mehr Struktur schon gelernt hat, daß der Zweifel kommt, und man sich einfach über ihn hinwegsetzt.

Eine Sache, die noch mehr Struktur für mich sehr unattraktiv macht, ist die Langeweile. Langeweile kommt in meinem Kopf sehr schnell auf, z.B. wenn das Lernangebot zu kleinschrittig oder monoton ist, wenn in einer Klasse über ein Thema geredet werden soll, das ich öde finde, wenn mein Gegenüber eine einschläfernde Stimme hat oder wenn eine Geschichte/ein Film eine Story erzählt, die mich nicht interessiert. Sobald ich Langeweile empfinde, fühlt sich mein Gehirn wie von Watte verstopft an, und nichts geht mehr. Würde ich mir meine Lernzeit z.B. in Einheiten von 20 Minuten aufteilen, würde ich definitiv dabei eingehen, wenn ich versuchen „müßte“, 20 Minuten lang Vokabeln zu wiederholen oder einen Podcast anzuhören oder so. Lernen muß für mich bunt und vielfältig sein und ich muß Sprachenlernen und irgendwas anderes tun miteinander kombinieren können.

Ein weiterer Stolperstein ist die (natürlich nicht wirklich existente) „Beweispflicht“. Wenn man eine Sprache lernt, dann soll man auch beweisen, daß man sie spricht [diese Plattitüde gönne ich mir jetzt mal]. Ich fühle mich natürlich geschmeichelt, wenn mir Leute sagen, daß ich eine Sprache toll beherrsche, aber ich weiß auch immer, daß mein Schriftniveau immer viel höher liegt als mein aktives Sprachniveau und daß in meinem Kopf immer ein ziemlicher White Out herrscht, sobald ich ein menschliches Gegenüber habe. Mein Spanisch in meinem VHS-Kurs z.B. ist richtig grottig. Worte und Formen purzeln durcheinander, ich verhaspele mich mitten im Satz und vergesse vor lauter Aufregung, was ich sagen wollte. Gruppensituationen sind einfach ganz mies und auch wenn ich mich ihnen bewußt zur Abhärtung aussetze, werden sie nicht geiler. Mein Niveau fällt schlagartig von C1 auf B1. Wenn ich einen Text schreibe oder einen Film gucke, ist mein Spanisch brilliant und wirklich elegant. Nur daß es dann halt keiner mitkriegt. Leider bezweifle ich, daß irgendeine Struktur etwas an diesem White Out verändern könnte, denn es ist der Aufregung geschuldet, die im Kontakt mit Menschen entsteht.

Fazit? Vermutlich habe ich die ganze Struktur, die ich brauche, schon etabliert. Aber irgendwie macht mein Gehirn mir weis, beklebte Notizbücher mit Dingelebummele drin wären toller als das, was ich mache, und alle anderen können alles viel besser als ich. Und sowieso.

Schlafende Sprachen

Ich habe seit Februar 2019 nicht viel Spanisch gemacht, verglichen mit den zweieinhalb Jahren zuvor, wo ich mich jeden Tag mehrere Stunden mit der Sprache beschäftigt hatte. Seither habe ich mich Norwegisch (und zeitweise Französisch) gewidmet und zwischendrin immer mal wieder Abstecher in andere Sprachen gemacht. Videos, Filme oder Bücher habe ich seither praktisch nicht auf Spanisch konsumiert und ich hatte auch keinerlei Einzelunterricht, wohl aber seit Anfang dieses Jahres nahezu wöchentlich Gespräche mit Tandempartnern. Diese sind aber erfahrungsgemäß immer ganz anders als Unterrichtsstunden, weil man sich halt nicht auf sich selbst konzentrieren kann, sondern dem Austauschpartner ja auch ein angenehmes Lernerlebnis bereiten möchte (jedenfalls ist das meine Maxime).

Ich hatte mir dann seit dem Sommer 2019 drei VHS-Kurse gebucht, die aber wegen der üblichen VHS-Semestereinteilungen nicht regelmäßig jede Woche seit Juli stattfanden. Insgesamt werden das bisher so etwa 16×90 Minuten in einer kleinen Gruppe gewesen sein. Ich habe diesen Kurs gebucht, weil ich dachte, daß er mir dabei helfen würde, die Basics aufzufrischen, denn da ich Spanisch sehr liebe, wäre es schon eine Tragödie für mich gewesen, viel davon zu vergessen. Das Ding ist aber, daß man in solchen Kursen allgemein nicht wirklich zum Sprechen kommt. Das hat mehrere Gründe und ich denke, über meine Erfahrung mit so einem Kurs schreibe ich mal gesondert.

