Italienisch lernen #2

Die erste Woche Italienisch ist rum und den Rückblick dazu gibt es schon Sonntag, weil ich morgen keine Zeit dafür haben werde.

Zu Beginn habe ich mir erstmal ein Video angeschaut, in dem es um die Ähnlichkeiten zwischen Spanisch und Italienisch geht. Zum Video hier entlang. Allgemein kann ich Sprachnerds den Kanal nur empfehlen 🙂 Paul sagt also, daß zwischen diesen beiden Sprache eine große Ähnlichkeit besteht, daß es aber feine Unterschiede gibt. Das stimmte mich schon mal optimistisch, und das hatte ich ja im Vorfeld auch schon bemerkt.

Innerhalb dieser ersten Woche ist mir allerdings bewußt geworden, daß hierin nicht nur eine Chance, sondern leider auch eine Gefahr liegt. Sehr oft ist es mir passiert, daß ich in die spanische Aussprache reingerutscht bin. Halte ich jetzt nicht für schlimm oder verwunderlich, aber es passierte eben (ich denke, wenn ich weitermache, dann wird mein Gehirn das schon sortieren). Teilweise fielen mir, wenn ich Italienisch machte, nur die spanischen Vokabeln ein – und umgekehrt. Das bewerte ich ebenfalls als normal, aber ja, gerade jetzt am Anfang ist diese lexikalische Ähnlichkeit durchaus auch ein Stolperstein (ich sage IMMER ‚de‘ statt ‚di‘ bzw. ‚da‘!). Sie ist jedoch auch sehr hilfreich, wie Ihr später noch lesen werdet.

Nach dem Ansehen des o.g. Videos habe ich also am Montag den Babbel-Kurs gestartet. Ich hatte kein Ziel, außer: es in meinem Tempo machen, genau wie bei Spanisch. Ich habe beim Spanischkurs immer dann pausiert, wenn ich merkte, daß ich nicht fähig war, weitere Informationen zu verarbeiten bzw. wenn mein Gehirn schlicht bei einem Thema blockiert hat. Oder falls Babbel mir zu ungenau war mit der häppchenweisen Methode und ich mir die gewünschten Informationen woanders suchen mußte. In Spanisch habe ich von Anfang an mehrere Stunden täglich investiert, teilweise sechs oder mehr, dann allerdings nicht nur bei Babbel, sondern auch durch das Ansehen von Videos oder Filmen, das Hören von Podcasts und Musik, durch Lesen, Schreiben und Sprechen. Das mache ich jetzt nicht. Ich habe die Zeit nicht gestoppt, aber ich werde vielleicht pro Tag eine, maximal anderthalb Stunden gelernt haben, und das derzeit nur bei Babbel, also keine Videos, Filme etc.

rein praktische Erwägung: wo sehe ich Worte öfter am Tag und bekomme das Klebzeug auch wieder ab?

Für Spanisch hatte ich mir ein Heft angelegt (aus dem am Ende vier geworden sind), in das ich Sätze, Vokabeln und Grammatik notiert hatte. Das mache ich heute anders, ich splitte auf. Vokabeln und Sätze, die mir aufgrund ihrer Formulierung, ihrer Struktur oder ihrer Anwendbarkeit interessant erscheinen, schreibe ich auf Vokabelkarten. So stelle ich sicher, daß ich sie wirklich öfter zu Gesicht bekomme als in dem Heft 🙂 In das Heft schreibe ich nur Grammatik und zwar stichwortartig. Hier merke ich, daß ich durch Spanisch einfach noch sehr nah an Grammatik dran bin, wenn man das so formulieren will, und daß mir weniger ausführliche Erklärungen reichen. Was ich schon jetzt sagen kann, ist, daß mir die häppchenweise Vermittlung von Inhalten zwar immer noch nicht behagt, daß ich dem Babbel-System (und auch mir selbst) inzwischen mehr vertraue. Ich weiß, daß ich das, was mir wichtig ist, lernen werde, auch wenn ich es nicht zu dem Zeitpunkt lerne, zu dem es mir sinnvoll erscheint. Um mir eine Ressource für genau diese Fälle zu verschaffen, habe ich mir eine Grammatik bestellt. Vermutlich geht es auch ohne, weil das Internet voll von Grammatik für Italienisch-Lernende ist, aber ich mag es, das Ganz gebündelt und in Papierform zu haben. Für Italienisch gibt es diverse Taschengrammatiken in Kurzform, aber ich will die lange Fassung, und da kam nur eine in Frage, die vom Huebner-Verlag. Von dem habe ich schon die Spanisch-Grammatik und ich mag deren Ausführlichkeit sehr (obwohl es mMn die Übungen in den Büchern nicht bräuchte).

