Speiseplan #182

  • Dienstag: Köfte im Fladenbrot, Tomatensugo, Salat
  • Mittwoch: Pasta Cacciatore mit Pilzen und Oliven
  • Donnerstag: Pfannenpizza, dazu Waldorfsalat
  • Freitag: Spargel, Salzkartoffeln, Hollandaise
  • Samstag: Massamancurry mit Ananas und Erdnüssen, dazu Klebreis
  • Sonntag: vegane Bolognese, dazu Salat
  • Montag: UWYH

außerdem werden wir (= der Mann) einen Schoko-Kirsch-Kuchen backen

Speiseplan #181

  • Dienstag: Fladenbrot, Köfte mit Tomatensugo, gemischter Salat
  • Mittwoch: Curryhühnersuppe mit viel Gemüse und Gnocchi
  • Donnerstag: grüner Spargel mit Balsamico, Kartoffelpüree und Ei
  • Freitag: Schweinefilet ungarisch mit Fenchel, Paprika, Möhren und Äpfeln, dazu Reis
  • Samstag: gefüllte Zucchini, dazu Couscous
  • Sonntag: Auberginencurry, dazu Reis
  • Montag: UWYH

Use What You Have #8

Ich stelle leider immer wieder fest, daß ich viele Dinge, die ich habe und gern gebrauchen würde, derzeit einfach nicht verwenden kann, weil das in meiner derzeitigen Situation unpraktisch oder sogar unmöglich wäre. Eigentlich ist das echt schade, denn ich habe sehr große Lust, die Schätze in meinen Schränken wiederzuentdecken. Naja, steht auf der Liste der ganzen Dinge, die ich noch nachholen möchte.

Ich habe diese Woche ein bißchen mehr Japanisch gelernt. Bin da gerade sehr neugierig und da ich mich noch nie damit befaßt habe, muß ich auch ganz vorn anfangen. Ich hatte mir jetzt die Kladde, die ich bei Moleskine in Paris gekauft habe, als Japanisch-Kladde auserkoren, um dann auf den ersten beiden Seiten festzustellen, daß das Papier so dünn ist, daß man auf der zweiten Seite alles lesen kann, was man auf der ersten notiert hat. Übel. Ich habe dann überlegt, ob ich es trotzdem benutze oder halt nur jede zweite Seite beschreibe, aber das ganze Ding ging mir so auf die Nerven, daß ich mir jetzt ein anderes Buch von Leuchtturm bestellt habe. Ich hoffe, in gewohnter Qualität. Was ich mit der Moleskine-Kladde machen soll, weiß ich jetzt noch nicht. Vielleicht schenke ich sie meinem Sohn.

Für Japanisch habe ich mir auch drei, vier (ok, eher vier^^) Bücher gekauft, meist gebraucht. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie lange ich das machen will und ob überhaupt so wirklich engagiert, aber da es mich interessiert, habe ich zugeschlagen. Ich glaube, Lernmaterial ist auch so ziemlich das Einzige, für das ich extrem leicht entflammbar bin…

Als UWYH-Essen hatten wir neulich Pilz-Paprika-Rahm mit Speck zu Pasta. Das war so lecker, daß wir das auch nochmal als normales Essen einplanen würden 🙂 Auch kreolischen Mais mit Würstchen und Kartoffelpüree hatten wir einmal als Resteessen. Bin selbst immer wieder verwundert darüber, daß so Dinge wie eine Packung Würstchen einfach mal übrig sind, aber das liegt zum Teil auch daran, daß unser Mitbewohner, für den wir eigentlich immer miteinkaufen, manchmal allein loszieht und Dinge kauft, die nicht eingeplant waren. Aber solange alles gegessen wird, habe ich daran nichts auszusetzen.

Eine nette Überraschung war, daß unser Sohn diese Woche aus vorhandenen Zutaten einen total leckeren Apfel-Gewürzkuchen gebacken hat. Diese Woche will er einen anderen Apfelkuchen backen, da freue ich mich schon drauf.

