Galicien 2018, #9

Bei den Reisevorbereitungen hatte ich das archäologische Zentrum in Campo Lameiro gefunden, doch da wir ja eigentlich nur vier und nicht sechs Nächte in Pontevedra gebucht hatten, hatte ich angenommen, daß wir das nicht mehr schaffen würden. Mit den Extranächten aber haben wir doch noch das Zentrum und den angegliederten Park mit seinen Petroglyphen ansehen können.

im archäologischen Zentrum / en el centro arqueológico

Das Zentrum ist ein supermoderner Betonklotz, der in einem interessanten Kontrast zum ihn umgebenden Wald steht. Der Eintritt kostete 3 € und dafür hatten wir die gesamte Ausstellung für uns allein. Allgemein sind Kulturangebote in Nordspanien (das ist der einzige Teil, den ich bisher bereist habe) immer entweder kostenlos oder sehr günstig. Eintrittsgelder für ein Museum in Höhe von 10 oder mehr € sucht man vergeblich! In der Ausstellung erfährt man von den Ausgrabungen der Petroglyphen, wie diese gemacht wurden, wie die Menschen im Neolithikum lebten und anderes mehr.

Petroglyphe / petroglifo

Anschließend gingen wir in den Park. Dieser zieht sich einen Berg hinauf. Teile sind barrierefrei befahrbar, für andere Teile braucht man die Hilfe eines fußfitten Mitreisenden. Da mir dieser nicht zur Verfügung stand, konnte ich nur zwei Steine besuchen, aber das war bei der herunterbrezelnden Sonne auch wirklich genug 🙂 Ich hatte dort im Park eine schöne Begegnung mit einer großen Eidechse, die mich genauso spannend fand wie ich sie.

Eidechse im Park / lagarto en el parque

Später tranken mein Begleiter und ich im Café des Zentrums eine Cola und ich kam mit der Angestellten ins Gespräch. Sie kommt aus Honduras und hat entsprechend einen honduranischen Akzent. Für mich das erste Mal, daß ich diesen hörte, aber wir konnten ganz unangestrengt miteinander plauschen. Und wieder einmal wurde mir bestätigt, wie gut mein Spanisch gemessen an meiner Lernzeit ist. Hach ♥

im Park / en el parque

An diesem Tag stand erneut der Einkauf an und wir nutzten die Gelegenheit, gleich auf dem Parkplatz des Supermarkts zu picknicken. In Spanien gibt es, ähnlich wie in England, viel mehr Dinge, die mich interessieren als in Deutschland, wie etwa Kokospudding mit wenig Kalorien und Zutaten oder vegane Schokoladen und Aufstriche, ausgefallene Gemüse- und Obstsorten (die aber dort regional wachsen) und anderes mehr.

Später wollte mein Begleiter ein bißchen schlafen, doch ich war noch fit genug für eine weitere Stadtbesichtigung. Diesmal fuhr ich ins Museum von Pontevedra, wo der Eintritt gratis ist. Sie haben dort diverse Ausstellungen unter einem Dach vereint (z.B. eine Keramikausstellung oder eine für galizische Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts), doch ich wollte mir lediglich die Ausstellung über zeitgenössische mexikanische Kinderbuchillustrationen und die Sammlung von Petroglypen und weiteren neolithischen Fundstücken (u.a. aus A Lanzada) angucken. Das Museum ist so riesig, daß man dafür allein einen ganzen Tag einplanen könnte!

Daß die Spanier es mit der Sicherheit ernstnehmen, machten zwei echt grimmige Wachmänner deutlich, die meinen Rucksack durch einen Röntgenapparat schoben, bevor ich ihn einschließen durfte. Später wurde mir allerdings klar, wieso, denn wo es in deutschen Museen Wachpersonal gibt, gab es dort lediglich ein paar Videokameras.

ich hatte das ganze Museum für mich allein / tuve todo el museo para mí

Nach dem Museum bin ich in eine Buchhandlung gefahren. Ich hatte mir dort gleich an unserem ersten Tag in Pontevedra ein Buch bestellt, das seit über einem Jahr auf meiner Wunschliste ist, doch das in Deutschland fast 60 € kostet. Nun holte ich es für schlappe 37 € ab und konnte mir von der Ersparnis noch zwei weitere Bücher kaufen 🙂

Abends gingen wir wieder in die Burgerbude, von der ich behaupten kann, sie hat mir den Aufenthalt in Pontevedra echt versüßt. Später fuhren wir nochmal zur Praia do Espiñeiro, wo ich diesmal dem Holzbohlenweg von der anderen Strandseite aus folgte. Leider wurde es rasch dunkel, aber so hatte ich wieder Gelegenheit, im Hotel noch ein bißchen spanisches Fernsehen zu gucken.

Sinopsis en español:

Este día fuimos al centro arqueológico de Campo Lameiro. Está situado en un bosque y consiste en una casa moderna con una exposición y un parque. En la exposición puedes aprender mucho sobre los petroglifos de Campo Lameiro (quién los hacía y por qué) y cómo vivía la gente en el neolítico.

Petroglyphe im Museum / petroglifo en el museo

Después de visitar la exposición fui al parque que está en una montaña. Con la silla de ruedas sólo pude visitar dos de los nueve petroglifos. Ademas tuve un encuentro con un lagarto en el parque ♥ A continuación tomamos una Coca Cola en el café del parque y allá charlé con la camarera. Es de Honduras y eso fue la primera posibilidad para mí hablar con una hondureña. Pude encontrar su acento bastante bien.

A continuación hicimos la compra y después mi amigo quiso dormir un poco en el hotel, pero yo no. En lugar de eso fui al museo de Pontevedra que es muy, muy grande, pero no cuesta nada la entrada. Allá vi una exposición sobre ilustraciones mexicanos contemporáneos y la exposición sobre el neolítico (inclusive los objetos hallados de A Lanzada).

Más adelante fui a una librería donde había pedido un libro que es muy caro en Alemania. Del dinero ahorrado me pude comprar dos libros más 🙂 Por la tarde noche cenamos en el restaurante de hamburguesas otra vez (su hamburguesa vegana me encantó) y después de comer fuimos a la playa de Espiñeiro otra vez, pero lamentablemente se hizo de noche pronto.

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