Allgemein mußte ich bisher nicht viel Zeit in die Grammatik investieren. Ich weiß, daß vieles, was in meinem Kopf jetzt noch lose und unsortiert rumschwirrt, sich selbst an die richtige Stelle räumen wird, durch Wiederholung. Bei Spanisch bin ich erst dann weitergegangen, wenn etwas 98%ig saß, das mache ich heute nicht mehr. Wenn ich etwas zu 70-80% kann, gehe ich weiter. Ich habe es mir ja notiert und kann es nachschlagen, außerdem festigt sich das sowieso nur durch Anwendung und nicht durch Draufstarren 😉

was zum Draufstarren: die ersten Vokabelkarten-Stapel

Anwendung, das ist ein wichtiges Stichwort. Derzeit würde ein Austauschpartner noch keinen Sinn machen, aber ich möchte mehr Übungen machen als Babbel mir anbietet. Aus diesem Grund habe ich mir ein Arbeitsbuch bestellt, dessen Pendant ich schon für Spanisch benutzt habe (meiner Ansicht nach sind die ganzen Bücher aus diesen Reihe das Beste, was es im deutschsprachigen Sektor für Spanisch gibt). Soll morgen ankommen, ich werde dann berichten.

Was mir auch gleich auffiel: der Italienischkurs bei Babbel ist viel „jünger“ und spritziger als der Spanischkurs. Man lernt gleich am Anfang bestimmte Redewendungen (z.B. che bello!) und Formulierungen (z.B. „Con bicchieri veri, stavolta.“ oder „quanta roba da mangiare“ – bei sowas überlege ich heute noch immer, wie man das am besten auf Spanisch sagt, also „cuantas cosas para? de? comer“ oder so…). Ich denke, der Italienischkurs wurde von Menschen konzipiert, die Wert auf ein alltagstaugliches Italienisch gelegt haben, wohingegen der Spanischkurs ein wenig….wie soll ich sagen? altbackener wirkt, steifer, formeller. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck. Jedenfalls gefällt mir der Italienischkurs sehr gut.

Während ich die Lektionen durchgehe, schreibe ich mir Vokabeln raus, die vor allem in den Dialogen vorkommen. Die werden zwar übersetzt, aber wenn ich sie nicht rausschreibe, lerne ich sie auch nicht. Ein gutes Online-Wörterbuch findet sich hier – mir gefällt besonders, daß ich hier Italienisch, Spanisch, Deutsch und Englisch mischen kann. So vernetze ich meine Sprachen miteinander.

Obwohl Babbel bereits in den ersten Lektionen die regelmäßige Konjugation von Verben auf -are und -ere lehrt, gibt es eben auch unregelmäßige Verben oder solche, die mir unregelmäßig erscheinen, es aber nicht sind. Dafür ist diese Seite hier eine prima Hilfe, denn sie listet die Konjugationen aller Zeiten für die Verben.

Auch für die Verwendung der Präpositionen habe ich schon eine Seite gefunden, die hilfreich erscheint, aber wirklich brauchen tue ich sie noch nicht. Kommt später.

