Use What You Have #8

Ich stelle leider immer wieder fest, daß ich viele Dinge, die ich habe und gern gebrauchen würde, derzeit einfach nicht verwenden kann, weil das in meiner derzeitigen Situation unpraktisch oder sogar unmöglich wäre. Eigentlich ist das echt schade, denn ich habe sehr große Lust, die Schätze in meinen Schränken wiederzuentdecken. Naja, steht auf der Liste der ganzen Dinge, die ich noch nachholen möchte.

Ich habe diese Woche ein bißchen mehr Japanisch gelernt. Bin da gerade sehr neugierig und da ich mich noch nie damit befaßt habe, muß ich auch ganz vorn anfangen. Ich hatte mir jetzt die Kladde, die ich bei Moleskine in Paris gekauft habe, als Japanisch-Kladde auserkoren, um dann auf den ersten beiden Seiten festzustellen, daß das Papier so dünn ist, daß man auf der zweiten Seite alles lesen kann, was man auf der ersten notiert hat. Übel. Ich habe dann überlegt, ob ich es trotzdem benutze oder halt nur jede zweite Seite beschreibe, aber das ganze Ding ging mir so auf die Nerven, daß ich mir jetzt ein anderes Buch von Leuchtturm bestellt habe. Ich hoffe, in gewohnter Qualität. Was ich mit der Moleskine-Kladde machen soll, weiß ich jetzt noch nicht. Vielleicht schenke ich sie meinem Sohn.

Für Japanisch habe ich mir auch drei, vier (ok, eher vier^^) Bücher gekauft, meist gebraucht. Ich weiß eigentlich gar nicht, wie lange ich das machen will und ob überhaupt so wirklich engagiert, aber da es mich interessiert, habe ich zugeschlagen. Ich glaube, Lernmaterial ist auch so ziemlich das Einzige, für das ich extrem leicht entflammbar bin…

Als UWYH-Essen hatten wir neulich Pilz-Paprika-Rahm mit Speck zu Pasta. Das war so lecker, daß wir das auch nochmal als normales Essen einplanen würden 🙂 Auch kreolischen Mais mit Würstchen und Kartoffelpüree hatten wir einmal als Resteessen. Bin selbst immer wieder verwundert darüber, daß so Dinge wie eine Packung Würstchen einfach mal übrig sind, aber das liegt zum Teil auch daran, daß unser Mitbewohner, für den wir eigentlich immer miteinkaufen, manchmal allein loszieht und Dinge kauft, die nicht eingeplant waren. Aber solange alles gegessen wird, habe ich daran nichts auszusetzen.

Eine nette Überraschung war, daß unser Sohn diese Woche aus vorhandenen Zutaten einen total leckeren Apfel-Gewürzkuchen gebacken hat. Diese Woche will er einen anderen Apfelkuchen backen, da freue ich mich schon drauf.

Ansonsten höre ich gerade Hörbücher und Hörspiele, die ich vorher noch nicht angehört hatte. Sowas wie die Jubiläumsfolge der drei Fragezeichen oder die Hörspielfassung von 1991 vom Herrn der Ringe. Die Bibliotheken sind ja nun wieder geöffnet und mein Mann hat mir netterweise ein paar vorbestellte Sachen abgeholt, so daß ich jetzt nochmal vier neue Hörbücher und ein Buch habe, um mir die Zeit zu vertreiben. Gelesen habe ich außerdem ein spanisches E-Book, das ich mir schon vor Monaten gekauft hatte. Ich war ziemlich angetan davon, wie einfach ich es dann doch lesen konnte, obwohl ich einen ganzen Haufen an Wörtern nicht kannte.