Nun habe ich vor ein paar Wochen das Gefühl entwickelt, daß mein Norwegisch jetzt auf einem so sicheren Stand ist, daß ich mich wieder anderen Sprachen zusätzlich widmen kann. Ich bin offensichtlich ganz schlecht darin, mehrere Sprachen gleichzeitig von der Pieke auf zu lernen, und brauche immer so zwischen anderthalb und zweieinhalb Jahren, um mich so sicher zu fühlen, daß sich die Sprachen nicht ins Gehege kommen. Die Frage war nun aber: wie ist das, wenn ich eine Sprache – in diesem Fall Spanisch – von grundauf gelernt habe und dann, gerade mal zweieinhalb Jahre nach dem Beginn, eine längere Pause von anderthalb Jahren einlege? Kann ich sie dann immer noch fließend sprechen oder hakt es an allen Ecken und Enden? Die Erfahrungen im Kurs ließen mich das Schlimmste befürchten. Im Kurs habe ich ständig Aussetzer, erinnere mich z.B. nicht an Vokabeln oder Formen oder kann mich allgemein nur sehr holprig ausdrücken. Gefühlt Niveaustufe B1 und nicht C1.

Ich habe mir jetzt also eine Lehrerin gesucht, mit der ich wöchentlich 60 Minuten Spanisch reden kann. Über meine Themen, in meinem Tempo und in möglichst relaxter Atmosphäre. Für mein Aspie-Gehirn ist die Exposition Menschen gegenüber immer Streß und tatsächlich bin ich nach einem Austauschgespräch oder Kurs immer klatschnaß geschwitzt. Reduzieren kann man den Streß nur, indem man sich Menschen sucht, die in sich selbst ruhen und das auch ausstrahlen, und indem man eine gewisse Regelmäßigkeit und Vertrautheit miteinander entwickelt. Gerade Erstgespräche sind immer zittrig und machen mich total nervös.

Heute hatte ich meine erste Stunde mit der neuen Lehrerin, einer Frau aus Mexiko. Bislang hatte ich eigentlich nur Spanier als Lehrer und dachte, es wäre gewiß interessant, mal ein wenig mehr lateinamerikanisches Spanisch zu machen. Die Stunde war richtig cool. Noch am Nachmittag hatte ich mir einen abgebrochen bei meinem VHS-Kurs (der gerade online stattfindet) und als sich dann zwischen der Mexikanerin und mir ein Gespräch entspann, war quasi alles schlagartig wieder da. Hätte ich nicht gedacht und es macht mich sehr glücklich.

Ich stelle mir vor, daß Sprachen, die man nicht dauerhaft benutzt, einschlafen, aber daß man sie wecken kann. Dazu braucht man aber auch das passende Umfeld und die passenden Reize, die die Sprache wieder hervorlocken. Ich glaube, das hängt möglicherweise bei mir auch mit der Langeweile zusammen, die ich sehr schnell empfinde und nur schwer aushalte, wenn ein Thema mich anödet. Wenn es um Themen geht, die mich nicht reizen, drifte ich gedanklich sehr schnell ab und beschäftige mich mir Interessanterem. In der 1:1-Situation mit der Lehrerin kann ich besser steuern, worüber ich reden möchte, als in einem Kurs, und das trägt sicher dazu bei, daß mein Gehirn dann schneller/effizienter Vokabeln ausspuckt.

Mich bestätigt diese Erfahrung jetzt darin, wie ich lerne. Statt einer Sprache 15 Minuten täglich zu widmen, werde ich ziemlich Maniac und setze mich ihr einige Stunden lang täglich aus, vor allem im ersten Lernjahr. Dadurch schaffe ich mir eine gute Basis, auf die ich mich später verlassen kann. Neue Vokabeln und Formulierungen kann ich später immer noch dazulernen, aber ich muß eine Sprache systematisch und sehr fundiert erlernen, damit das ganze nicht auf tönernen Füßen steht. Wenn das Fundament stimmt, geht bei mir nichts mehr schief. Das finde ich eine sehr beruhigende und schöne Erkenntnis.