Allgemein kann ich sagen, daß Spanisch mir bei Italienisch ungemein hilft, daß ich aber auch vorsichtig sein muß, um mir Dinge nicht falsch einzuprägen. Die Zahlen sind dafür ein gutes Beispiel. Die italienischen Zahlen haben eine A-Affinität, die spanischen eine mit E. Was ich damit meine? Cinquanta – Cincuenta. Sessanta – Sesenta. Auch gibt es deutliche Unterschiede bei den Zahlen von 16 bis 20. Spanisch: dieciseis, diecisiete, dieciocho, diecinueve, veinte. Italienisch: sedici, diciassette, dichotto, dichannove, venti. Irgendwie ähnlich und irgendwie verschieden. Das könnte eigentlich das Motto meiner Italienischwoche sein 😉

So, und zuletzt schreibe ich einen kurzen Text auf Italienisch zur Dokumentation meines Fortschritts. Ich werde dabei Worte und Wendungen benutzen, die ich nur rate und nicht kenne oder nachschlage, und die ich mir aufgrund meiner Spanischkenntnisse und des Bißchens, das ich auf Italienisch kann, zusammengereimt habe. Diese geratenen Passagen markiere ich mit hellblauer  Farbe. Bin mal gespannt, wie korrekt ich raten kann. Das werde ich dann in ein, zwei Jahren wissen, denke ich. Also…

Che settimana intensa! Mi chiamo William e ho quaranta anni. Abito a Stutensee vicino a Karlsruhe con la mia famiglia. Non è mi città natale, ma vivo qui un po‘ più de sette anni. Questa settimana comincio imparare l’italiano. Parlo tedesco, inglese, spagnolo e obviamente un po‘ di italiano. Imparare una lingua non è facile ma è molto divertente. Mi piacere l’italiano e sua pronuncia. Adesso non so che cosa più scribere perché non ho un vocabulario grande.

 

WochenendRückblick #91

[Wetter] Endlich kühler. Es war grau und ein bißchen regnerisch, später gab’s aber wieder Sonne.

[Gemacht] Samstag nach dem Frühstück hat der Mann einen Boden verlegt. Da ich nicht helfen konnte, bin ich in die Stadt gefahren. Später habe ich mich ein bißchen hingelegt, dann gekocht. Abends habe ich einen Kuchen gebacken und meinen Schrank leergeräumt, weil der jetzt umzieht.

Sonntag habe ich Frühstück gemacht und nach dem Essen hat der Mann mit dem Sohn den Schrank und eine Kommode ins Obergeschoß geschafft. Sie haben dann auch noch einen Lattenrost zusammengeschraubt, alte Matratzen rausgeworfen und neue hochgebracht und anderes mehr. Das Zimmer vom Sohn ist jetzt endlich fertig. Es war lange das häßlichste Zimmer im ganzen Haus, da bin ich ehrlich. Es war früher eine Küche und hatte an einer Wand Kacheln aus den 50ern (Original! Das waren Antiquitäten! *lol*). Jetzt sind die Kacheln raus, die Wand ist verputzt und tapeziert, das ganze Zimmer in einem warmen Ton gestrichen. Es hat jetzt statt einem dunklen Teppich einen honigfarbenen Laminatboden und statt einem Monstrum von Kleiderschrank hat es nun kleinere, schönere Möbel in Weiß. Neue Fenster und Balkontüren hat es auch noch. Da würde ich sofort einziehen ♥ Am Nachmittag habe ich die beiden oben besucht und ihnen ein bißchen Gesellschaft geleistet, dann bin ich irgendwann ins Bett und habe mich einfach lang gemacht und Musik gehört. Abends habe ich mit dem Mann gekocht und später sind wir noch ein paar Dinge erledigen gefahren (Altkleider, Eier kaufen, tanken, sowas). Noch später haben wir einen Film geguckt und ich habe mein Bad geputzt.

[Español] Nur ein paar Videos geguckt und mit spanischen Austauschfreunden getextet.

[Italiano] Ein paar Babbel-Lektionen. Vokabeln wiederholt.

[Gesportelt] Sommerpause 🙁 Ich wäre sehr gern schwimmen gegangen.

[Gehört] A Perfect Circle. Der Herr der Ringe. Irgendwie wiederhole ich mich 😉

[Gelesen] Ein paar Zeilen in einer Kochzeitung.

[Gesehen] Das magische Kochbuch. Ist eigentlich eine Teenie-Serie, aber echt sehr nett.