Ansonsten höre ich gerade Hörbücher und Hörspiele, die ich vorher noch nicht angehört hatte. Sowas wie die Jubiläumsfolge der drei Fragezeichen oder die Hörspielfassung von 1991 vom Herrn der Ringe. Die Bibliotheken sind ja nun wieder geöffnet und mein Mann hat mir netterweise ein paar vorbestellte Sachen abgeholt, so daß ich jetzt nochmal vier neue Hörbücher und ein Buch habe, um mir die Zeit zu vertreiben. Gelesen habe ich außerdem ein spanisches E-Book, das ich mir schon vor Monaten gekauft hatte. Ich war ziemlich angetan davon, wie einfach ich es dann doch lesen konnte, obwohl ich einen ganzen Haufen an Wörtern nicht kannte.

Was ganz besonders cool ist: der VHS-Kurs Spanisch, den ich wegen meiner gesundheitlichen Situation nicht belegen konnte, wird wohl komplett online abgehalten werden und die ganzen Leute sind scheinbar alle mit dabei. Ich muß jetzt nochmal Rücksprache mit der Organisatorin halten, damit ich meine Zahlung an sie machen kann, und dann kann es losgehen 😀

Der Henkelmann

Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und für mich ist daher der Henkelmann nichts Exotisches. Er gehörte zum Alltag dazu, auch wenn mein Vater kein Kumpel war, sondern einen anderen Handwerksberuf ausübte. Manchmal nahm er warmes Essen mit auf die Arbeit, manchmal hat meine Mutter das, was sie und ich mittags gegessen haben, für meinen Vater in seinen Henkelmann gefüllt, damit er abends etwas Warmes zu essen hat.

Ich bin jetzt seit September im Rolli unterwegs. Manchmal koche ich mir nachts gern noch eine Suppe oder etwas anderes Warmes, aber das dann unfallfrei ins Wohnzimmer oder auch nur den Küchentisch zu bekommen, ist teilweise ganz schön kriminell. Ich balanciere dann zum Beispiel die heiße Suppe in einer Schale auf einem kleinen Desserteller in einer Hand, während ich mit der anderen Hand den Rolli bediene und darauf hoffe, daß mir das alles nicht auf die Beine klatscht. Übel. Ich habe mir in der vergangenen Woche also einen Henkelmann geholt, allerdings die moderne Fassung davon. Er besteht aus einer zweiwandigen Metallkonstruktion und hat noch nicht einmal einen Henkel 🙂 Dafür aber einen Druckauslaß und eine so weite Öffnung, daß man auch stückige Suppen gut direkt aus ihm essen kann. Ich hatte sogar richtig Glück bei der Anschaffung, denn ich hatte mich für B-Ware mit „riesigem Defekt“ im Außendeckel entschieden (der Außendeckel ist als Suppenschale nutzbar, was ich aber de facto gar nicht mache), die 12 € billiger war als die A-Ware. Als der Henkelmann dann ankam, stellte sich heraus, daß er keinen Defekt hat. Nicht mal der Karton hatte einen.

Jetzt kann ich mir also meine nächtlichen Süppchen bequem ins Wohnzimmer rollern. Der einzige Nachteil ist, daß selbst bei abgeschraubtem Deckel die Speisen in dem Behälter so heiß bleiben, daß man ziemlich lange warten muß, bevor man sie essen kann. Wenn man sich eine Ramen-Suppe kocht, absorbieren die Nudeln in der Abkühlzeit allerdings die ganze Brühe 🙂 Mal sehen, vielleicht nehme ich mir künftig eine große Schale mit rüber und fülle die Nudeln dann wieder um. Ich freue mich jedenfalls sehr über meine Neuanschaffung. Hätte ich mir allerdings wohl nicht gekauft, wenn meine Situation anders wäre.

Use What You Have #7

Im Moment hat der Mitbewohner Urlaub und da können wir einige Kisten durchgucken, die wir noch im Keller hatten. Vor einer Weile, nachdem unser Dach neu gedeckt worden war, hatten wir schon einen Großteil unserer Kisten durchgeguckt und dann auf den Dachboden geschafft, aber im Keller war verblieben, was wir gern im direkteren Zugriff gehabt hätten. Wenn wir aber die Kisten zwei Jahre oder länger nicht anrühren, ist bei uns die Wahrscheinlichkeit dafür groß, daß wir vieles von ihrem Inhalt gar nicht mehr brauchen oder wollen. Und tatsächlich, wir haben insgesamt zwölf von diesen Kisten leeren können. Größtenteils waren es Bettwaren wie alte Kissen oder Decken, aber auch Zubehör vom nicht mehr vorhandenen Wasserbett, Kleidung, Kinderspielzeug und anderes. Der Mitbewohner hat gleich alle Textilien zum Altkleidercontainer verfrachtet und Ende April ist bei uns Sperrmüll, wo dann der Rest wegkommt. Jetzt sind nur noch zehn Kisten übrig, die wir in der kommenden Woche sichten werden.