Schwedisch mit System, Übungen aus Kapitel 1

Übung 1

  1. Kalle talar svenska. Han kommer från Stockholm.
  2. Pauls mormor kommer från Italia. Hon heter Gina.
  3. Danmark är ett land. Det gränsar till Sverige.
  4. Peter och Åsa bor i Frankrike. De studerer i Paris.
  5. Hej, varifrån kommer ni? Vi kommer fra Polen.
  6. Vad heter du? Jag heter Göran.
  7. Var bor Linda? Hon bor på rum sex.

Übung 3

  1. Peter bor i Stockholm.
  2. Hon förstår lite finska.
  3. De kommer från Danmark.
  4. Vi dricker glögg.
  5. Han läser en bok.
  6. Carl Gustaf är Sveriges konung.
  7. De talar franska och engelska.
  8. Jag studerar i Paris.

Übung 4

A: Hej, jag heter Paul.

B: Hej, jag heter Linda.

A: Varifrån kommer du?

B: Jag kommer från Finland. Och du?

A: Jag kommer fra Polen. Vad gör du i Sverige?

B: Jag studerar svenska. Studerar du också svenska?

A: Nej, men jag förstår lite.

Übung 5

  1. Vad heter du?
  2. Varifrån kommer du?
  3. Vad heter Danmarks huvudstad?
  4. De bor på rum fem.
  5. Han er från Köln.
  6. Talar de italienska?
  7. Vem er skogens kongung?
  8. Vilket land gränsar Sverige till?

Übung 6

  1. Vad heter du?
  2. Varifrån kommer du?
  3. Talar du svenska?
  4. Var bor du?

Japanisch – ja / nein / vielleicht / fuck

Im März habe ich damit angefangen, mich nebenher ein wenig mit Japanisch zu befassen. Da es hieß, man sollte erstmal die Hiragana lernen, habe ich das gemacht. Offensichtlich ist das auch das Erste, das japanische Schulkinder lernen und eine Weile lang benutzen, bevor das zweite Alphabet eingeführt wird. Erst wenn man auch die Katakana beherrscht, kommen dann nach und nach Kanji dazu. Derzeit gibt es rund 2200 Kanji in Japanisch und auch wenn das vielleicht erstmal viel klingt, glaube ich, daß ich realistisch betrachtet ungefähr ein bis anderthalb Jahre brauchen würde, um einen Gutteil davon zu beherrschen.

Nur, daß ich leider gar nicht an diesen Punkt kommen werde, wo ich Kanji brauchen werde, weil der Weg bis dahin so dermaßen frustrierend und dämlich unterrichtet wird. Bei Duolingo lernt man erstmal die Hiragana und auch ein paar kurze Worte, die sich gut memorisieren lassen (Haus, Katze etc.). Dazu kommen ein paar feste Wendungen wie guten Morgen, Entschuldigung und danke. Man hat das Gefühl, daß man schon ein bißchen was kann, vor allem weil man anfängt, Dinge wirklich lesen zu können. Und genau an diesem Punkt bekommt man die ersten Kanji serviert. Komplexe Kanji mit 10 bis 20 Strichen. Kanji, die ich nicht mal aufschreiben kann. Was zum Geier soll denn das? Vielleicht liegt es ja an mir, aber das ist dermaßen frustrierend, daß ich seit einer Weile nicht mehr bei Duolingo Japanisch weitergemacht habe. Didaktisch halte ich das für ziemlich mißglückt.

Ich habe mir dann also Japanese From Zero (JFZ) Band 1 gekauft. Es hat sehr gute Rezensionen bekommen und ich habe von vielen Leuten gelesen, die äußerst zufrieden mit der Vorgehensweise des Autorenehepaars sind. Man bekommt nämlich zu Beginn des Buches alles in lateinischer Schreibweise vorgesetzt und lernt dann durch das Buch hindurch die Hiragana. Jedes Zeichen, das man gelernt hat, ersetzt dann eine lateinische Silbe. Cooles Vorgehen, dachte ich. Als ich das Buch dann hatte, war mein Frust aber gleich wieder groß, denn vorm ersten Kapitel kommen vier „Vorkapitel“ dran, in denen man schon recht lange „Worte“ (es sind tatsächlich Sätze) lernen muß, deren Bedeutung sich einem nicht erschließt (Nansainimiemasuka = How old do I look? Schön. Und was genau sage ich da? Und warum erklärt mir das keiner, wenn ich mir schon ein Lehrbuch kaufe? Hilft das echt jemandem, wenn man sowas nur auswendig lernt?). Außerdem lernt man gleich, wie man bis 999 zählt und wie man sein Alter sagt. Wozu brauche ich das am Anfang, wo ich noch nicht mal Hallo sagen, mich vorstellen oder absolut grundlegende Dinge wie „das da = Katze“ sagen kann? Argh.