[Gegessen] Neben den Plansachen: Pflaumenquiche. Schokopudding mit Pflaumen-Rotwein-Gewürz-Sauce.

[Gekauft] Ein Buch, zwei Zeitungen und ein paar Klamotten. Sommerschlußverkauf ♥

[Ausblick auf die nächste Woche] Logopädie, Friseur, Spanischdates und Einkaufen.

Speiseplan #91

  • Mittwoch: Pizza und Salat
  • Donnerstag: toskanische Suppe mit Wurstbrät, Brot, Bohnen und Spinat
  • Freitag: Bolognesestrudel, Bohnengemüse
  • Samstag. Pasta con Salsa Verde
  • Sonntag: Curry, Köfte, Reis
  • Montag: Pasta mit Kürbis, Tomaten und Lauch
  • Dienstag: Kicherpfanne mit Brot

Nachdem es jetzt wochenlang Blaubeeren im Überfluß gab, habe ich mich endlich dazu durchgerungen, Blaubeer-Pie zu backen. Und jetzt gibt es keine Blaubeeren mehr (oder 125 g für 3 €, hahaha). Ich mache dann mal Zwetschgen-Pie…

Italienisch lernen #1

Eigentlich wollte ich bis Ende August warten und dann mit Italienisch beginnen, aber irgendwie ist mir gerade nach einem Neustart. Aktuell bin ich nämlich total vom Sommer genervt und ich weiß, daß es mir hilft, mit dem Wetter, der Dauerbaustelle im Haus und anderen Dingen, die mich frusten, klarzukommen, wenn mein Gehirn was zum Spielen hat 🙂

Rückblickend vermisse ich es, meinen Lernfortschritt bei Spanisch dokumentiert zu haben, daher will ich versuchen, ob ich es schaffe, jede Woche (vielleicht immer montags) festzuhalten, was ich in den vergangenen sieben Tagen für Italienisch gemacht und gelernt habe.

Mein aktueller Stand ist, daß ich, wenn jemand langsam und deutlich Italienisch spricht und es sich nicht um Spezialthemen handelt, inhaltlich erfassen kann, worum es geht. Ich selbst kann praktisch nichts sagen außer tu mi piaci (ich weiß noch nicht mal, wie man es schreibt), imparare l’italiano, ciao und pasta 🙂 Von Grammatik habe ich ebenfalls keinen Schimmer, fange da bei Null an.

Zur Methode: ich werde wieder mit Babbel lernen und mir im Verlauf der Lektionen Vokabelkarten anfertigen. Mit denen lerne ich effektiver als mit der reinen Online-Wiederholung bei Babbel, weil ich sie auch unterwegs benutzen kann und ich es mag, wenn mein „muß ich noch lernen“- zu einem „kann ich schon“-Berg wird. Desweiteren werde ich mir für die Grammatiklektionen ein Heft anlegen. Andere Materialien und Quellen habe ich mir noch nicht erschlossen.

Über Ziel und Motivation bin ich mir diesmal weniger im Klaren als bei Spanisch. Spanisch wollte ich, nachdem es mir solche Freude bereitet hat, so gut lernen, daß ich den Großteil verstehe und mich halbwegs fließend ausdrücken kann (kurz gesagt: wenigstens Niveau B2), bei Italienisch habe ich so ein Ziel bisher nicht. Meine Motivation ist eigentlich, daß sich Spanisch und Italienisch relativ ähnlich sind und ich hoffe, daß Italienisch dann verhältnismäßig leicht zu lernen ist (ist vielleicht auch ein Trugschluß). Um mir eine Motivation zu schaffen, haben mein Mann und ich mal grob anvisiert, 2021 nach Italien zu reisen. Vielleicht auch früher, wenn es sich ergibt, jedenfalls für ein paar Tage.