Was ganz besonders cool ist: der VHS-Kurs Spanisch, den ich wegen meiner gesundheitlichen Situation nicht belegen konnte, wird wohl komplett online abgehalten werden und die ganzen Leute sind scheinbar alle mit dabei. Ich muß jetzt nochmal Rücksprache mit der Organisatorin halten, damit ich meine Zahlung an sie machen kann, und dann kann es losgehen 😀

Der Henkelmann

Ich bin im Ruhrgebiet aufgewachsen und für mich ist daher der Henkelmann nichts Exotisches. Er gehörte zum Alltag dazu, auch wenn mein Vater kein Kumpel war, sondern einen anderen Handwerksberuf ausübte. Manchmal nahm er warmes Essen mit auf die Arbeit, manchmal hat meine Mutter das, was sie und ich mittags gegessen haben, für meinen Vater in seinen Henkelmann gefüllt, damit er abends etwas Warmes zu essen hat.

Ich bin jetzt seit September im Rolli unterwegs. Manchmal koche ich mir nachts gern noch eine Suppe oder etwas anderes Warmes, aber das dann unfallfrei ins Wohnzimmer oder auch nur den Küchentisch zu bekommen, ist teilweise ganz schön kriminell. Ich balanciere dann zum Beispiel die heiße Suppe in einer Schale auf einem kleinen Desserteller in einer Hand, während ich mit der anderen Hand den Rolli bediene und darauf hoffe, daß mir das alles nicht auf die Beine klatscht. Übel. Ich habe mir in der vergangenen Woche also einen Henkelmann geholt, allerdings die moderne Fassung davon. Er besteht aus einer zweiwandigen Metallkonstruktion und hat noch nicht einmal einen Henkel 🙂 Dafür aber einen Druckauslaß und eine so weite Öffnung, daß man auch stückige Suppen gut direkt aus ihm essen kann. Ich hatte sogar richtig Glück bei der Anschaffung, denn ich hatte mich für B-Ware mit „riesigem Defekt“ im Außendeckel entschieden (der Außendeckel ist als Suppenschale nutzbar, was ich aber de facto gar nicht mache), die 12 € billiger war als die A-Ware. Als der Henkelmann dann ankam, stellte sich heraus, daß er keinen Defekt hat. Nicht mal der Karton hatte einen.

Jetzt kann ich mir also meine nächtlichen Süppchen bequem ins Wohnzimmer rollern. Der einzige Nachteil ist, daß selbst bei abgeschraubtem Deckel die Speisen in dem Behälter so heiß bleiben, daß man ziemlich lange warten muß, bevor man sie essen kann. Wenn man sich eine Ramen-Suppe kocht, absorbieren die Nudeln in der Abkühlzeit allerdings die ganze Brühe 🙂 Mal sehen, vielleicht nehme ich mir künftig eine große Schale mit rüber und fülle die Nudeln dann wieder um. Ich freue mich jedenfalls sehr über meine Neuanschaffung. Hätte ich mir allerdings wohl nicht gekauft, wenn meine Situation anders wäre.

WochenendRückblick #178

[Wetter] Sonnig, glaube ich.

[Gemacht] Viel gelernt, viel gelesen, ein paar Sachen geguckt, mit dem Mann und dem Sohn gezockt (ich habe dabei einen selbstgemachten Kuchen gewonnen, den der Sohn im Laufe der Woche backen muß^^) und dann wieder von vorn.

[Español] In meinem Krimi gelesen.

[Norsk] Gelesen, Duolingo, Vokabeln.

[Gehört] Der Herr der Ringe (das Hörspiel von 1991). Die drei Fragezeichen.

[Gelesen] Domingo Villar: Ojos de agua.

[Gesehen] James May in Japan. Eine Doku über Tolkien.

[Gegessen] Neben den Plansachen: Marzipanschokolade. Trauben.

[Gekauft] Ein Buch. Noch eins 🙂

[Ausblick auf die nächste Woche] So das Übliche. Ich hoffe, mein Schuhmacher ruft an.

Norwegisch #61

Zum Auftakt meiner Lernwoche hatte ich ein sehr schönes Gespräch mit meinem Lehrer. Als schön empfinde ich es, weil es mir recht leicht fiel, mich relativ flüssig auszudrücken. Hier und da fehlen Worte, aber da wir beide auch Englisch sprechen, kann ich die Lücken immer problemlos füllen. Was mir jetzt gerade beim Schreiben einfällt, ist, daß ich vergessen habe, die Stunde mit ihm nochmal zu rekapitulieren und mir Vokabeln rauszuschreiben. Mache ich dann wohl am Wochenende.