Ich habe mir dann einen Onlinekurs gekauft, wo die Lehrerin tatsächlich damit anfängt, wie man jemanden begrüßt und sich vorstellt und wie ein Basic-Aussagesatz aufgebaut ist. Na endlich. Allerdings bezweifle ich doch sehr, daß ich nach den fünf Kursen, die das Paket umfaßt, wirklich Niveaustufe B1 haben werde (womit der Kurs beworben wird), denn eigentlich lerne ich Zeug nur auswendig, ohne die Strukturen zu verstehen.

So ein Frust!

Das hat nun dazu geführt, daß ich bestimmt zwei Wochen gar nicht mehr in meine Japanischsachen reingeguckt habe. Es liegt also nicht daran, daß ich keine Zeit oder keine Lust hätte oder daran, daß es kein Lehrmaterial gibt. Daß ich nichts lerne, liegt nur daran, daß die vorhandenen Lehrmittel schrottig und unlogisch sind und keinen Spaß machen. Ich glaube nach wie vor nicht daran, daß Japanisch eine „schwere“ Sprache ist, aber ich glaube inzwischen fest daran, daß die unmögliche Lehrweise es stark verkompliziert, Japanisch zu lernen. Wer weiß, vielleicht ist das auch ein Aspie-Ding, daß ich nicht „einfach“ über diesen Frust hinweggehen und weitermachen kann, aber ich sehe nicht, wozu es mir nutzen sollte, lose Bröckchen von etwas zu lernen, von dem sich kein großes Bild entwickeln mag. Das ist sehr ineffektiv und obendrein stinklangweilig. Und Langeweile ist echt der Killer für mein Hirn. Und da ich noch andere Sprachen lerne, bin ich auch nicht bereit dazu, täglich mehrere Stunden in eine Sprache investieren zu müssen, weil das Lehrmaterial keinen schnellen Fortschritt zuläßt. Wenn ich an das Ende meiner Lernkapazität komme, etwas nicht verstehe oder etwas erstmal sacken muß – ok. Aber ausgebremst werden, weil das Material mies ist – nö.

Derzeit lagern meine Japanischbücher noch um mich rum, aber ich überlege, ob ich sie erstmal in den Schrank packe, weil ich das alles so viel zu nervtötend finde.

🙁

Lernroutine

In den letzten Wochen habe ich einige Videos von anderen Menschen geguckt, die ebenfalls Sprachen lernen, und die ihre Lernroutinen vorgestellt haben. Dabei ist mir bewußt geworden, daß ich keinen besonders strikten Stundenplan habe, der festlegt, wie viele Stunden ich an welchen Tagen für welche Sprache lerne.

An Tagen, an denen ich abends Spanischtandems habe, lerne ich entweder gar kein oder nur sehr wenig Norwegisch, weil ich festgestellt habe, daß es mir dann schwerfällt, wieder auf Spanisch zu denken. Derzeit sind das zwei Tage die Woche, an denen ich erst spät am Abend zu lernen beginnen, wenn die Austauschgespräche vorbei sind und ich den Kopf wieder frei habe.

An den anderen Tagen fange ich in der Regel schon nachmittags (ich stehe sehr spät auf) mit dem Lernen an, allerdings hängt das davon ab, was meine Familie macht. Es gibt Tage, wo niemand was von mir will oder braucht, und an denen kann ich entsprechend mehr lernen, als an Tagen, wo alle mit mir reden möchten oder wo z.B. Hausarbeit ansteht. An ruhigen Tagen mache ich nachmittags einige Duolingo-Lektionen, allerdings sind das mittlerweile nur noch wenige, vielleicht so drei bis fünf. Da ich jetzt schon mehr verstehen und selbst ausdrücken kann, empfinde ich die Duo-Lektionen als etwas langweilig – aber das ist ja ein gutes Zeichen. Auch Vokabeln kann ich nachmittags oder am frühen Abend gut wiederholen.