Was die Voraussetzungen angeht: Italienisch ist meine sechste Fremdsprache. Gelernt habe ich bisher (und in dieser Reihenfolge): Latein, Englisch, Französisch, Altgriechisch, Spanisch und nun eben Italienisch. Latein – so sinnlos es mir in der Schule erschien – ist mir eigentlich bei allen Sprachen eine große Hilfe gewesen, weil ich grundsätzlich ein gutes Verständnis für Grammatik und ihre Systematik habe, aber natürlich spricht man Latein genauso wenig wie Altgriechisch. Mein Französisch ist grottig. Ich kann wenig verstehen und noch weniger sagen, was vor allem daran liegt, daß mir die Sprache nicht gefällt. Englisch spreche ich fließend, C1, mit Übung C2. Und bei Spanisch bewege ich mich zwischen B2 und C1, das schwankt noch.

Wieviel Zeit ich in Italienisch investieren werde, kann ich noch nicht absehen. Bei Spanisch waren es über anderthalb Jahre lang mehrere Stunden täglich, doch da ich mein Spanisch weiter ausbauen möchte, wird das für Italienisch nicht funktionieren. Ich denke, das hängt aber auch entscheidend davon ab, wie gut mir die Sprache gefällt und wie leicht sie sich für mich lernen läßt.

So, dann mal ans Werk…

WochenendRückblick #90

[Wetter] Sonnig und heiß. Ich bin den Sommer leid.

[Gemacht] Samstag hat der Mann gestrichen und ich habe ein Austausch-Gespräch geführt und Plätzchen gebacken. Danach haben wir zusammen den Gewürzschrank aufgeräumt und eine Liste geschrieben, die jetzt innendrin in der Tür hängt. Später habe ich mich ein bißchen ausgeruht, dann gekocht. Und abends waren der Mann und ich auf dem Lichterfest im Zoo.

Sonntag war ich irgendwie grumpy, habe aber nach dem Frühstück Snooker geguckt und ein paar Dinge erledigt. Am Abend haben wir gemeinsam gekocht und sind dann zum Schwimmen gefahren, wo wir feststellen mußten, daß sie heute, am letzten Tag vor ihrer Sommerpause, zwei Stunden früher schließen. Menno. Stattdessen sind wir dann in den Karlsruher Schloßpark gefahren und haben uns einen Teil der Schloßlichtspiele angeguckt. Ich gestehe, daß sie mir dieses Jahr nicht besonders gefallen haben. Ich bin halt ein Kunst-Schmock.

[Español] Am Samstag hatte ich ein ganz merkwürdiges Erstgespräch, aus dem auch nichts weiter erwachsen wird. Sowas gibt es eben auch. Ich habe Vokabeln wiederholt und mit meiner argentinischen Austauschfreundin getextet.

[Gesportelt] Nope. Bis zum 8.9. wird das jetzt auch so bleiben. Ein Schwimmbad, das Sommerpause macht…jaja…

[Gehört] Jean-Christophe Grangé: Purpurne Rache.

[Gelesen] In einem veganen Kochbuch.

[Gesehen] Wer ist Mr Cutty?

[Gegessen] Neben den Plansachen eigentlich nur Haferkekse.

[Gekauft] Ein Buch über Autismus.

[Ausblick auf die nächste Woche] Ein Arzttermin, Therapie, Kino. Und ein gelangweilter, sommerferienverbringender Sohn.

Bayern 2018, #5

Am Morgen unseres letzten Tages starteten wir mit einem weiteren Frühstück im Auto, bevor wir nach Prien am Chiemsee fuhren.

Ausblick aus meinem Zimmer / vista desde mi habitación

Am Chiemsee kann man locker einen ganzen Tag verbringen, doch da wir abends ja noch nach Hause zurückfahren wollten, haben wir uns für eine verkürzte Runde entschieden. Wir buchten also die „Inseltour West“ und ließen die Besichtigung der Herreninsel aus. Auf dieser findet man das Barockschloß samt Garten, was uns jetzt nicht so sehr interessierte.