Ich notiere mal meine täglichen Aktivitäten:

  • Freitag: 6 Duo-Lektionen, 30 min. Lehrergespräch, YT-Videos geguckt, Kinderbuch beendet
  • Samstag: 10 Duo-Lektionen, Vokabeln wiederholt, YT-Videos, kurzer Chat
  • Sonntag: 7 Duo-Lektionen, Vokabeln wiederholt, 60 min. Tandemgespräch, 1 Kapitel in meinem Buch
  • Montag: 3 Duo-Lektionen, 2 Babbel-Lektionen
  • Dienstag: 6 Duo-Lektionen, 1 Kapitel in meinem Buch, YT-Videos
  • Mittwoch: 10 Duo-Lektionen, 1 Kapitel in meinem Buch
  • Donnerstag: 6 Duo-Lektionen, YT-Videos

Die meiste Lernzeit habe ich diese Woche mit anderen Sprachen verbracht als mit Norwegisch. Derzeit lese ich einen spanischen Roman, habe dann mal bei Japanisch weitergemacht und mir ein winziges Bißchen Koreanisch und Irisch-Gälisch angeguckt. Diese Abwechslung tut mir gerade gut.

Mit dem Buch „Et år i Norge“ komme ich gut voran und ich werde darüber auch noch eine Rezension schreiben, wenn ich es fertig habe. Ich habe mir außerdem noch ein Buch gekauft – eines der wenigen auf Norwegisch, die man bei Amazon bekommt und die keine 40 € Versand kosten. Es heißt „Våre tradisjoner“ und ist von Vegard Solheim. Es gibt davon auch eine englische Fassung, aber ich freue mich darüber, daß ich mal etwas mehr Text am Stück habe, zu einem Thema, das mich auch interessiert (die Übersetzung des Titels lautet „unsere Traditionen“ und es geht darin um die heidnischen, mythologischen und kulturellen Wurzeln Nord-West-Europas).

Et år i Norge, kapittel 17, øvelse fra elktesten

I år skal hun reise på ferie til Norge med familien sin. Familien hennes – det er moren hennes, faren hennes og de tre brødrene hennes. De bestemte seg for å reise til Norge fordi fetteren deres bor der. Hun har aldri truffet fetteren sin, men broren hennes snakker ofte med ham i telefonen. De har sagt at han gjerne kan komme og besøke dem, men det vil han ikke. Derfor reiser de nå og besøker ham. De håper at han vil bli glad. Hun synes i hvert fall det er hyggelig å få besøk av familien sin når hun er i utlandet. I Norge vil hun kjøpe seg ei ny kofte. Den gamle kofta hennes er for lita. Dessuten vil broren hennes ha den. Han er tynnere enn henne.

For to år siden var hun sammen med faren sin på ferie i Norge. Faren hennes ville at de skulle gå lenge turer hver dag. Det gjør de aldri hjemme hos dem seg selv, og derfor var det for anstrengende for dem. De ble syke begge to. Hun måtte holde seg i senga i tre dager. Det syntes hun var ille fordi ferien deres ikke varte lenger enn ti dager.

WochenendRückblick #177

[Wetter] Ganz schön.

[Gemacht] Samstag habe ich auf dem Sofa gefrühstückt und dabei ausgiebig mit meiner Katze geschmust. Weil dabei nicht viel möglich war, habe ich einfach ein paar Videos geguckt. Abends nach dem Abendessen haben wir dann wieder gekniffelt und einen Film geguckt. Ich war in der Lage, mein Bad zu putzen. Ich glaube, ein Großteil der Frustration in meiner derzeitigen Situation rekrutiert sich auch daraus, daß ich absolut gar nichts dann machen kann, wann ich will, weil es kaum möglich ist, auch nur ein paar Minuten in den Schuhen auszuhalten. Stehen oder gar gehen funktioniert auch nicht. Wenn ich also Glück habe, kann ich zumindest im Sitzen mal schnell das Bad putzen, komme aber nicht an höher gelegene Stellen ran und kann das auch nicht am Stück machen. Ätz.