Neuen Inhalten widme ich mich erst, wenn ich weiß, daß ich ungestört sein werde und meinen Fokus nicht mehr vom Lerninhalt zu irgendwelchen anderen Dingen und wieder zurück verschieben muß. Abends lerne ich also den Hauptteil. Woraus dieser besteht, verändert sich je nachdem, wie gut ich eine Sprache bereits beherrsche. Wenn ich z.B. Englisch auffrischen will, reicht es, wenn ich mir einen Film angucke oder etwas lese. Ähnlich ist es für Spanisch, wobei ich es hier vorziehe, selbst Texte zu schreiben. Allgemein ist es so, daß ich umso mehr lerne, je aktiver ich bin. Selbst etwas zu schreiben oder mit jemandem zu sprechen, bringt mir viel mehr als beispielsweise ein Buch zu lesen. Beim Norwegischlernen bin ich gerade noch an einem Punkt, wo es mir wirklich etwas bringt, Bücher zu benutzen, um Grammatikregeln zu lernen oder Aufgaben auszufüllen, merke aber, daß sich mein Interesse jetzt auch hier allmählich Richtung Texteschreiben verschiebt.

Ich bin zwar durchaus in der Lage, mich auch stundenlang konzentriert einer einzigen Sache zu widmen, aber wenn diese mich nicht wirklich fesselt, langweile ich mich schnell. Das hängt mit der Kombination von Autismus und Hochbegabung zusammen. Ich bin z.B. auch nur sehr selten in der Lage, einen Film anzusehen, ohne nebenher noch etwas anderes zu machen. Je mehr ich mich dazu zwingen müßte, bei einer Sache zu bleiben, desto mehr Energie würde genau für diesen Zwang verbraucht werden, und diese Energie würde dann beim Lernen fehlen. Das wäre also total ineffektiv. Da ich weiß, daß mein Gehirn so funktioniert, spalte ich den Hauptlernteil am Abend in kleine, unterhaltsame Einheiten auf. Ich gebe mal ein Beispiel dafür, wie ich eine Zeitstunde nutze:

  • 10 min. Duolingo
  • 5 min. irgendwas anderes, Pause
  • 5 min. Vokabeln
  • 5 min. irgendwas anderes, Pause
  • 10 min. lesen
  • 15 min. irgendwas anderes, Pause
  • 10 min. Text schreiben

Ich glaube, realistisch betrachtet splittere ich die meisten Zeitstunden in noch kleinere Einheiten auf, die zum Teil vielleicht zwei oder drei Minuten dauern. Manchmal dauert eine Pause nur wenige Sekunden, gefolgt von einer ebenfalls nur wenige Sekunden dauernden Lerneinheit. Wenn ich einmal „in the zone“ bin, prozessiere ich Informationen sehr schnell. Die raschen Wechsel zwischen Pausen und Lernen haben manchmal aber auch eine negative Auswirkung auf mich. Je schneller ich denke und je mehr das Gehirn arbeitet, desto höheren Blutdruck bekomme ich. Das ist dann so eine Art Lernrausch. Im Lernrausch nehme ich meine grundlegenden Bedürfnisse wie trinken oder auf die Toilette gehen nicht mehr gut oder auch gar nicht mehr wahr, was den Blutdruck noch steigert. Ich versuche also, die Lerneinheiten so zu gestalten, daß ich nicht überdrehe, und in den Pausen wirklich abzuschalten.

Wenn ich einmal das Lernen gestartet habe, reagiere ich auf Unterbrechungen sehr unwirsch, was schon öfter zu Konflikten mit meiner Familie geführt hat. Auch deswegen ist es wichtig, daß ich jeden Tag bestimmte Zeiten habe, wo ich ungestört bin. Es ist ja bekannt, daß wir Aspies ziemlich ungehalten darauf reagieren, wenn wir unseren Spezialinteressen nicht nachkommen können, und ich bin da keine Ausnahme. Das Sprachenlernen ist für mich Entspannung und Abtauchen. Ich glaube, letztlich würde jeder genervt darauf reagieren, wenn man ihn beim Abschalten stört, aber ich glaube auch, daß Aspies drauf einen Zacken schärfer reagieren als andere.

Wenn ich gerade anfange, eine Sprache zu lernen, sieht meine Lernroutine anders aus. Da verbringe ich möglichst viel Zeit mit einer Sprache, schaue also z.B. nebenher Videos in der Zielsprache, lasse Musik in der Sprache laufen etc. Das mache ich zu späteren Zeitpunkten nicht mehr. Die erhöhte Exposition der Zielsprache gegenüber hilft mir vor allem am Anfang dabei, ihr Klangbild zu verinnerlichen, was es später leichter macht, Sachen richtig auszusprechen.