auf dem Schiff / en el barco

Der Chiemsee ist unglaublich schön mit seinem türkisen Wasser. Die Überfahrt dauerte etwa 25 Minuten und da die Sonne mal wieder herunterknallte, verbrachten wir sie im kühlen Inneren des Schiffs. Wir gingen auf der Fraueninsel an Land. Neben einem Kloster, welches allerdings nicht besichtigt werden kann, gibt es viele Gärten, urige Häuser und tolle, alte Bäume sowie verwinkelte Sträßchen (kein Autoverkehr!) und hübsche Cafés.

tausendjährige Linde / árbol de mil años

Wir schlenderten den Rundweg entlang, besuchten die tausendjährigen Linden und kehrten schließlich in einem Biergarten ein. Dabei stellten wir fest, daß bayrische Currywurst so eine Art grobere Bockwurst ist, welche knusprig gebraten wird – für mich eher etwas skurril, aber trotzdem lecker 🙂

zwischen den Gärten / entre los huertos

Später erkundeten wir noch die Töpfereien und Gartenwege. Ich könnte mir gut vorstellen, mal so einen richtigen Entspannungsurlaub auf der Fraueninsel zu machen – allerdings würden mir die Geruhsamkeit und die Stille vermutlich schon an Tag 2 auf die Nerven gehen^^

Ausblick auf den Chiemsee / vista al lago Chiemsee

Die Rückfahrt nach Prien dauerte etwas länger, da unser Schiff erstmal nach Gstadt, dann zur Herreninsel und dann nach Prien fuhr. Allerdings kamen wir so in den Genuß von herrlich kühlem Fahrtwind 🙂 Ja, und das war dann auch schon der ganze Urlaub. Für mich haben sich die fünf Tage absolut gelohnt. Es war eine schöne Auszeit vom Alltag.

Sinopsis en español:

En nuestro último día fuimos al lago Chiemsee (es llamado „el mar de Bavaria“ también). Allí navegamos en un barco a la isla de las mujeres („Fraueninsel“). Hay una isla de los hombres („Herreninsel“) también donde hay un castillo con un parque.

Glockenturm des Klosters / campanario del monasterio

En la isla de las mujeres hay un monsterio (que no se puede visitar), huertos, árboles viejos y muchos resturantes con vista al lago. Pasamos por la isla y visitamos los árboles que tienen mil años o más. A continuación comimos algo en un resturante y descubrimos que la salchicha de curry es un poco rara en Bavaria: te ponen una salchicha de tipo Bockwurst asada con una salsa de curry 🙂

die Alpen im Hintergrund / al fondo los Alpes

Para volver al puerto necesitamos navegar primero a Gstadt y a la isla de los hombres, pero eso fue una buena oportunidad para disfrutar del viento, porque hacía tanto calor otra vez. Y eso es todo. A mí me gustaban las vacaciones muchísimo y me gustaría rehacerlo 🙂

Bayern 2018, #4

Am vierten Tag frühstückten wir wieder unterwegs im Auto. Beim Bäcker hatte ich laktosefreie Speckknoten gefunden – echt der Himmel auf der Erden. Über die Landstraße entlang einer Klamm fuhren wir nach Tirol rüber, während die Sonne schon wieder vom wolkenlosen Himmel brannte. Ungefähr eine Autostunde von Ruhpolding entfernt liegt die Steinplatte, auf deren Gipfel es den Triassic Park gibt.

die Seilbahn (Bergstation) / el teleférico (estación en el pico)

Zum Park hoch gelangt man entweder über einen steilen Anstieg oder eben mit der Seilbahn. Diese ist komplett barrierefrei und kann von Rollifahrern ganz ohne Hilfe benutzt werden. Die Fahrt nach oben dauert ca. 10 oder 15 Minuten und belohnt einen mit einem fabelhaften Weitblick. Oben angelangt, folgt man der Straße noch ein Stück weiter bergauf bis zum Triassic Park.

Aussicht aus der Gondel / vista de la góndola

Die Steinplatte war früher mal ein Korallenriff, weswegen dort oben viele Versteinerungen gefunden wurden und werden. Der Triassic Park bietet ein kleines und relativ enges Besucherzentrum, in dem die Geschichte der Steinplatte und die Welt im Trias kindgerecht erklärt werden. An das Zentrum schließen sich ein Shop und dann der eigentliche Park an.

