Norwegisch #62

Diese Lernwoche war wunderbar. Insgesamt war sie anders strukturiert, aber diese veränderte Struktur gestattet es mir zum einen, meine Zeit für Norwegisch effektiver zu nutzen, und räumt mir zum anderen mehr Zeit für andere Dinge ein. Das ist ziemlich cool und ich will das gern beibehalten (bis sich halt die Bedürfnisse wieder ändern). Konkret bedeutet das, daß ich derzeit am Nachmittag 10 Duo-Lektionen mache, am frühen Abend lese oder Vokabeln wiederhole und dafür nachts nicht mehr soviel mache wie bisher – es sei denn, andere Dinge lassen sich schneller erledigen und es bleibt noch Zeit und Kraft für Norwegisch übrig. So habe ich mir Zeit freigeschaufelt für andere Sprachen und das tut mir richtig gut.

Ich habe eine norwegische Brieffreundin gefunden und ihr einen ersten Brief geschrieben. Dabei habe ich feststellen dürfen, daß es mir durchaus leichter fällt, mal eben eine Seite auf Norwegisch als auf Spanisch runterzutippen, was ich ziemlich schräg finde gemessen daran, wie viel länger ich Spanisch schon spreche. Aber ok 🙂 Ich habe außerdem in „Våre tradisjoner“ weitergelesen und eine Menge Zeug auf YT geguckt (unter anderem schwedische Kochvideos, aber das werte ich als Lernzeit für Norwegisch).

Leider hat mir eine Migräne meine Tandem-Stunde vermasselt, aber immerhin konnte ich meine 30 min. Unterricht mit meinem Lehrer wahrnehmen. Diesmal haben wir über Corona, Krankheit allgemein und Haare geredet (ich habe mir neulich meine Haare abrasiert, weil sie mich so nervten, und daher kam dann das Thema). Es ist inzwischen so, daß ich weite Teile eines Gesprächs relativ fließend bestreiten kann, vor allem dann, wenn ich nicht groß nachdenke. Wenn es um Themen geht, die ich noch nie auf Norwegisch bedacht oder besprochen habe, stolpere ich ein wenig, vor allem auf der Suche nach Worten, die ich nicht kenne. Aber immerhin so, daß man mir offenbar immer noch folgen kann. Ich kann sogar schon Scherze auf Norwegisch machen. Und Schimpfworte benutzen. Allerdings fluchen die Norweger viel netter als wir Deutschen – bei „Teufel“ oder „Drecksack“ zuckt hier ja eigentlich keiner mehr zusammen, oder? 🙂

Ich spüre, daß die Zeit, in der ich mich voll auf Norwegisch konzentriere, jetzt an ihr Ende gekommen ist. Ich lerne es weiterhin und fühle mich noch nicht recht flügge, aber ich nähere mich dem Rand des Nestes, wenn man so will. Bei Spanisch war das erst nach zweieinhalb Jahren der Fall. Jedenfalls habe ich jetzt angefangen, mich auch wieder auf andere Sprachen zu konzentrieren. Dazu demnächst mehr.

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