Zu der Langeweile wollte ich noch etwas anfügen. Sie ist der Grund dafür, warum ich auch Schule und Uni als wahnsinnig quälend empfunden habe, denn wenn man ehrlich ist, läßt sich die Essenz einer Schulstunde meist auf zwei, drei Sätze reduzieren. So etwas wie ein zweistündiger Elternabend ist für mich ebenfalls die reinste Quälerei, weil auch hier die Essenz in ein paar Sätzen steckt (und ich verstehe nicht, warum die Lehrer den Eltern diese paar Infos nicht gleich per E-Mail schicken). Wenn man bereits am Beginn einer Stunde weiß, worum es geht, und dann nur noch auf den erlösenden Gong wartet, ist das einfach ermüdend und frustrierend, denn es geht dabei sehr viel Lebenszeit drauf, die man anderweitig besser hätte nutzen können. Mir ist aber auch klar, daß ein Großteil von Schule, Uni, Elternabenden und anderen solchen Dingen nichts mit Inhalten, sondern mit sozialer Interaktion zu tun hat – und die interessiert mich nicht besonders, schon gar nicht mit Menschen, mit denen ich nicht freiwillig zusammen bin. Mit Freunden und der Familie ist das was anderes.

Etwas, das mich lange verunsichert hat, ist, daß ich meinen Lernprozeß mit dem anderer Menschen verglichen habe. Ich glaube, das ist im Grunde das Blödeste, was man machen kann, weil jede Lernreise absolut individuell ist – so wie jedes Gehirn eben auch. Aber wenn ich sehe oder lese, daß andere Leute jeden Tag am Streifen weg vier Stunden eine Sprache lernen, denn vermute ich augenblicklich, daß das bedeutet, daß sie schneller/besser/effektiver/konzentrierter lernen als ich und daher ihre Zielsprache auch schneller/besser/fundierter/… begreifen und beherrschen. Das stimmt aber gar nicht. Es sagt nur etwas über mich selbst aus, nämlich daß ich Sorge habe, ich würde nicht genug lernen oder nicht schnell genug Dinge verstehen. Das ist irgendwie das Vertrackte: ich lerne ja schon ein paar Jahre lang Fremdsprachen, aber immer wieder stelle ich in Frage, ob ich mir, meinem Gehirn und dem Lernprozeß trauen kann. Perfektionistenfehler. Das weiß ich auch und ich versuche, im Laufe der Zeit immer mehr Gelassenheit und Vertrauen zu entwickeln und im Gegenzug Konkurrenzdenken und Sorgen abklingen zu lassen. Eigentlich geht es ja „nur“ darum, den Prozeß zu genießen. Niemand käme auf die Idee, einen richtig guten Tee herunterzustürzen. Man genießt ihn und kostet ihn voll aus. So stelle ich mir auch das Lernen von Fremdsprachen vor. Es ist ein Prozeß, den man zwar immer wieder in Frage stellt und der auch seine Tiefpunkte mit sich bringt, aber eigentlich geht es nur darum, es zu genießen.

Catalán

Heute Abend hatte ich mein wöchentliches Gespräch mit einem Austauschfreund aus Valencia, dessen Muttersprachen Spanisch und Valenciano sind. Mit Valenciano habe ich mich noch nie zuvor beschäftigt und daher bat ich ihn, mir etwas in dieser Sprache zu erzählen. Das Interessante war, daß ich alles verstanden habe und sich ein Teil meines Gehirns fragte, ob er nun schon Valenciano sprechen würde oder ob er nur plötzlich einen stärkeren Akzent beim Castellano an den Tag legen würde. Ich glaube, er war ein bißchen enttäuscht davon, als ich ihm im Anschluß sagte, daß ich alles verstanden hatte 😀 Jedenfalls erzählte er mir auch noch, daß Valenciano und Catalán seiner Meinung nach ein und dieselbe Sprache seien, daß es aber in Teilen Spaniens – wenig überraschend vor allem in Catalunya – ganz verpönt ist, so zu denken, eben vor allem aufgrund der Separationsbemühungen innerhalb Catalunyas.

Da ich neulich schon mal ein wenig mit einer anderen Austauschfreundin, deren zwei Muttersprachen Spanisch und Catalán sind, über Catalán geredet hatte, war nun meine Neugier geweckt. Duolingo bietet einen Catalánkurs an, allerdings nur, wenn man als Ausgangssprache Spanisch angibt. Habe ich dann heute mal gemacht und war absolut verblüfft davon, wie easy mir Catalán erscheint – und wie hübsch.