Im Park gibt es jede Menge Spielmöglichkeiten für Kinder: Dinorutsche, Wasserbecken, Wasserläufe und anderes mehr. Da wir ja in den Sommerferien da waren, war der Park auch echt gut besucht, doch da er so weitläufig ist, trat man sich nicht auf die Füße. Während Mann und Sohn einen Weg erklommen, der mir zu steil und schotterig erschien, flätzte ich mich in einer genialen Holzwippe und tankte Sonne. Leider etwas zuviel, denn trotz Sonnenschutz mit Faktor 30 verbrutzelte ich mir in nur 15 Minuten die Haut. Schade.

Wasserspielplatz / parque infantil de agua

Etwas später gingen wir zu der echt spektakulären Aussichtsplattform hinauf. Diese über über den Berg hinausragend gebaut, natürlich teilweise aus Glas und Gitter, so daß man ja auch ein gutes Gefühl dafür bekommt, wie es wäre, runterzukrachen 🙂 Die Aussicht war einfach wundervoll, auch wenn sich inzwischen ein paar Woken gebildet hatten. Wir verbrachten einige Zeit dort oben, vor allem auch weil es einen schönen Wind gab und man endlich einmal abtrocknen konnte.

Später schlenderten wir sozusagen hintenrum zur Station zurück, wo wir im Biergarten etwas tranken. Auch hier wieder zivile Preise und gute Qualität. Wir selbst aßen erst im Auto eine mitgebrachte Brotzeit (mit Betonung auf Brot^^), aber was die anderen Gäste auf ihren Tellern hatten, sah wirklich lecker aus.

<3

Zurück in Ruhpolding gingen wir Minigolf spielen. Saublöde Idee in der knalligen Nachmittagssonne mit einem frischen Sonnenbrand! Obwohl wir von Schatten zu Schatten hechteten und ich mir trotz der 34°C ein langes T-Shirt angezogen hatte, legte der Sonnenbrand nochmal an Krebsigkeit zu. Umpf. Mein persönlicher Triumph an diesem Tag: ich habe das erste Mal in 23 Jahren meinem Mann geschlagen! 😀 Auf dem Rückweg fütterten wir noch die Forellen im Kurpark – was für ein Vergnügen. Schade, daß wir hier sowas nicht haben.

auf der Aussichtsplattform / en el mirador

Nach einer kalten und bitternötigen Dusche und einen kleinen Schläfchen gingen wir abends chinesisch essen. Da konnte man nett im Biergarten sitzen und das Essen war auch wieder sehr gut. Der Sohn wollte im Anschluß im Hotel fernsehen (darf er ja zu Hause nicht…), so daß der Mann und ich noch eine kleine Runde drehten.

Sinopsis en español:

Al cuarto día fuimos a Tirol, una región en Austria en que hay la montaña Steinplatte con su parque arqueológico „Triasic Park“ al pico. Hasta millones de años la montaña era el suelo del mar y por eso hoy en día se puede encontrar fósiles allí. Para llegar al pico tuvimos que usar el teleférico. Desde sus góndolas tuvimos una vista impresionante a las montañas alrededor.

oha! / ¡ay!

En es Triassic Park hay un centro arqueológico en que se puede aprender muchas cosas sobre la era triásica y sus animales, pero en mi opinión es más para niños que para adultos. Hay una tienda también en que puedas comprar joya, minerales, fósiles y juguetes. Detrás del centro hay un parque grande con dos parques infantiles, bancos, dos lagos pequeños y un mirador. El mirador destaca de la montaña y es muy escalofriante pisarlo 🙂

Ausblick von der Plattform / vista del mirador

Lamentablemente me quemé en el pico aunque había aplicado una protección contra el sol. Después de haber visitado el parque comimos algo en el coche y a continuación condujimos a Ruhpolding de nuevo. Allí jugamos Minigolf que no ayudó con la quemadura de sol y forramos las truchas en un lago. Qué bonito 🙂 Durante la tarde dormimos un poco en el hotel después de ducharnos y por la tarde noche comimos en un restaurante chino.