Sonntag habe ich auch auf dem Sofa gefrühstückt. Nachmittags hatte ich ein Norwegisch-Tandem und nach dem Abendessen haben der Sohn und ich ein Kartenspiel-Turnier gemacht, das er gewonnen hat. Abends haben wir einen Film geguckt und jetzt werde ich lesen und lernen.

[Español] Ich hatte eine Skype-Verabredung, aber meine Austauschpartnerin erschien nicht. Ich habe in einem galizischen Krimi gelesen und ein bißchen mit einer Bekannten getextet.

[Norsk] Jede Menge Duolingo. Habe auch das Kinderbuch ausgelesen – war echt gut verständlich. Am Freitag und am Sonntag hatte ich Gesprächstermine und zwischendrin habe ich in der WhatsApp-Gruppe getextet. Vokabeln habe ich auch wiederholt.

[Gehört] Die drei Fragezeichen.

[Gelesen] Domingo Villar: Ojos de agua.

[Gesehen] Can’t Pay – Wel’ll Take It Away. Flubber. 8mm.

[Gegessen] Neben den Plansachen: Chicken Nuggets. Waffeln mit Kirschen und Sahne.

[Gekauft] Ein Buch.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ich habe ein paar Gesprächstermine vereinbart, aber ansonsten nichts vor.

Norwegisch #60

Ich bin ganz früh darüber, daß ich inzwischen täglich tracke, was ich für Norwegisch mache, weil es sich anfühlt, als hätte ich in den vergangenen sieben Tagen eigentlich gar nichts gemacht. Meine Liste sagt aber, daß es dann doch 35 Duo- und 13 Babbel-Lektionen waren. Dazu habe ich Vokabeln wiederholt, hatte ein Lehrergespräch und bin einer WhatsApp-Gruppe beigetreten, die jemand, der auch Norwegisch lernt, gegründet hat. Alles in allem habe ich aber viel weniger Zeit mit Norwegisch verbracht, weil ich derzeit ein bißchen Catalán und Japanisch nebenher lerne. Nicht so wirklich, aber es nimmt eben trotzdem Zeit in Anspruch.

Mein Mitbewohner hat mir neulich ein Kinderbuch spendiert, welches sehr gut verständlich ist. Es heißt „Nøkken“ und ist von Atle Lillehovde. Es ist der vierte Teil einer Reihe um Prinzessin Agate und ihre beiden Freunde Oskar und Ingrid und erzählt davon, wie Ingrid von einem Nøkken, also einer Art Wassermannwesen, entführt wird. Ein paar Worte verstehe ich nicht und manche davon finden sich auch nicht im Wörterbuch, aber die kann ich dann mit meinem Lehrer klären. Beim Lesen wird mir bewußt, wie stark sich mein Verständnis von Norwegisch verändert hat. Am Anfang habe ich nur einzelne Worte identifizieren können, inzwischen verstehe ich einzelne Worte nicht. Schon ganz schön cool.

Ich habe darüber nachgedacht, einen YouTube-Kanal zu starten, einfach weil ich sehr gern Videos von anderen gucke, die Sprachen lernen und davon erzählen. Was mich allerdings total abschreckt, ist die Industrie, die dahintersteckt. Ich will ja nicht Graphikdesign studieren müssen, um eine Marke zu kreieren und damit Geld zu verdienen. Oder Videoschnittexperte werden müssen, damit das überhaupt funktioniert. Die technische Seite würde mich zu Tode langweilen und dann würde ich das auch nicht lange machen. Mein Mann hat angeboten, daß wir mal gemeinsam reingucken, wie man Videos auf einfache Weise schneiden kann, aber ich zögere trotzdem. Weiß nicht recht.