Überraschend für mich ist allerdings, daß beide Tandempartner angeben, daß sie weder Gallego noch Portugiesisch verstehen, was mir möglich ist, sofern nicht allzu stark genuschelt und nicht zu schnell geredet wird. Vor allem das Lesen dieser beiden Sprachen bereitet mir keinerlei Probleme. Habe mir z.B. aus dem letzten Galicien-Urlaub einige Broschüren in Gallego mitgebracht, die ich flüssig lesen und verstehen kann. Und beide sagen, daß sie zwar Italienisch verstehen können (kann ich auch), aber null Rumänisch – denn ich kann zumindest einen Bruchteil raushören, obwohl ich nie auch nur eine Vokabel Rumänisch gelernt habe.

Last but not least: das katalanische Wort für blau ist überraschenderweise blau. Das finde ich echt den Kracher 🙂

Genau diese Dinge liebe ich so sehr beim Sprachenlernen ♥

Lernen

Ich habe in den vergangenen Monaten viel darüber gelesen und mir angehört, wie andere Menschen Sprachen lernen. Ich finde das immer sehr spannend, mitzuverfolgen, wie der Prozeß der Sprachakquirierung bei anderen abläuft und welche Methoden ihnen in welcher Zeit welchen Erfolg bringen. Beim Lernen habe ich zwar nicht das Gefühl, mit anderen in Konkurrenz zu stehen, weil ja jede Lernreise ganz individuell ist, aber der Blick über den Tellerrand ist trotzdem immer lohnend. Allerdings glaube ich durchaus daran, daß man alten Hunde keine neuen Tricks mehr beibringen kann. Oder anders gesagt: Sprachenlernen ist gerade trendy und natürlich wollen eine Menge Leute damit Geld verdienen, was sie unter anderem tun, indem sie neue Lernmethoden erfinden oder zumindest so tun, aber ich habe für mich persönlich festgestellt, daß ich mit sämtlichen hippen Apps und High-End-Lösungen nicht so gut lerne wie mit der Art von Materialien, die ich schon immer benutzt habe. So ein Gehirn ist ja doch ganz schön faul und meines ist überdies ziemlich schnell überreizt von Oberflächen, die es nicht kennt. Dazu kommt, daß ich Versprechungen wie „fließend XY sprechen in nur drei Wochen!“ nicht glaube und auch nicht nachvollziehen kann, warum Leute zwar eine (oder am besten gleich mehrere) Sprache/n sprechen können wollen, aber selten Lust haben, entsprechend viel Zeit und Energie in den Lernprozeß hineinzustecken. Denn das ist für mich der eigentliche Spaß an der Sache. Ich liebe es, zu lernen.

Jedenfalls lese ich gerade „Fluent Forever“ von Gabriel Wyner, und in den ersten Kapiteln kommt er darauf zu sprechen, wie Erinnerung funktioniert. Forschungen zufolge vergißt man innerhalb der ersten 24 Stunden, nachdem man etwas gelernt hat,  wieder 70% davon. Je länger das Lernen her ist, desto weniger erinnert man sich. Besser bleibt Gelerntes haften, wenn man es a) aktiv und b) regelmäßig wiederholt. Auf Vokabeln zu gucken, um sie zu wiederholen, ist also nicht so effektiv wie z.B. sie aus dem Gedächtnis aufzuschreiben, und sie bleiben noch besser haften, wenn man jede einzelne Vokabel mit immer größer werdendem Abstand bis zu siebenmal wiederholt, denn dieser Zeitraum ist nötig, um sie ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Wyner schlägt statt der schnöden Variante der Vokabelkarten, die nur mit Worten beschrieben wird, eine aufgemotzte Version davon vor, nämlich Vokabelkarten, die statt mit Worten mit Bildern oder ganzen Sätzen arbeiten, weil das seiner Ansicht nach die Memorisierung erleichtert. Je persönlicher die Karten gestaltet werden, desto nachhaltiger der Lerneffekt. Während ich seinen Argumenten absolut folgen und mir auch vorstellen kann, daß das für viele Leute sehr gut funktioniert, lehnt mein Gehirn das ab. Ich habe schon viele unterschiedliche Methoden ausprobiert, um Vokabeln zu lernen, aber da ich daran gewöhnt bin, es mit der schnöden Variante der Karten zu machen, finde ich alles andere verwirrend und unangenehm und kehre daher immer wieder zum Gewohnten zurück (der Aspie läßt grüßen).