Bayern 2018, #3

Am kommenden Morgen konnten wir ein bißchen länger schlafen 🙂 Gegen 9 Uhr starteten wir nach Salzburg. Bei unserem letzten Besuch hatten wir leider überhaupt kein Glück bei der Parkplatzsuche, was diesmal durch einen Parkplatz gleich am Flußufer in Alstadtnähe wettgemacht wurde (ich weiß nicht, ob das allgemein so in Österreich ist, aber es gibt in der Salzburger Innenstadt Parkstreifen, auf denen absolutes Halteverbot gilt mit Ausnahme für bestimmte Parkausweise und Behinderte).

Als erstes schauten wir uns die berühmte Getreidegasse an. Offenbar bin ich ein Defätist, aber für mich war das auch nur eine ganz normale Einkaufsstraße mit ein paar hübschen Ladenschildern und dem Geburtshaus von Mozart 😉

Getreidegasse

Gegenüber vom Dom gibt es das Café Manner (die mit den Schnitten). Hier setzten wir uns draußen in den Schatten, denn es war wieder einmal sehr heiß, und tranken frischgepreßten O-Saft mit Blick auf die Fiaker, die man auf dem Domvorplatz mieten konnte. Etwas später stattete ich dem Manner-Shop einen Besuch ab und war überrascht, wie viele vegane Produkte sie haben. Ich habe mir für daheim Manner-Müsli, Manner-Nougatkugeln, Mannerschnitten klassisch und Manner-Waffeln mit Marillen gekauft.

Café Manner

Danach ging es ins Haus der Natur, also in Salzburgs großes Naturkundemuseum. Darin war die Luft wirklich fies, sehr heiß und feucht. Mir klebten die Klamotten am Körper fest, wie in einem Dampfbad. Trotzdem verbrachten wir zweieinhalb Stunden dort und ich denke, wenn man sich wirklich alles angucken und auch alles lesen will, sollte man zwei bis drei Tage einplanen. Was mir persönlich besonders gut gefallen hat, waren die Mineraliensammlung und die anthropologischen Bereiche.

Haus der Natur

Auf dem Rückweg zum Auto überlegten wir kurz, ob wir bei einem Inder einkehren sollte, der vegane Speisen auf seiner Karte gelistet hatte, aber stattdessen fuhren wir zurück nach Deutschland und holten uns da eine Kleinigkeit beim goldenen M. Da wir total durchgeschwitzt und müde waren, fuhren wir ins Hotel, wo ich lange und kalt duschte und dann erstmal zwei Stunden schlief.

Abends gingen wir wieder Pizza essen und fuhren im Anschluß noch ein bißchen durch die Gegend.

im Museum / en el museo

Sinopsis en español:

Pasamos el día siguiente en Salzburg en Austria. Allí hay una calle muy famosa que se llama Getreidegasse („calle del grano“) que de hecho es una calle con tiendas y con la casa en que nació Mozart. Enfrente de la catedral hay el café Manner. Manner elabora wafles famosas (un par de sus productos son veganos también) y porque ellas me gustan nos bebimos algo allí con vista a la catedral y a los carruajes que puedes alquilar allí. Más adelante me compré un muesli de Manner, algunas wafles y bolas de praliné que ayuda a mi dieta 😛

ein kleiner Teil der Mineraliensammlung / un pequeño parte de la colección de minerales

A continuación fuimos al museo „Haus der Natur“ (casa de la naturaleza – es un museo científico). El aire en el museo fue demasiado caliente y húmedo. Toda la ropa se pegó a mi piel que fue bastante enervante, pero vale. Una vez allí queríamos ver todo, pero para decir la verdad creo que es imposible ver todo en solo un día. A mi personalmente me gustaba más su exposición de minerales y el parte antropológico.

Ausstellung Weltraumphotographie / exposición sobre la fotografía del universo

Después de visitar el museo volvimos a Alemania para comer algo, ducharnos y dormir un poco. Por la tarde noche comimos Pizza otra vez en Ruhpolding y a continuación condujimos un poco por la zona. Bavaria es muy bonita ♥