Use What You Have #6

Der März ist vorbei und es fühlt sich schon sehr abgefahren an, daß ich immer noch Vollzeit daheim hocke. Über sechs Monate sind es jetzt. Ätzend. Überall mit der wir-bleiben-zuhause-und-kriegen-schon-nach-drei-Wochen-einen-Lagerkoller-Propaganda beballert zu werden, hebt meine Laune nicht besonders, aber es ist schwer, dem auszuweichen, wenn man sich das Internet nicht abklemmen will. Ich habe inzwischen x Videos zu dem Thema, die YT mir empfohlen hat, abgelehnt, aber es kommen trotzdem immer wieder welche nach. Außerdem machen mehr Leute Livestreams und Videos, weil sie halt mehr Zeit dazu haben, und auch da geht es immer wieder um Corona. Selbst auf Seiten, die überhaupt gar nichts mit dem Thema zu tun haben, ploppt das Thema auf (Duolingo, Wörterbücher, Teeläden etc.). Lästig! Das einzige, was ich gerade wirklich sehr amüsant finde, ist, daß den ganzen alternativen Eltern ihre Nichterziehung wie ein Gummiknüppel ins Gesicht zurückspringt, weil ihre Brut es nicht schafft, auch in Woche drei noch die per E-Mail übermittelten Hausaufgaben zu machen, und den Eltern keine ruhigen fünf Minuten in ihrem Homeoffice gönnt, haha 😀 Ja, ich bin misanthrop und das fällt mir auch sehr leicht. Es ist eben eine Gabe.

That being said, let’s get on with the topic.

Im März habe ich von meinem persönlichen Budget 10 € ausgegeben, was dann auch das erste Geld für ein Extra in diesem Jahr war. Mein Mitbewohner hat mir allerdings noch ein norwegisches Buch spendiert, und da es gar nicht so einfach ist, norwegische Bücher zu finden, die nicht 40 € Porto zusätzlich kosten, freue ich mich darüber sehr.

Mein Ehering ist Anfang März angekommen, aber ich habe ihn noch kein einziges Mal ernsthaft tragen können, weil ich in der ganzen Zeit daheim war. Kommt dann noch.

Das UWYH-Essen ist ein fester Bestandteil unseres Speiseplans geworden. Diese Essen umfaßten im März:

  • grünes Thai-Curry mit Süßkartoffeln, Kohlrabi, Spinat und Kichererbsen – saugut!
  • Wirsing, KaPü, Spare Ribs/Eier mit Speck (ja, wir hatten zwei Packungen Spare Ribs übrig……)
  • Nudelauflauf mit Gemüse und Chorizo
  • Linsenbolognese und Pasta

Aus dem Vorrat habe ich außerdem einen Tomatendip mit Grissini und Reisröllchen vernichtet. Ein Glas eingelegter Ingwer wurde leer und ich verwende den Sirup jetzt, wenn ich Weetabix esse. Zweimal haben wir ein Bananenbrot gebacken, weil die Bananen schon ganz braun und weich geworden waren – dann sind sie perfekt dafür.

In meinem Kochbücherschrank habe ich ein Buch von Hugh Fearnley-Whittingstall wiederentdeckt, nämlich „Love Your Leftovers“. Es ist eine reichhaltige Quelle für neue Ideen mit Resten. Und kein Wort darin über Corona.

Beim Norwegischlernen habe ich ein Buch beendet, nämlich Nils, und ein anderes steht kurz davor, nämlich Complete Norwegian. Es fühlt sich merkwürdig an, daß das Durcharbeiten dieser Bücher aus heiterem Himmel wirklich schnell und mühelos geht, allerdings fallen mir jetzt auch Fehler und logische Brüche auf. Vielleicht schreibe ich mal eine Rezension zu den Büchern.

Die Tage habe ich es auch mal geschafft, die Weihnachtsdeko auf dem Eßtisch wegzupacken. Morgen wollen der Mann und ich Oster- oder neutrale Deko dahinstellen. Eigentlich hatte ich mir im Herbst vorgenommen, im kommenden Frühjahr mal nach neuer Deko für Ostern gucken zu gehen, aber da ich nicht rauskomme, wahrscheinlich sowieso alles zu ist (oder Leute hysterisch Ostereierdeko an sich raffen, wer weiß das schon in dieser Zeit?) und use what you have mein Jahresmotto ist, werde ich irgendwas aus dem, was ich da habe, basteln.

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