Was die Aussprache angeht, so schlägt der Autor vor, man solle sich anfangs nicht auf Vokabeln und Inhalt konzentrieren, sondern auf den Klang. Es gelte, das auf einen bestimmten Sound geeichte Gehirn durch Exposition in der Zielsprache neu zu verdrahten. Auch das Argument verstehe ich total gut, aber auch das funktioniert bei mir nicht. Ohne Inhalt perlt der Klang erstmal ab. Er interessiert mich nicht, weil es diffus bleibt. Erst wenn ich anfangen kann, einzelne Worte rauszuhören, ist mein Interesse geweckt. Das ist wie eine sehr befriedigende Detektivarbeit für mich.

Dann ist mir noch bewußt geworden, daß ich ein Mono-Lerner bin. Ich schaffe es nicht, mehrere Sprachen zeitgleich von der Pieke auf zu lernen, weil das dazu führt, daß ich in keiner der Sprachen so richtig abtauchen kann. Das geht nur, wenn ich mich auf eine Sprache fokussiere. Und dann brauche ich rund zwei Jahre, um ungefähr ein Niveau zwischen B2 und C1 zu erreichen (ich selbst empfinde das so, daß ich nur in Englisch Niveau C2 habe – bei allen anderen Sprachen würde ich das nie von mir behaupten).

Ich habe bisher bestimmte Denkfehler gemacht, wenn Leute sagten, sie sprächen zwölf Sprachen fließend und hätten dafür nicht mehr als ein paar Jahre gebraucht. Erster Fehler: fließend ist nicht gleich fließend. Für manche bedeutet dieser Terminus, daß sie in der Lage sind, sich in der Zielsprache einen Tee zu bestellen und dem Kellner zu danken oder nach dem nächstgelegenen Bankautomaten zu fragen. Das mag zwar als fließend gelten, aber eben auf Niveaustufe A1-2. Ich verstehe unter fließend allerdings C1-2 mit einem sehr geringen Fehlerquotienten, auch bei komplizierten Grammatikthemen (als Beispiel nenne ich mal den Subjuntivo im Spanischen). Zweiter Fehler: fließend heißt für mich, daß ich auch die Aussprache gut hinbekomme. Es gibt jedoch viele Leute, die schon lange eine Sprache lernen, deren Aussprache aber so grottig ist, daß man sich als Muttersprachler sehr viel Mühe geben muß, sie zu verstehen. Welchen Sinn macht es, schwerverständliches Gestöpsel als fließend zu bezeichnen? Dritter Fehler: das klassische „die anderen lernen viel müheloser als ich!“-Denken. In der Regel bin ich zwar geneigt, das zu glauben, aber meist ist das nicht wahr. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und je besser man die kennt, desto besser kann man den Lernprozeß ihnen anpassen. Ich z.B. tat mich immer schwer damit, vor allem am Anfang zu akzeptieren, bestimmte Phänomene noch nicht zu durchschauen und war total ungeduldig. Erst bei Norwegisch lerne ich allmählich, diese Ungeduld auszuhalten, und das geht auch nur, weil ich inzwischen in den Prozeß vertraue.

Für mich ist das nämlich so: ich merke nicht zwangsweise von Tag zu Tag, daß ich wirklich einen Fortschritt erziele, aber durchaus von Monat zu Monat. Zu wissen, daß mein Gehirn auch dann weiterarbeitet, wenn ich nicht gerade explizit lerne, hilft mir dabei, loszulassen und die Reise mehr zu genießen 🙂

Duolingo-Statistik für die letzten sechs Monate

Heute bin ich genau 183 Tage, also 6 Monate bei Duolingo. Zu diesem Anlaß hatte ich eine Mail mit meiner Statistik im Kasten. Hier kommt sie also:

  • in 183 Tagen gab es keinen einzigen, an dem ich ausgesetzt habe
  • ich habe  insgesamt 131 Stunden auf der Duolingo-Website und in der App gelernt (vorwiegend Norwegisch, aber auch Spanisch, Französisch und Russisch)
  • ich habe 6832 Worte gelernt
  • und insgesamt 1952 Lektionen beendet

Das mit den gelernten Worten stimmt nur Duolingo-intern, denn den kompletten Spanischkurs konnte ich mir sofort freischalten. Da habe ich also keine neuen Worte gelernt, sondern nur welche, die ich eh schon konnte, aktiviert. Realistischer erscheint mir die Angabe von 1968 Worten, die ich in dieser Zeit für Norwegisch gelernt habe. Im Norwegisch-Baum habe ich 392 Kronen erreicht. Insgesamt habe ich gerade 1285 Lingots (und es wäre echt schön, wenn man etwas mit denen anfangen könnte).