Das Verrückte ist, daß wir eigentlich seit 2009 dabei sind, unseren Hausstand zu reduzieren und echt schon kubikmeterweise Zeug weggeschafft haben, aber daß immer noch so viel übrig ist! Beim Sichten können wir auch feststellen, daß das alles alte Dinge sind. Es ist also nicht so, daß wir ständig nachkaufen und dann relativ neue Sachen wegwerfen. Ich glaube, wenn der Keller erstmal kistenfrei und gereinigt ist, werde ich mir auch nochmal die Kisten vom Dach vornehmen. Von deren Inhalt existieren zum Glück detaillierte Photos, so daß man die Kisten nicht erst herunterschaffen muß. Ein vernünftiges Ordnungssystem zahlt sich echt aus. Aber trotzdem. Manchmal fühle ich mich, als würde das Zeug nachwachsen…

Ein Gutes – abgesehen von mehr Platz im Keller – hat die Aktion, wir haben nämlich angefangen, dem Sohn Kisten zu füllen mit Dingen, die er mitnehmen kann, wenn er auszieht. Sowas wie Töpfe, Geschirr, Besteck etc. haben wir zum Teil in dreifacher Ausführung, weil wir im Grunde ja auch drei Haushalte fusioniert haben.

Zwei Dinge mußten wir im April bisher ersetzen, die interessanterweise eine ähnliche Funktion haben: unseren Toaster und unseren Sandwichmaker. Der Toaster war schon über zehn Jahre alt und bei ihm sind ein paar Heizspiralen durchgeschmort, so daß der Toast eher nicht so geröstet aus ihm raushüpft. Den Sandwichmaker hatten wir auf einer Tombola Silvester 1999/2000 gewonnen und seine Beschichtung ist inzwischen verschrammt.

Dann hatte ich mir im Laufe der letzten Wochen das japanische Schriftsystem mal näher angeguckt. Ich weiß nicht, ob ich ernsthaft Japanisch lernen will, aber ich bin eben neugierig, was die Schrift angeht. Es gibt ein paar kostenlose Apps, die ich echt gut finde, aber ich wollte auch gern ein Buch zu dem Thema haben, allerdings ohne Geld auszugeben. Die Bibliotheken sind ja derzeit geschlossen, also war das keine Möglichkeit. Ich habe mich dann daran erinnert, daß ich schon vor zwei Jahren mal einen Gutschein für amazon.com geschenkt bekommen hatte. Den konnte ich nun einlösen, um mir das Buch zu bestellen. Es kommt zwar erst Ende Mai, aber mich drängt ja nichts 🙂 Allerdings habe ich dann dieses Wochenende ein weiteres Buch bestellt, welches das Guthaben auf dem Gutschein sprengte. Aber das war es mir wert, weil das Buch genau das abdeckt, was ich suchte, wie mir die Vorschau verriet. Soll aber auch erst im Mai oder Juni kommen. Ich habe aber gemerkt, daß ich beim Bestellen sehr viel zögerlicher war als sonst, und ich möchte auch versuchen, kein weiteres Geld auszugeben. Mal sehen. Im Grunde mache ich ja kein no spend year.

Beim Essen klappt das UWYH-Prinzip reibungslos. Wenigstens eine Mahlzeit die Woche kochen wir aus dem, was gerade da ist, und es sind immer echte Perlen. Wie jeder, der sein Brot regelmäßig selbstbackt, hatten auch wir damit zu tun, daß es keine Hefe mehr gibt. Wir haben dann ein wenig recherchiert und herausgefunden, daß man Hefe ganz leicht vermehren und einfrieren kann, was wir jetzt zum ersten Mal gemacht haben. Das Interessante ist, daß diese vermehrte Hefe sehr aktiv ist und man weniger von ihr braucht. Das Vermehren dürfte unterm Strich also weniger kosten als Frischhefe, vor allem weil sie eingefroren wird und dann echt ewig haltbar ist. Problem gelöst.